08.12.2014
Weihnachtskonzerte

J.S. Bach, Gregoriana und Jazz

Collage Bach-CDs und Noten

Die Adventszeit bietet auch viele hörenswerte Konzerte, darunter Jazzer Nils Lindgren in der Johanneskirche, Gregorianische Gesänge in der ältesten Kirche der Stadt, Alt St. Martin, einem Jazz-Gottesdienst in der Johanneskirche und Kantaten des Weihnachtsoratoriums von J. S. Bach mit Musikern der Philharmonie in Oberkassel.

Weihnachtsoratorium von Bach „Jauchzet, frohlocket“

Zum Abschluss der diesjährigen Jubiläumskonzerte „100 Jahre Auferstehungskirche“ findet am dritten Adventssonntag, 14. Dezember, ein Weihnachtskonzert,  in der evangelischen Auferstehungskirche, Arnulfstraße 33, statt.

Die Kantorei Oberkassel, Solisten und die Philharmonie Düsseldorf unter der Leitung von Kantor Thorsten Göbel zu den Mitwirkenden führen die Kantaten I, V und VI aus dem Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach auf.

„Das Weihnachtsoratorium von Bach thematisiert die Geburt Jesu Christi im Stall von Bethlehem, die Anbetung durch die Hirten und der drei Weisen aus dem Morgenland. Es gehört zu den beliebtesten und am häufigsten  gespielten Werken des Komponisten. Es besteht aus sechs Kantaten. Für jeden Feiertag rund um den Weihnachtsfestkreis hat Bach eine Kantate geschrieben, so für die damals noch üblichen drei Weihnachtsfeiertage, Neujahr, den Sonntag nach Neujahr und für den Festtag der Heiligen Drei Könige. Heute gehört für viele Menschen der Konzertbesuch zum alljährlichen festen Ritual in der vorweihnachtlichen Zeit“, sagt Göbel.

Beginn ist um 18 Uhr. Der Eintritt beträgt 17 Euro. Konzertkarten sind im Orgelcafé "Em Örjelche" an der Auferstehungskirche dienstags bis freitags, 15 Uhr bis 18 Uhr, und bei Tabakwaren Krings, Belsenplatz 3, erhältlich.

Gregorianische Gesänge

 Lateinische und deutsche Gregorianische Gesänge zum Advent erwarten die Besucherinnen und Besucher am Samstag, 13. Dezember, in der ältesten Kirche Alt St. Martin, Martinstraße 72.  Es singt die Schola Gregoriana unter der Leitung von Andreas Petersen, Kantor der Evangelischen Friedens-Kirchengemeinde.

„Mit einer Gregorianik-Schola verbinden viele einfach nur etwas ‚Katholisches‘. Es stimmt, dass in der heutigen Tradition die Gesänge, die schon längst vor der Trennung der beiden Kirchen entstanden sind, fast ausschließlich in der katholischen Kirche gepflegt werden. In den letzten rund 40 Jahren ist das Singen altkirchlicher Gesänge auch in der Evangelischen Kirche wieder entdeckt worden. Die meditative Ruhe, die von den teilweise schon 1000 Jahre alten Hymnen und Antiphonen ausgeht, vermag auch den Menschen des 21. Jahrhunderts etwas von der christlichen Botschaft zu vermitteln“, sagt Petersen. Beginn ist um 18 Uhr.

Jazz-Posaunist  Nils Landgren

Der Posaunist, Sänger und Komponist Nils Landren aus Schweden ist seit Jahren im europäischen Jazz zu Hause. Am Freitag, 12. Dezember, ist er mit einem weihnachtlichen Programm unter dem Motto „Christmas with my friends“ zusammen mit seinem Ensemble zu Gast in der evangelischen Johanneskirche, Martin-Luther-Platz 39.

Landgren hat mit Musikern wie Joe Sample, Ray Parker und Maceo Parker zusammen gearbeitet, war Leiter der NDR-Bigband und des Jazz-Fest Berlin. Wegen seiner roten Posaune trägt er den Spitznamen „Mr. Red Horn“.

Das Konzert beginnt um 20 Uhr. Karten zum Preis von 38 Euro sind ausschließlich über die Homepage www.eventim.de erhältlich.

„Advent einmal anders“

Unter dem Motto „Advent einmal anders“ können Besucherinnen und Besucher einen Abend mit Jazzklängen und Weihnachtstexten in der evangelischen Jonakirche, Niederrheinstraße 128, in Lohausen erleben.

Eva Rathfeld und Band singen und spielen am Freitag, 12. Dezember, deutsche und internationale Weihnachtslieder mit jazzigem Groove und Ute Stein und Volker Conradt lesen Felix Timmermanns holländische Weihnachtsgeschichte „Nikolaus in Not“.

Beginn ist um  20 Uhr. Einlass ist um 19.30 Uhr. Der Eintritt beträgt zwölf Euro inklusive der Getränke. Karten sind im Vorverkauf in der Albertus-Apotheke, Alte Flughafenstr. 4, in Lohausen sowie an der Abendkasse erhältlich.

Der versteckte Gott – Jazz und Lyrik

Ist ‚christliche Kultur‘ von gestern? Ist Glaube unmodern? Oder ist wahre Kirche eigentlich immer eine flüchtige und fragile Erscheinungsform?“, fragt Pfarrer Dirk Holthaus, der die Predigt beim nächsten Jazzgottesdienst am dritten Adventssonntag, 14. Dezember, hält. Die Jazzkirche in der evangelischen Neanderkirche, Bolkerstraße 36, hinterfragt diese Beobachtungen aus adventlicher Sicht.

„Mit Modern Jazz und Lyrik feiern wir den verborgenen Gott, der sich in dieser Welt versteckt hat, an ungewöhnlichen Stellen zur Welt kommt und den verlorenen Existenzen damit ganz nah kommt“, sagt Holthaus, der mit Pfarrer Michael Opitz sowie Hella Henckel-Bruckhaus und Nicole Mechtenberg die Jazzkirche gestaltet.

Musikalisch wirken Ralf Butscher (Klavier), Johannes Seidemann (Saxophon), Walfried Böcker (Bass) und Christian Schröder (Schlagzeug) mit. Beginn ist um 18 Uhr.

(Quelle: Ev dus)