Brüning bleibt im Amt – IG BAU positioniert sich sofort
Die IG BAU Düsseldorf hat Tino Brüning für vier weitere Jahre als Vorsitzenden bestätigt. Der Bezirksverband vertritt in der Stadt rund 4.380 Beschäftigte im Bauhauptgewerbe sowie etwa 10.100 Menschen in der Gebäudereinigung. Brüning, gelernter Dachdecker und seit 36 Jahren in der Baustoffbranche tätig, kündigte direkt nach seiner Wiederwahl klare Prioritäten an.
Forderungen an Politik und Arbeitgeber – unmissverständlich formuliert
„Gute Löhne und gute Arbeitsbedingungen fallen nicht vom Himmel“, erklärt Brüning.
Er fordert die Beschäftigten auf, sichtbarer für ihre Interessen einzustehen – und die Politik, endlich verlässliche Rahmenbedingungen zu schaffen.
Im Zentrum stehen drei Punkte:
- Stärkere Tarifbindung – „Der Tariflohn sollte endlich zur Regel werden.“
- Mehr bezahlbarer Wohnraum und mehr Sozialwohnungen, mit klarer Erwartung an den Bund (Zur wirtschaftlichen Entwicklung des Düsseldorfer Wohnungsmarkts siehe unsere Analyse: Premiumimmobilien-Markt Düsseldorf)
- Stopp zusätzlicher Belastungen, etwa längere Arbeitszeiten, Einschnitte bei der Lohnfortzahlung oder ein höheres Rentenalter. Brüning nennt solche Forderungen „respektlos“.
Signal aus Düsseldorf: IG BAU mischt sich ein
Die Gewerkschaft kündigt an, künftig noch deutlicher Position zu beziehen – besonders dort, wo Entscheidungen der Berliner Politik unmittelbare Folgen für die Region haben. Angesichts wirtschaftlicher Unsicherheiten will der Düsseldorfer Verband den Druck erhöhen und offene sozialpolitische Baustellen mit Nachdruck adressieren.
