09.12.2018
Demo gegen Polizeigesetz in Düsseldorf

Polizeigesetz NRW: Über 3000 Menschen demonstrierten friedlich gegen Aufhebung von Bürgerrechten

Rund 3000 bis 4000 Menschen demonstrierten am Samstag gegen das geplante Neue Polizeigesetz NRW. Auch nach den Veränderungen, mit denen es nun im Landtag abgestimmt werden soll, wird das Polizei Gesetz NRW von vielen gesellschaftlichen Gruppen und Institutionen heftig kritisiert. Damit steht auch Innenminister Herbert Reul (CDU) in der gesellschaftlichen Kritik, der das Gesetz nach bayrischem Vorbild durch den Landtag bringen will. Bei der Demo am Samstag, 8. Dezember 18, protestierten in einem langen Zug Gruppen wie Gewerkschafter*innen, Klimaschützer*innen, Datenschützer*innen, Braunkohlegegner*innen, Feministinnen, Attac, die Grünen und die Grüne Jugend, GEW-Vertreter*innen und Teilnehmer*innen aus der weiteren Region.
07.12.2018
Fahrradabstellplätze: Streit und Pause - Kommentar

Fahrradabstellplätze: Gehts noch? Wer gibt Autos das Recht vor Rädern? – Kommentarv

Pause bei den Fahrradabstellplätzen: Es soll noch einmal alles geprüft werden, hat OB Geisel gesagt. Hintergrund sind die vielen Beschwerden – von Autofahrern, klar. Von Autobesitzern, deren Parkplätze wegfallen, weil es inzwischen wohl mehr Fahrräder als Autos in der Stadt gibt, und die Räder müssen ja irgendwohin. Autofahrer, vor allem Ältere, sind nun mal gewöhnt an die Priorität der Autos in Deutschland – Autos first. Es ist aber öffentlicher Raum, der da zu Parkplätzen gemacht wurde, seit Jahren schon. Und Radfahrer haben nun mal auch Anteil am öffentlichen Raum. Wenn auch für Zweiräder viel zu wenig Platz ist. Aber: Die Verkehrswende ist nicht nur dringend nötig (bessere, saubere Luft und so!), sie hat auch längst eingesetzt. Zu sehen etwa an den vielen Zweirädern. Zudem muss die Stadt für die Zukunft planen – also für die jüngeren Bewohner*innen. Und die stehen nicht mehr so auf – womöglich auch noch dicke – Autos.
29.11.2018
Justiz im Nationalsozialismus, Broschüre

Aufarbeitung der NS-Unrechts-Justiz 1933 bis nach 1945 in Düsseldorf

Zwischen 1933 und 1945 fällten Düsseldorfer Gerichte 88 Todesurteile und Urteile über politische Gegner, Homosexuelle, sogenannte „Feinde“ des Nazi-Staates. Ein neuer Band in der "Kleinen Schriftenreihe der Mahn- und Gedenkstätte" arbeitet nun die Unrechtsurteile in Düsseldorf auf sowie die Juristen, die in der Nazizeit Karriere machten. Der 90-seitigen Band wurde jetzt unter anderem von Anne-José Paulsen, bis 2018 Präsidentin des Oberlandesgerichts, vorgestellt, die sich um die Aufarbeitung der Justizgeschichte während der NS-Zeit besondere Verdienste erworben hat.
22.11.2018
Radwegenetz Bürgerdialog zur Planung

Radwegenetz: Die Mühen der Planung in der Autostadt oder 2 Räder gegen SUV-Denken

Es geht langsam voran, aber immerhin geht es voran: Nach Jahren der Wegfräsung von Radwegen und SUV-schweren Autolobbyisten bei CDU (und auch FDP) versuchen Politik und Stadtverwaltung seit etwa drei Jahren, zum veränderten Mobilitätsverhalten der Düsseldorfer ein Radwegenetz aufzubauen. Vor rund 150 Zuhörer*innen – die Mehrheit kam mit dem Rad – erläuterten Planungsdezernentin Cornelia Zuschke und Radwegeplaner Steffen Geibhardt die Planung und Fertigstellung der Radwege. Die Schwierigkeit für beide: Die langwierigen Prozesse von Planung, Genehmigungen und Beantragung und schließlich Auszahlung von Zuschüssen, aber auch bauliche Hindernisse in der Autostadt werden von vielen, vor allem der ungeduldigen Fahrradlobby, nicht toleriert.
26.09.2018
Teststrecke für automatisierte und vernetzte Fahrzeuge eröffnet – alle Infos

Vernetztes Fahren von Auto, ÖPNV und Rad – Teststrecke eröffnet

Um Vorurteile gleich auszubremsen: In jedem Auto des automatisierten Fahrens sitzen noch Fahrer*innen. Und das wichtigste ist nicht unbedingt das automatisierte Fahren: Durch die Technik werden beispielsweise Autos, Fahrräder und Busse vernetzt und mit Ampeln, die auf Grün springen, verbunden für einen schnelleren Verkehrsfluss. Oder die Technik im Auto / Rad/ Bus warnt vor Staus und Unfällen auf einer Strecke und eine Umleitung wird empfohlen. Zudem erspart eine App den Radfahrer*innen viel Zeit und Strampelmühen. Dass ein Auto (hoffentlich mit Wasserstoff- oder Elektro-Antrieb) dann im Parkhaus allein einen freien Parkplatz findet und einparkt, während Fahrer*innen schon mal einkaufen gehen, ist ein Showeffekt mit netten Nebenwirkungen. Das Hauptziel ist ja das Testen der Technik im Projekt „KoMoD“ und ein späterer besserer Verkehrsfluss, der ja auch viel Ärger und Zeit erspart – auch für Busse und deren Nutzer.
24.04.2018
Vom 13. bis zum 20. April fand die 3. Startup-Woche Düsseldorf statt

