18.08.2018
Film „Iuventa – Seenotrettung, ein Akt der Menschlichkeit“ vor 150 Zuschauer*innen

Film „Iuventa – Seenotrettung, ein Akt der Menschlichkeit“ bewegte 150 Zuschauer*innen

Der junge Schwarze steht an der Reling des Kutters „Iuventa“. Er war zum ersten Mal auf dem Meer. „Kannst Du schwimmen“, wird er gefragt. „Nein.“ Wie war es auf dem Schlauchboot? „Es war schrecklich“, alles Chaos, sagt der 14-Jährige Geflüchtete, noch immer geschockt. 17.000 Menschen sind im Mittelmeer seit 2014 ertrunken – Kinder, Säuglinge, schwangere Frauen ebenso wie Jugendliche, Mütter und Familienväter. Aber allein 14.000 Menschen haben junge Freiwillige aus Seenot und vor dem Ertrinken von 2016 bis 2017 gerettet, Kinder, Mütter mit Babys, Geflüchtete. Der Film „Iuventa – Seenotrettung, ein Akt der Menschlichkeit“ zeigt die Rettung auf dem Mittelmeer mit dem umgebauten Fischkutter „Iuventa“. Und wie der Kutter der NGO an die Kette gelegt wird. Es lässt die 150 Zuschauer*innen im Kino „Metropol“ teils traurig, teils wütend, immer aber erschüttert und bewegt am Abend aus dem Kino gehen.
08.08.2018
#Seebrücke, sichere Häfen, Kommentar zu einem gesellschaftlichen Aufbruch aus der Mitte

#Seebrücke, sichere Häfen: Bewegung für Humanität und eine andere Politik aus der Mitte der Gesellschaft

Wenn bei 34 Grad im Schatten gut 200 Menschen zu einer Demonstration für die Seenotrettung im Düsseldorfer Medienhafen zusammenkommen, ist das viel. In ganz Deutschland sind in den vergangenen Tagen in etlichen Städten insgesamt mehr als 70.000 Menschen auf die Straße gegangen, haben sich artikuliert unter dem Stichwort (Hashtag) #Seebrücke. Junge und Ältere haben, sogar im Urlaub, gelernt, wieder Papierschiffchen zu falten, mit „#Seebrücke“ beschriftet und Fotos davon in einem großen Internet-Flashmob veröffentlicht. Es ist eine konkrete, klare Forderung, die vielen das Gefühl gibt, endlich bei diesem Thema etwas konkretes tun zu können, etwas bewegen zu können. Die Forderung zu artikulieren, verzweifelte Frauen, Kinder, Jugendliche und Männer vor dem furchtbaren Ertrinken im Mittelmeer zu retten. Die Seenotrettung, auch die der privaten Initiativen, wieder zu ermöglichen. Eine breite Bewegung der wirklichen gesellschaftlichen Mitte, die einen Aufbruch zeigt. Und die sich, wie in München gegen die Hetze, auch gegen das abdriften nach ganz Rechts wendet.
02.08.2018
#Seebrücke – Demo als Zeichen für Humanität am 3. August

#Seebrücke gegen die schleichende Wiederkehr des Faschismus – Demo morgen im Düsseldorf Medienhafen

