17.08.2015
Neue Flüchtlingsunterkunft in Holthausen

Ehrenamtliche, DRK und Stadtmitarbeiter richten Flüchtlingsunterkunft ein

Zelthalle Itterstraße / Foto Stadt Ingo Lammert

In den vier Zelten, die an der Itterstraße für Flüchtlinge aufgestellt wurden, arbeiteten am Montag freiwillige HelferInnen und städtische MitarbeiterInnen unter Federführung des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) daran, 300 Betten für Asylsuchende aufzubauen. Kurzfristig hatten sich auch Mädchen und Jungen der benachbarten Hauptschule sowie Frauen und Männer aus der Nachbarschaft zum Einsatz gemeldet. Zum Standort Itterstraße werden Flüchtlinge ziehen, die bisher in der Turnhalle an der Stettiner Straße untergebracht waren.

„So bekommen wir die Halle nächste Woche frei und sie kann wieder für den Schulsport genutzt werden", erklärt Flüchtlingsbeauftragte Miriam Koch. In den nächsten Wochen sollen dann alle als Flüchtlingsunterkunft genutzten Schulturnhallen wieder leergezogen werden. Lediglich die Sporthalle der Heinrich-Heine-Universität wird bis zum 19. Oktober noch als Unterkunft genutzt.

Jeweils ein Zelt mit Schlafräumen und ein Versorgungszelt bilden an der Itterstraße eine Einheit. Das Versorgungszelt bietet einen Gemeinschaftssaal sowie Wasch- und Duschbereiche und Toilettenräume. Bis Ende Oktober sollen die Zelte, die je nach Witterungsbedingung auch winterfest gemacht werden, als Unterkünfte genutzt werden. Ab Mitte Oktober werden dann die angekündigten Containeranlagen in Betrieb genommen. Für etwas Entlastung sorgt die teilweise Wieder-Inbetriebnahme der Asylbewerberunterkunft an der Schanzenstraße, die durch einen Brand in den letzten Wochen unbewohnbar war. "Nach einer gründlichen Überprüfung konnten wir für die Nutzung der ersten und zweiten Etage wieder grünes Licht geben. Dort stehen uns dann 39 Räume wieder zur Verfügung. Zudem haben wir inzwischen 9 Familien mit insgesamt 39 Frauen, Männer und Kinder nach der Evakuierung aus der Schanzenstraße an anderer Stelle mit Wohnraum versorgen können", so Miriam Koch.

 

Lesen Sie dazu auch unser Interview mit Flüchtlingsbeauftragter Miriam Koch zur Unterbringung von Flüchtlingen:

Interview mit Miriam Koch