02.11.2016
Schauspielhaus Premieren im November

D‘Haus im November: Bert Brecht, Kleist und Der Zauberer von Oz

Herr Puntila und sein Knecht Matti Szenebild / Foto Sebastian Hoppe / D‘Haus

Nach 14 Premieren zum gefeierten Start des D‘Haus kommen nun weitere Premieren im November des D‘Haus auf die großen und kleinen Bühnen, und gemäß des Konzepts von Intendant Wilfried Schulz nicht nur in der zentralen Spielstätte Central, sondern nun auch im Capitol. Und das Theater regt weiter zum Nachdenken an: Mit „Herr Puntila und sein Knecht Matti“ (Bertold Brecht) etwa. Zudem gibt es weitere Premieren am Jungen Schauspielhaus, auch für die jüngeren Theaterbesucher.

Obisike – Das Herz einer Löwin - Ein deutsch-nigerianisches Märchen über Wahrheit und Pflicht : Am Donnerstag, dem 10. November kommt Obisike – Das Herz einer Löwin von Gregory Caers und Ensemble in der Münsterstraße 446 zur Uraufführung. Obisike ist ein nigerianisches Wort für jemanden, der ungewöhnlichen Mut beweist, instinktiv nach Gerechtigkeit sucht und für Gleichheit kämpft. Um jeden Preis. Wird über eine Person gesagt, sie sei »obisike«, ist das ein Ausdruck hohen Respekts. Schauspieler aus Nigeria und aus dem Ensemble des Jungen Schauspiels sowie Kinder aus Düsseldorf entwickeln ein körperliches und poetisches Spiel in deutscher und englischer Sprache über Mädchen zwischen Rebellion und Anpassung.

Junges Schauspiel — für alle ab 10 Jahren. Premiere ist am Donnerstag, 10. November, um 18 Uhr in der Münsterstraße 446.

Herr Puntila und sein Knecht Matti - Ein Volksstück über Macht und Rausch - Die Premiere Herr Puntila und sein Knecht Matti zeigen wir am Freitag, dem 11. November auf der Kleinen Bühne im Central. Den besoffenen Puntila nicht zu mögen fällt schwer, nüchtern ist Puntila hingegen unerträglich. Unberechenbar herrscht er über seine Tochter Eva und alle seine Angestellten, die er ausbeutet und demütigt. Sein Chauffeur Matti ist der Einzige, der keine Angst vor den zwei Gesichtern seines Dienstherrn hat. Doch als der weinselige Puntila beschließt, dass ausgerechnet Matti der ideale Gatte für Eva sei, ist es auch mit Mattis Neutralität vorbei.

Bertolt Brecht schrieb sein Volksstück 1940 in Finnland, der vierten Station auf seiner Flucht vor den Nationalsozialisten, um die Verlogenheit und Gefährlichkeit von Herrschaftsverhältnissen demonstrieren: Kann man reich und ein guter Mensch sein? — Jan Gehler inszeniert am Volkstheater München, am Maxim Gorki Theater Berlin, am Schauspiel Stuttgart und am Thalia Theater Hamburg. Von 2013 bis 2016 war er Hausregisseur am Staatsschauspiel Dresden.

Premiere ist am Freitag, 11. November, um 20 Uhr im Central, kleine Bühne.

Das Käthchen von Heilbronn - Der Traum so stark wie die Wirklichkeit, die Liebe so heftig wie der Krieg —Am Samstag, dem 19. November feiert Das Käthchen von Heilbronn Premiere auf der Großen Bühne im Central. Mit bedingungsloser Hingabe folgt das Käthchen von Heilbronn ihrem Ritter, Graf Friedrich Wetter vom Strahl, durch die Welt. Sie stürzt sich ins Schlachtgetümmel, trotzt Feuersbrünsten und heimtückischen Giftanschlägen, denn dass vom Strahl ihr vorherbestimmter Gatte ist, hat Käthchen im Traum gesehen. Dumm nur, dass der Ritter so gar nichts von dem Mädchen wissen will. — Heinrich von Kleists 1810 uraufgeführtes »großes historisches Ritterschauspiel« erzählt von einem ungeheuerlichen Vorgang, nämlich davon, dass zwei Menschen einander im Traum erkennen.

Simon Solberg war von 2006 bis 2008 Hausregisseur am Nationaltheater Mannheim und in der Spielzeit 2012/13 Hausregisseur und Co-Schauspielleiter am Theater Basel. Zuletzt inszenierte er u. a. am Staatsschauspiel Dresden, am Münchner Volkstheater, am Staatstheater Stuttgart und am Schauspiel Köln.

Premiere ist am Samstag, 19. November,um 19:30 Uhr im Central, Große Bühne.

Der Zauberer von Oz - Das Weihnachtsstück für die ganze Familie — Das Düsseldorfer Schauspielhaus zeigt in dieser Spielzeit für alle ab 6 das vielleicht populärste Märchen aus dem westlichsten aller Abendländer, den Vereinigten Staaten von Amerika: Der Zauberer von Oz von L. Frank Baum feiert am Sonntag, dem 6. November im Capitol Theater seine Premiere. Die elternlose Dorothy wird durch einen Sturm mitsamt ihrem Zimmer in eine fantastische Welt katapultiert. Dort wird sie gefeiert, denn sie hat bei der Landung unfreiwillig die böse Hexe des Ostens erschlagen und so ein ganzes Volk befreit. Auf ihrer Abenteuerreise durch das Land Oz begegnet Dorothy sonderbaren neuen Freunden: der Vogelscheuche, die so gerne klug wäre, dem Blechmann, der sich unendlich nach einem Herzen sehnt, und dem ängstlichen Löwen, der lieber schrecklich und wild wäre. — Robert Neumann führt zum ersten Mal in Düsseldorf Regie, seine Inszenierungen erhielten Einladungen zu internationalen Festivals in aller Welt, u. a. als einziger deutscher Beitrag zum Weltkongress der ASSITEJ, der internationalen Vereinigung der Kinder- und Jugendtheater. Mit dem Ensemble des Jungen Schauspiels.

Premiere ist am Samstag, 6. November, um 16 Uhr im Capitol-Theater

„Adams Welt“ - Über Freundschaft, Trost und die Kraft der Fantasie — Eine kleine, große philosophische Geschichte für die Allerkleinsten ab 2 Jahren entsteht zur Düsseldorfer Premiere von Adams Welt am Samstag, dem 26. November in der Münsterstraße 446. Gemeinsam gehen Gregory Caers und das Ensemble des Jungen Schauspiels mit viel Gesang, Musik und Bewegung auf eine Entdeckungsreise durch Landschaften und Unterwasserwelten voller Überraschungen.

Premiere ist am Samstag, dem 26. November im Jungen Schauspiel in der Münsterstraße 446.

Karten und weitere Informationen über Aufführungen unter www.dhaus.de