Im Seenotfall hätte jeder Skipper der Yachten auf dem Foto oben die gesetzliche Pflicht, Menschen aus Seenot zu retten. Das ist internationales Seerecht. Doch das ist nicht der Knackpunkt: Schon die Frage, ob Frauen, Kinder, Babys, Männer vor dem Ertrinken im Mittelmeer gerettet werden sollten, verneint die Grundsätze der Humanität, auf die sich Europa und die Welt seit Jahrhunderten berufen. Wenn Menschen in Dresden zu Fragen der Seenotrettung im Mittelmeer brüllen „absaufen“, wenn rechtsaußen Redner und Schreiber überhaupt diese Frage öffentlich stellen können, ob Geflüchtete im Mittelmeer gerettet werden sollen – dann ist das nicht nur ein Rückfall in Barberei. Es ist das Zeichen für ein Erstarken eines Neofaschismus, der skandiert, dass es Menschenleben gibt, die weniger wert sind als die des obskuren „Wir“. Die inhumane Ideologie, dass es Menschenleben gibt, die weniger wert sind, hat es in Deutschland bis 1945 gegeben. Und das brodelt wieder hoch, längst nicht nur bei AfD und Konsorten. Am Freitag, 3. August, zeigt die gesellschaftliche Mitte unter dem Stichwort „#Seebrücke“ im Düsseldorfer Medienhafen ihre Forderung, die private Seenotrettung und die europäische Seenotrettung wieder aufzunehmen.
11.07.2018
Wie rechte autoritäre Themen den politischen Diskurs bestimmen - Demo gegen Polizeigesetz

18.000 demonstrierten gegen Polizeigesetz und für Erhalt der Bürgerrechte – Nachbetrachtung, wie rechte autoritäre Themen den politischen Diskurs bestimmen

In Skandinavien schreiben Ministerinnen sogar Krimis (Anne Holt), wir stellen uns jetzt mal vor, Herbert Horsti Reul (CDU Innenminister NRW) schriebe einen Krimi…. Na gut, besser nicht, aber er hat ein Art Krimi geschrieben, und das Manuskript hat ihm die Bevölkerung jetzt ablehnend zurück geschickt: 18.000 bis 20.000 Menschen aus NRW demonstrierten am Samstag in Düsseldorf friedlich gegen das geplante NRW Polizeigesetz. Der Demo-Zug reichte von der Friedrich-Ebertstraße (DGB Haus), Steinstraße, über die Kö (Ladenseite) und Kö-West (Bankenseite) bis fast zum Graf-Adolf-Platz. Da ist die offizielle Polizeiangabe von 9400 wohl eine Fehleinschätzung. Die Inhalte des geplanten Gesetzes, das ein Plagiat des Bayrischen ist, fassten einige Schilder zusammen: „Password vergessen? 110 anrufen“ , andere bezogen sich darauf, dass die Polizei auf bloße Vermutung hin und unter der bloßen Annahme einer drohenden Gefahr Menschen bis zu einem Monat festsetzen kann. Damit wird die Unschuldsvermutung, einer der Grundpfeiler unseres Rechtsstaats, einfach aufgehoben. Und das kann jeden treffen – auch Sie. Ja Sie, die sie das hier lesen.
24.04.2018
Vom 13. bis zum 20. April fand die 3. Startup-Woche Düsseldorf statt

Düsseldorf im Startup-Fieber - Ein Bericht vom NKF Summit

Zur 3. Startup-Woche Düsseldorf mit rund 170 Veranstaltungen in 7 Tagen im gesamten Stadtgebiet gab es letzte Woche eine Menge Events, die die fabulöse Welt der bunten Startup-Welt gefeiert und präsentiert haben. Oder wie die Veranstalter es formulierten: “Auf der Startup-Woche Düsseldorf treffen Visionäre, Kämpfer und Durchstarter auf Menschen, Unternehmen und Produkte, die das Startup-Leben bereichern.” - Es ging vor allem um zukunftsweisende, digital angetriebene Geschäftskonzepte, die die Welt ein kleines bisschen besser und effizienter machen sollen: “Zeit sparen, entstressen und verbinden” - so das oft genannte Prinzip dahinter. Aber auch Austausch, Vernetzung und Transfer sollten mit im Vordergrund stehen.
22.12.2017
Arbeitsplätze Flughafen der Klüh-Mitarbeiter-innen gesichert

AKTUELL: Arbeitsplätze Flughafen der Klüh-Mitarbeiter-innen gesichert

Die Arbeitsplätze für 70 ehemalige Mitarbieter_innen der Reinigungsfirma Klüh am Flughafen sind gesichert. Das teilte soeben die Gewerkschaft IG Bau und der DGB Düsseldorf mit.
14.06.2017
Grand Départ : 3. Rheinbahnbus und Sponsorengelder

