28.03.2017
Schauspielhaus im April: Premieren, Diskussionen und Reden

D‘Haus im April: Dürrenmatt, Robert Wilsons „Sandmann“, Sascha Lobo zur Demokratie und das Gesellschaftsmodell Großbaustelle

Das Versprechen von Fr. Dürrenmatt/ Foto Thomas Rabsch D‘Haus

Mit Diskussionen über aktuelle Themen aus Kultur und Gesellschaft und faszinierenden Premieren geht das Schauspielhaus mit einem informativen und intellektuell verlockenden April-Mai-Programm ins Frühjahr. Der für seine originäre Theaterästhetik weltweit gefeierte Regisseur Robert Wilson wird den »Sandmann« am Düsseldorfer Schauspielhaus inszenieren. An seiner Seite: die britische Singer-Songwriterin Anna Calvi, die für dramatisch-morbiden Rock und poetische Texte steht. Eine Diskussion darüber, was Theater heute in der Gesellschaft bedeutet und bedeuten kann und die vielfach unter Druck geratenen Bühnen bringt die Diskussion ebenso ins D‘Haus wie der Beitrag der bekanntesten Irokesen-Frisur Deutschlands, des Intellektuellen Sascha Lobo zur „Aufrechterhaltung der liberalen Demokratie im 21. Jahrhundert“. Ergänzt durch Dürrenmatts „Das Versprechen“, vielen bekannt als Film „Es geschah am hellichten Tag“ sowie das „Gesellschaftsmodell Großbaustelle (Staat 2) von Rimini Protokoll und nicht zuletzt „Café Casablanca: Everybody Comes To Stay!“ im Jungen Schauspiel (mit bekannten Düsseldorfern auf der Bühne).

Das Programm im Überblick:

Das Versprechen — von Friedrich Dürrenmatt — Premiere am 13. April

In der Nähe eines kleinen Schweizer Dorfs findet ein Hausierer die Leiche eines neunjährigen Mädchens. Er ruft die Polizei. Die Dörfler halten den Hausierer für den Mörder und wollen die Gerechtigkeit am liebsten selbst in die Hand nehmen. Kommissar Matthäi von der Kantonspolizei kann das gerade noch verhindern. Er verspricht der verzweifelten Mutter, nicht eher zu ruhen, bis der Täter gefasst ist. Als der Hausierer später unter Druck gesteht und sich in seiner Zelle erhängt, sieht alle Welt Matthäis Versprechen eingelöst. Bis auf ihn selbst. Er ist überzeugt, dass der wahre Mörder noch nicht gefasst ist. Das gegebene Wort lässt ihn nicht los und bringt ihn dazu, einen zweifelhaften und gefährlichen Weg zu beschreiten.

Nach dem großen Erfolg des Films »Es geschah am hellichten Tag« mit Heinz Rühmann und Gert Fröbe in den Hauptrollen beschloss Friedrich Dürrenmatt, sein Filmskript zur Grundlage eines Romans zu machen – so entstand 1958 »Das Versprechen«, das er im Untertitel ein »Requiem auf den Kriminalroman« nennt. Im Unterschied zum Film geht es hier nicht um die Wiederherstellung von Recht und Ordnung, sondern darum, dass Recht und Ordnung Chimären sind, an die wir uns in einer vom Zufall bestimmten Welt klammern. Regie führt Tilmann Köhler, er war Hausregisseur am Deutschen Nationaltheater Weimar und am Staatsschauspiel Dresden. Seine Inszenierung von Bruckners »Krankheit der Jugend« wurde zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Weitere Arbeiten entstanden am Maxim Gorki Theater Berlin, am Schauspiel Stuttgart, am Deutschen Theater Berlin, an der Oper Frankfurt und am Deutschen Schauspielhaus Hamburg.

Mit: Johanna Kolberg (Puppenspiel), Florian Lange, Kilian Land, Sebastian Tessenow, Thomas Wittmann, Minna Wündrich — Regie: Tilmann Köhler — Bühne: Karoly Risz — Kostüm: Susanna Uhl — Musik: Jörg-Martin Wagner — Puppenbau: Franziska Hartmann — Dramaturgie: Frederik Tidén, Felicitas Zürcher

NDOZ.de empfiehlt zudem:

Disappearances :: Der Fall Simon

Eine Video-Installation von RAUM+ZEIT im Foyer des K20 Grabbeplatz (Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen) — Öffnungszeiten: Di. – Fr. 10:00 bis 18:00, Sa., So. und feiertags 11:00 – 18:00 — Eintritt frei.

