10.03.2017
Axt-Angriff am Hauptbahnhof – kein Terror, Amoklauf - mit Update

Axt-Angriff am Hauptbahnhof – kein Terror, Amoklauf - Update

Polizeihubschrauber / Foto Jo Achim Geschke

Die Attacken mit einer Axt auf mehrere Menschen am Düsseldorfer Hauptbahnhof am Donnerstag gegen 21 Uhr waren kein Terrorangriff. Das stellte sich laut Polizei bereits in der Nacht zu Freitag heraus. Der Mann wurde noch in der Nacht festgenommen. Es gab nach bisherigen Informationen insgesamt sieben Verletzte, darunter zwei Schwerverletzte. Der 36-jährige Mann war nach einem Augenzeugenbericht (Handy-Video), der NDOZ.de vorliegt, aus der Regio-S-Bahn 28 (S 28) ausgestiegen und hatte im Hauptbahnhof mehrere Menschen mit einer Axt angegriffen. UPDATE: Es gab insgesamt 9 Verletzte. Der Mann stammt aus dem Kososvo und wohnte in Wuppertal.

Ein Augenzeuge berichtete erschüttert auf einem Video vom Hauptbahnhof in der Nacht, der Mann sei aus der Bahn „2 Meter neben mir“ ausgestiegen und habe begonnen, mit der Axt Menschen anzugreifen. Eine Frau wurde dabei schwer am Kopf verletzt. Er soll sowohl am Bahnsteig wie im Hauptbahnhof (HBF) Menschen mit der Axt angegriffen haben. Es kam gegen 21 Uhr zu einem Großeinsatz von Polizei, Bundespolizei und Rettungskräften inklusive Notärzten, auch Hubschrauber waren im Einsatz. Die Züge der DB und die Bahnen der Rheinbahn wurden angehalten, der HBF weiträumig abgesperrt.

Der 36-jährige Täter ist über die Gleise geflohen und nach Polizeiangaben an der Brücke über die Ellerstraße auf die Fahrbahn gesprungen und habe sich dabei schwer verletzt. Er wurde mit mehreren Knochenbrüchen ins Krankenhaus gebracht. Es soll sich um einen Wuppertaler „aus dem ehemaligen Jugoslawien“ handeln, so die Polizei – wobei Facebook-Kommentare darauf hinwiesen, dass es Jugoslawien seit 2006 nicht mehr gibt. ( siehe Update: Er stammt aus dem Kosovo und wohnte in Wuppertal.) Der Mann habe wohl „psychische Probleme“ gehabt, und sei in einer seelischen Ausnahmesituation gewesen, dies habe ein Bekannter des Täters der Polizei mitgeteilt. Die Polizei ging bereits in der Nacht davon aus, dass es sich um einen einzelnen Täter handelte.

Die Absperrungen am HBF wurden um 0:45 Uhr aufgehoben.

Die Polizei wrd am Freitag Mittag weitere Einzelheiten bekannt geben.

(Text: Jo Achim Geschke)