Grand Départ: 3. Tour-Bus der Rheinbahn - Einnahmen steigen auf über 7,9 Millionen

Jetzt wurde der nun 3. Rheinbahn-Bus zum Start der Tour de France von Oberbürgermeister Thomas Geisel und Rheinbahn-Vorstandssprecher Michael Clausecker sowie den neuen Unterstützern präsentiert. Auch dieses Mal haben sich Premium-Sponsoren mit einem Werk von Andreas Gursky und Team Düsseldorf 2017-Partner einen Platz auf einem Bus gesichert. Zusätzlich überreichte Oberbürgermeister Thomas Geisel jedem Unterstützer sein individualisiertes und gerahmtes Radtrikot.
14.07.2018
Schauspielhaus : Bilanz der Spielzeit 2017/ 18

Schauspielhaus: höchste Zuschauerzahl der letzten zwanzig Jahre – D Haus in der Spitzengruppe

»Wir gehören zu den offensten und meistbesuchten Häusern im deutschsprachigen Raum, das ist unter diesen widrigen Umständen doch bemerkenswert«, bilanziert Wilfried Schulz, der damit auf die bauliche Situation anspielt. »Es war eine außergewöhnlich glückliche Spielzeit. Wir können einen Zuwachs von 31.000 Zuschauern im Vergleich zur vorigen Spielzeit verzeichnen, das ist eine Steigerung von 15 %. Wir sind sehr stolz auf die höchsten Zuschauerzahlen seit zwanzig Jahren, wir liegen damit in der Spitzengruppe der deutschsprachigen Theater. Dabei verteilt sich der Zuwachs auf alle Bereiche, auf das Schauspiel ebenso wie auf das Junge Schauspiel und die Bürgerbühne. Wir sind froh darüber, dass die Düsseldorferinnen und Düsseldorfer das Theater wieder als das ihre empfinden und es ein lebendiges Zentrum in dieser Stadtgesellschaft darstellt.«
04.05.2018
Junges Schauspiel sucht Schüler

Junges Schauspiel sucht Schüler für binationalen Jugendkongress

In was für einer Welt wollen wir leben? Was braucht der Mensch, um glücklich zu sein? Sind es individuelle Freiheiten und großer Wohlstand? Oder gesellschaftlicher Zusammenhalt und soziale Sicherheiten? Wie soll die Gesellschaft von morgen aussehen und wie kann sie nachhaltig gestaltet werden? Unter dem Motto »Austausch, Begegnung und Perspektivwechsel« lädt das Junge Schauspiel Schüler*innen zwischen 15 und 20 Jahren aus Düsseldorf, Mumbai und Kolkata zum ersten binationalen Jugendkongress »Future (t)here« ein. Gemeinsam mit indischen und deutschen Expert*innen aus dem Theater und der Wissenschaft soll erforscht werden, wie ein gutes und gerechtes Zusammenleben möglich ist.
30.04.2018
„Die Mitwisser“: Uraufführung im Schauspielhaus

„Die Mitwisser“ oder wie naiv wir alles von uns verraten – Uraufführung im D‘ Haus

Theo Glass zeigt Herrn Kwandt seine Büro-Projekte. Herr Kwandt kennt die schon alle. Denn Herr Kwandt sammelt ja Daten. Herr Kwandt macht alles für uns, umsonst, sagt Theo zu seiner Frau Anna. Die:“ Niemand macht was umsonst.“ Eben. Herr Kwandt sammelt Daten – wie Amazons „Alexa“ oder die Siri oder Microsofts Cortana. Oder unser Smartphone. Oder das Facebook. Herr Kwandt weiß zum Beispiel aus den Einkaufs-Daten, dass Anna schwanger wird, bevor die es weiß. „Die Mitwisser“ von Philipp Löhle, „eine Idiotie“ betitelt, zeigt uns, wie wir uns mit den Datensammlern einlassen, wie die „Herrn Kwandts“ beginnen, unser Leben zu dominieren.