Parallel zu ihrer Inszenierung Die dritte Haut :: Der Fall Simon im Dreischeibenhaus entwerfen das Künstlertrio Bernhard Mikeska, Lothar Kittstein, Alexandra Althoff (RAUM+ZEIT) zusammen mit Nicolai Hildebrandt für das Foyer des K20 eine Video-Installation über das Verschwinden eines Mannes und seiner beiden Häuser auf der Kö. Verkaufsgespräche werden zur Grundfigur für menschliche Beziehungen und offenbaren den Widerspruch zwischen dem Wunsch und der Angst vor seiner Erfüllung. Eine subjektive Reise ins Innere. — Eine Kooperation des Düsseldorfer Schauspielhauses mit dem K20

Im Schauspielhaus

Der Sandmann — von E. T. A. Hoffmann — Regie, Bühne und Lichtkonzept: Robert Wilson — Musik und Lyrics: Anna Calvi — Voraufführungen am 20., 21., 22. und 23. April im Düsseldorfer Schauspielhaus — Düsseldorfer Premiere am 20. Mai — Eine Produktion des Düsseldorfer Schauspielhauses in Koproduktion mit Unlimited Performing Arts und den Ruhrfestspielen Recklinghausen.

E. T. A. Hoffmanns 1816 erschienene Erzählung »Der Sandmann« zählt zu den herausragenden Texten der Schwarzen Romantik. Das psychologisch fein gezeichnete Schauermärchen nimmt seinen Ausgang von einem frühkindlichen Trauma: Der kleine Nathanael wird Zeuge wie sein Vater, ein heimlicher Alchemist, bei einer Explosion tödlich verunglückt. Der Junge glaubt, das tragische Ereignis müsse mit dem Sandmann in Verbindung stehen, von dem die Mutter oft erzählt. Er streut Kindern, die nicht schlafen wollen, Sand in die Augen, bis diese ihnen blutig zum Kopf herausspringen. Im Sinne der »Schwarzen Pädagogik« dient die grausige Gutenachtgeschichte dazu, das Kind mittels Angst zu kontrollieren – mit unabsehbaren Folgen. In Nathanaels Geist verbindet sich die Phantasiegestalt des Sandmanns mit der Person des grobschlächtigen Advokaten Coppelius, der dem Vater bei seinen nächtlichen Experimenten assistiert. Als Nathanael Jahre später dem Schreckgespenst seiner Kindheit wiederbegegnet, verschwimmen die Grenzen von Traum und Wirklichkeit.

Der für seine originäre Theaterästhetik weltweit gefeierte Regisseur Robert Wilson wird den »Sandmann« am Düsseldorfer Schauspielhaus inszenieren. An seiner Seite: die britische Singer-Songwriterin Anna Calvi, die für dramatisch-morbiden Rock und poetische Texte steht.

Im Zuge der Voraufführungen vom 20. bis 23. April möchte das D‘Haus das Düsseldorfer Publikum einladen, die Entstehung dieses internationalen Theaterabends mitzuerleben. Auf die Premiere am 3. Mai bei unserem Partner Ruhrfestspiele Recklinghausen folgt die Düsseldorfer Premiere am 20. Mai im Schauspielhaus. Danach wird die Produktion im Repertoire des Düsseldorfer Schauspielhauses und auf Gastspielen im In- und Ausland zu sehen sein.

Mit: Christina Drechsler, Rosa Enskat, Christian Friedel, Andreas Grothgar, André Kaczmarczyk, Jonas Friedrich Leonhardi, Konstantin Lindhorst, Alexej Lochmann, Rainer Philippi, Lou Strenger — Regie, Bühne & Lichtkonzept: Robert Wilson — Musik & Lyrics: Anna Calvi — Kostüm: Jacques Reynaud — Mitarbeit Regie: Ann-Christin Rommen — Mitarbeit Bühne: Annick Lavallée-Benny — Mitarbeit Kostüm: Alexander Djurkov-Hotter — Mitarbeit Licht: Scott Bolman — Orchesterarrangements: Jherek Bischoff — Beratung Musik & Sounddesign: Stefan Rager — Dramaturgie: Janine Ortiz

Anna Calvi, Foto Roger Deckker / D‘Haus

In Vorbereitung im Central

Gesellschaftsmodell Großbaustelle (Staat 2) — von Rimini Protokoll — Konzept, Text, Regie: Stefan Kaegi (Rimini Protokoll) — Voraufführungen am 25. April und am 4. Mai — Uraufführung am 12. Mai — Eine Produktion von Düsseldorfer Schauspielhaus und Rimini Protokoll.