Düsseldorf im Startup-Fieber - Ein Bericht vom NKF Summit

Zur 3. Startup-Woche Düsseldorf mit rund 170 Veranstaltungen in 7 Tagen im gesamten Stadtgebiet gab es letzte Woche eine Menge Events, die die fabulöse Welt der bunten Startup-Welt gefeiert und präsentiert haben. Oder wie die Veranstalter es formulierten: “Auf der Startup-Woche Düsseldorf treffen Visionäre, Kämpfer und Durchstarter auf Menschen, Unternehmen und Produkte, die das Startup-Leben bereichern.” - Es ging vor allem um zukunftsweisende, digital angetriebene Geschäftskonzepte, die die Welt ein kleines bisschen besser und effizienter machen sollen: “Zeit sparen, entstressen und verbinden” - so das oft genannte Prinzip dahinter. Aber auch Austausch, Vernetzung und Transfer sollten mit im Vordergrund stehen.
22.12.2017
Arbeitsplätze Flughafen der Klüh-Mitarbeiter-innen gesichert

AKTUELL: Arbeitsplätze Flughafen der Klüh-Mitarbeiter-innen gesichert

Die Arbeitsplätze für 70 ehemalige Mitarbieter_innen der Reinigungsfirma Klüh am Flughafen sind gesichert. Das teilte soeben die Gewerkschaft IG Bau und der DGB Düsseldorf mit.
02.12.2018
Verleihung des Heines Preises 2018 an Prof. Dr. Leoluca Orlando, Palermo

Heine-Preisträger Leoluca Orlando, Palermo: Plädoyer für internationale Freizügigkeit als unveräußerliches Menschenrecht

In seiner Rede zur Verleihung des Heine-Preises 2018 sagt Prof. Dr. Leoluca Orlando:„Palermo, auf der Suche nach der Harmonie von Ästhetik und Ethik, dankt den Migranten und erkennt durch die Charta von Palermo 2015 die internationale Freizügigkeit als unveräußerliches Menschenrecht an und regt die Abschaffung der Aufenthaltserlaubnis an.“ Der Jurist und langjährige Bürgermeister von Palermo Leoluca Orlando ist auch der Autor der ‚Charta von Palermo‘, die er 2015 verfasst hat. Darin legt er ein Gegenbild vor zum zerstrittenen und teils populistischen Europa unserer Tage. Es ist ein Manifest, untertitelt mit der These: ‚Von der Migration als Problem zur Freizügigkeit als unveräußerlichem Menschenrecht.‘ Und fordert, dass Migrant*innen nicht als solche, sondern klar als Mitbürger, als Mitmenschen anerkannt sind. Die Laudatio hielt Regisseur Wim Wenders.
18.11.2018
Der zerbrochne Krug im D‘Haus

Der zerbrochne Krug: Männer, Macht und #metoo in ausgezeichneter Inszenierung

Die Herren im Anzug sind zufrieden, das Mädchen Eve liegt vergewaltigt im Hintergrund, für den Richter Adam, auch er plötzlich ungewohnt im Anzug, wird sich schon bald ein Job finden, meint der Gerichtsrat Walter. Der zerbrochne Krug, in der Inszenierung nah an der Kleistschen Sprache, wendet sich zum Ende zu einem hochaktuellen Kommentar zur #metoo-Debatte, über Missbrauch von Abhängigkeiten und Gleichgültigkeit im Umfeld der Opfer. Regisseurin Laura Linnenbaum hat den Monolog der Eve, der 200 Jahre lang fast immer gestrichen wurde, mit der verstörend intensiven Cennet Rüya Voss gegen Ende des Stücks auf die Bühne gebracht. Und damit Kleist und einem Theater als Denkanstoß einen Dienst getan.
10.11.2018
„Erklärung der Vielen“ von Kulturschaffenden im D‘Haus unterzeichnet

„Erklärung der Vielen“ gegen rechten Populismus und für Freiheit und Vielfalt der Kunst

Mit der „Erklärung der Vielen“ die im Düsseldorfer Schauspielhauses jetzt vorgestellt wurde, wird der Zusammenhalt in Kunst und Kultur als Teil des zivilgesellschaftlichen Engagements gegen rechtspopulistische sowie völkisch-nationale Strömungen artikuliert. Aktive der NRW-Kulturlandschaft und ihre Interessensverbände setzen mit dieser Erklärung ein gesellschaftspolitisches Signal. Die Erklärung der Vielen ist eine bundesweite Kampagne, die am 9. November 2018 startet und sich bundesweit in Aktionen, Veranstaltungen und Diskussionen artikulieren wird. „Der rechte Populismus, der die Kultureinrichtungen als Akteur*innen dieser gesellschaftlichen Vision angreift, steht der Kunst der Vielen feindselig gegenüber“ heißt es in der Erklärung,