Rimini Protokoll beschäftigt sich bis 2018 in seiner Tetralogie »Staat 1–4« an Theatern in Düsseldorf, München, Zürich und Dresden mit gesellschaftlichen Zuständen und Phänomenen im postdemokratischen Staat. Es entstehen vier Produktionen. In Düsseldorf wird das Projekt Großbaustelle zum Modell für unsere Gegenwart. Bauen bedeutet dabei mehr als die Konstruktion eines Gebäudes. Klar ist, dass jedes Bauwerk eine Geste des Bauherrn repräsentiert. Aber was erzählt uns eine Baustelle über den Hindernislauf ihrer Planung? Stefan Kaegi überführt das vielfach ineinander verschachtelte Geflecht aus internationalen Investoren, Baukonsortien und Auftraggebern bis hinunter zu Auftragnehmern, outgesourcten Zulieferfirmen und Schwarzarbeitern in ein großes begehbares Raummodell. Vom Investor über den Ameisenforscher, vom kampfsporterprobten Rechtsanwalt über den Entrauchungsexperten des BER bis zum Polier kommen mit ihren Biografien und Positionen alle zu Wort, die auf der Baustelle oft aneinander vorbei arbeiten, um anhand ihrer Berufe über unsere Gesellschaft nachzudenken.

Die Produktionsserie »Staat 1 – 4« ist eine Kooperation von Haus der Kulturen der Welt, Münchner Kammerspiele, Düsseldorfer Schauspielhaus, Staatsschauspiel Dresden, Schauspielhaus Zürich und Rimini Protokoll im Rahmen von »100 Jahre Gegenwart«, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. »Staat 1« wurde vom Goethe-Institut mitinitiiert.

Extras im Central

Was soll das Theater? Bühnen unter Druck – gesellschaftlicher Auftrag oder künstlerische Autonomie? — Podiumsdiskussion am 2. April

Der Begriff Stadttheater erklärt wenig. Gegensätzliche Positionen gehörten schon immer zum Theater. Trennlinien verlaufen zwischen Sprechtheater und performativem Theater oder zwischen der Frage nach dem gesellschaftlichen Auftrag und der künstlerischen Autonomie. Doch Auftrag in wessen Namen? Wie kann Theater im 21. Jahrhundert relevant sein? Inwiefern nützen oder schaden hierarchische Strukturen? Wie lässt sich die Forderung nach niedrigschwelliger Kulturvermittlung mit dem Anspruch auf Kunst oder Qualität vereinen? Welche Rolle spielen neue Zuschauergruppen, geändertes Konsumverhalten oder die Distanz der Politik? Also: »Was soll das Theater?«

Darüber diskutieren am 2. April im Central: Herbert Fritsch (Regisseur), Marc Grandmontagne (Direktor Deutscher Bühnenverein), Wilfried Schulz (Generalintendant Düsseldorfer Schauspielhaus), Andreas Wilink (Chefredakteur k.west/Theaterkritiker) und weiteren Teilnehmern unter der Moderation von Barbara Burckhardt (Redakteurin Theater heute).

Eine Veranstaltung von k.west und NRW KULTURsekretariat in Zusammenarbeit mit dem Düsseldorfer Schauspielhaus. In Kooperation mit WDR 3/Forum.

Düsseldorfer Reden 2017 — In Kooperation mit der Rheinischen Post — Sascha Lobo: »Vorschlag zur Aufrechterhaltung der liberalen Demokratie im 21. Jahrhundert« — am 23. April, Große Bühne.

Noch bis Mai diesen Jahres laden die Düsseldorfer Reden Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Religion, Gesellschaft und Kunst dazu ein, über Fragen der Zeit zu sprechen. Nach dem Auftakt mit dem Soziologen Heinz Bude und der Theologin Margot Käßmann ist am 23. April der Autor Sascha Lobo zu Gast auf der Großen Bühne im Central. In einer Zeit, in der Netz und Politik weniger voneinander zu trennen sind denn je, unterbreitet er in seinem Vortrag nichts Geringeres als einen »Vorschlag zur Aufrechterhaltung der liberalen Demokratie im 21. Jahrhundert«. Sascha Lobo beobachtet seit vielen Jahren die Entwicklung des Internets und hat immer gleichermaßen die enormen Chancen wie auch die damit verbundenen Risiken und Veränderungen im Blick.

Bov Bjerg liest aus »Auerhaus« und weiteren Texten — In Kooperation mit dem Kulturzentrum Zakk — am 25. April, Kleine Bühne

Die Düsseldorfer Uraufführung von Bov Bjergs Roman »Auerhaus« (Regie: Robert Gerloff) ist so wie das Buch zu einem großen Publikumserfolg geworden. Nun kommt der Autor selbst nach Düsseldorf und liest, singt und tanzt (im Sitzen) aus seinem Bestseller und weiteren Texten. Der Roman »Auerhaus« erzählt von sechs Freunden und einem Versprechen: Ihr Leben soll nicht in Ordnern mit der Aufschrift Geburt/Schule/Arbeit/Tod abgeheftet werden. Deshalb gründen sie eine Schüler-WG und ziehen gemeinsam ins Auerhaus. Aber sie wollen nicht nur ihr Leben retten, sondern vor allem das ihres besten Freundes Frieder. Denn der ist sich nicht so sicher, warum er überhaupt leben soll.

Bov Bjerg, Jahrgang 1965, gründete verschiedene Berliner Lesebühnen. Bisher hat er mit »Deadline« (2008) und »Auerhaus« (2015) zwei Romane veröffentlicht. Ein Best-Of seiner Lesebühnentexte erschien im Herbst 2016 unter dem Titel: »Die Modernisierung meiner Mutter«.

BKM-Sonderpreis »Kultur öffnet Welten« — am 26. April, Kleine Bühne

Am Vorabend des Kongresses »Kinder zum Olymp!« verleiht die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, im Düsseldorfer Schauspielhaus den BKM-Sonderpreis »Kultur öffnet Welten«. Mit dem Preis werden herausragende kulturell-künstlerische Projekte gewürdigt, in denen neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Akteuren der Kultur und Partnern aus Sport, Wirtschaft, religiösen Gemeinschaften oder der Zivilgesellschaft erprobt werden.

Kongress »Kinder zum Olymp!« — am 27. Und 28. April im Central

»Zusammenspiel. Kulturelle Bildung im Spannungsfeld globaler Prozesse« lautet der Titel des achten »Kinder zum Olymp!«-Kongresses, der in diesem Jahr im Düsseldorfer Schauspielhaus stattfindet. Die kulturelle Bildung wandelt sich und muss sich wandeln, weil sich die Welt dynamisch verändert. Heute treffen überall bei uns verschiedene Weltsichten, Traditionen und Formen der Gemeinschaft aufeinander. Wie haben die Protagonisten kultureller Bildung in Deutschland die Herausforderung durch die Zunahme globaler Einflüsse in ihren Alltag aufgenommen? Der Kongress untersucht die Entwicklung der kulturellen Bildung auch im Kontext der aktuellen Migrations- und Fluchtbewegungen. Neben Vorträgen, Podien und parallelen interaktiven Foren wird auch die Inszenierung Ein Sommernachtstraum der Bürgerbühne des Düsseldorfer Schauspielhauses gezeigt.

Die Kulturstiftung der Länder veranstaltet den Kongress im Rahmen ihrer Bildungsinitiative »Kinder zum Olymp!« gemeinsam mit der Kulturstiftung des Bundes und der Bundeszentrale für politische Bildung. Der Kongress wird gefördert vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen und vom Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen sowie von der Landeshauptstadt Düsseldorf.

Kooperationspartner sind das Düsseldorfer Schauspielhaus, die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, das tanzhaus nrw und das Museum Kunstpalast.

Der Kongress wendet sich an Vertreter aus Kultur und Verwaltung, an Lehrer und Erzieher in Schule und Kindergarten, aber auch an Eltern, Künstler, Vermittler und Wissenschaftler. Information und Anmeldung unter www.kulturstiftung.de/kinder-zum-olymp/

Die Premiere in der Münsterstraße 446

Café Casablanca: Everybody Comes To Stay! — von andcompany&Co. — Uraufführung am 24. April in der Münsterstr. 446, Junges Schauspiel und Bürgerbühne

As time goes by: »Casablanca«, der berühmteste Liebesfilm aller Zeiten, ist ein moderner Mythos: Was den 65 jährigen Film heute so aktuell macht, ist sein politischer Kontext. Der »Held« Rick Blaine (Humphrey Bogart) – Urtyp des Schleppers – hilft großherzig und kaltschnäuzig den Schwachen und Schutzsuchenden wie dem bulgarischen Ehepaar am Roulettetisch oder seiner ehemaligen Geliebten Ilsa (Ingrid Bergmann) mit einem Visum. Sein »Café Américain« ist ein Ort der Hoffnung und der Verzweiflung in Zeiten, da die Menschen nicht nach Europa fliehen, sondern fort wollen aus einem Europa, in dem die menschenverachtenden Nazis die Macht übernommen haben – berühmte Dichter und Denker wie Bertolt Brecht, Walter Benjamin, Hannah Arendt und zahllose Namenlose. Die Wege der Flüchtenden damals verliefen auf denselben Routen wie die Wege der »Refugees« heute – nur in umgekehrter Richtung. »Café Casablanca« erzählt die Entstehungsgeschichte eines außergewöhnlichen Films, es erzählt die uralte Geschichte vom Drama der Fliehenden und Exilierten. Es erzählt sie im Damals und im Heute, mit Schauspielern des Ensembles und Bürgern der Stadt, mit oder ohne deutschen Pass. Die Bühne wird zum Café, in dem auch Zuschauer eingeladen sind, Platz zu nehmen. Sie werden zu den »üblichen Verdächtigen«, Mitspieler in einem Drama, das sich mitten unter uns abspielt: »Everybody Comes To Stay!«

andcompany&Co. ist eines der renommiertesten Theater- und Performancekollektive im deutschsprachigen Raum. Erarbeitet werden Produktionen mit hochbrisanten politischen Themen in zeitgenössischer popkultureller Form. Die Performance »Orpheus in der Oberwelt: Eine Schlepperoper« gewann als Hörspiel den »Prix Europa 2015«.Gefördert im Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes.

Mit: Orhan Alallo, Luna Ali, Ladislav Ceki, Khater Dawa, Julia Dillmann, Haik Hakopian, Ashkan Mirhosseini, Volker Neupert, Xolani Mdluli, Bernhard Schmidt-Hackenberg, Alexander Steindorf, Mitra Zarif-Kayvan — Text, Regie & Musik: Nicola Nord, Alexander Karschnia, Sascha Sulimma & Co. — Mitarbeit: Luna Ali & Co. — Bühne & Kostüm: Janina Audick — Mitarbeit Kostüm: Franziska Sauer — Dramaturgie: Stefan Fischer-Fels.

NDOZ.de verweist zudem gerne auf das

Café Eden in der Münsterstraße 446

Café Eden — Refugees are welcome here. Café Eden ist ein gastfreundlicher Ort der Verständigung, der gesellschaftlichen Debatten und der neugierigen Begegnung mit Künsten und Kulturen. Café Eden wendet sich an alle Bürger der Stadt, Neubürger und Ureinwohner Düsseldorfs. Das Café Eden bietet Tischtennis, Kicker, Billard, Gesellschaftsspiele, Mal- und Bastelangebote, eine kleine Bibliothek, Beratung zu Arbeit und Wohnen, Diskussionen zu relevanten Themen im »globalen Dorf«: Man trifft sich beim »Bürgerdinner« und an der Bar, bei Gesprächen, Lesungen, Vorträgen, Theater-Workshops, Open Stage, Theater, Kino und Konzerten – jeden Montag neue Überraschungen! Es gibt kostenlos (gegen Spende) Tee, Wasser, Suppe, Brot und Obst. Der Eintritt ist frei – immer montags 15:00 bis 22:00. Ein Gemeinschaftsprojekt von Düsseldorfer Schauspielhaus, Eine-Welt-Forum Düsseldorf, Zakk, Hedwig-und-Robert-Samuel-Stiftung, sowie der Bürgerstiftung Düsseldorf

Im Rahmen von Café Eden

NEU! Jazz in Eden — Konzerte mit Roman Babik (p), Nico Brandenburg (b) und Peter Weiss (dr). Mit dabei wechselnde Gastmusiker aus aller Welt. Ostermontag, 17. April — In Kooperation mit der Jazz-Schmiede

Open Stage — Raus in die Stadt, rein ins Theater. Die Open Stage ist deine Bühne, zeig dein Talent! – Oder einfach nur zuschauen? Herzlich willkommen! — Am 3. April — Voranmeldung für Auftritte: fsj-cafeeden@duesseldorfer-schauspielhaus.de

Godspeed! — Achte Reise: »Das Elixier«. Die theatrale Bustour mit Bürgerinnen und Bürgern, Spezialisten und Künstlern auf der Suche nach den Heldinnen und Helden Düsseldorfs. — Am 3. April — Abfahrt ab Café Eden, Münsterstraße 446 Anmeldung unter karten@duesseldorfer-schauspielhaus.de

Das Cinema Paradiso ist wieder on the road! — Das rollende Kino zeigt Filme in Flüchtlingsunterkünften, die ohne Sprache viel erzählen. — In Kooperation mit dem Filmmuseum Düsseldorf, TFF TheaterFilmFest gUG und Zakk. Gefördert durch den Verfügungsfonds aus dem Programm »Soziale Stadt«.

(Text Jo Achim Geschke und Pressematerial D‘Haus)