05.11.2014
Symposium zum Dialog der Weltreligionen

Abraham und die Konflikte der Religionen

Ein Düsseldorfer Symposium wirft am Sonntag, 16. November, ein Schlaglicht auf das Opernprojekt über Abraham und eröffnet einen Dialog der Weltreligionen vor dem Hintergrund der Konflikte im Nahen Osten in der Johanneskirche, Martin-Luther-Platz 39. Als Religionsstifter von Judentum, Christentum und Islam ist Abraham, Ibrahim, die verbindende Schlüsselfigur zwischen Religionen und Völkern. Daniel Schnyders moderne biblische Oper, die gerade in der evangelischen Johanneskirche Premiere feierte, verweist auf die gemeinsamen Wurzeln der großen Buchreligionen, greift aber auch die Spaltung der semitischen Stämme auf. Die von endlosen Konflikten geprägte Lage im Nahen und Mittleren Osten wird auf diese Weise neu thematisiert.

„Mit der Aufführung dieser Oper wollen wir ein Zeichen setzen für Toleranz und Auseinandersetzung, für Freiheit des Glaubens und gegenseitigen Respekt“, sagt Schnyder. Die Figur des Stammvaters immer im Blick, werden an historischen und aktuellen Entwicklungen Übereinstimmungen wie Differenzen gleichermaßen aufgezeigt: Welche Möglichkeiten und Perspektiven lassen sich aus Abrahams Geschichte für den Umgang miteinander ableiten? Herausragende Persönlichkeiten aus Religion, Kultur und Wissenschaft bringen ihre Standpunkte zum Ausdruck.

Im Gespräch miteinander sind Professor Jonathan Magonet, Theologe und Rabbiner aus London, Professor Milad Karimi, Religionsphilosoph und Islamwissenschaftler  aus Münster, Irene Pabst, Theologin und Referentin für interkulturelle Frauenarbeit, Frauenwerk der Nordkirche Hamburg sowie Daniel Schnyder, Musiker und Komponist aus New York.

 Die Moderation hat Dr. Uwe Vetter, Pfarrer der Johanneskirche und Leiter der Abteilung Verkündigung im Evangelischen Kirchenkreis Düsseldorf.

Musikalisch umrahmt wird das Symposium von Daniel Schnyder (Saxofon), Bassam Saba (Nay/Oud) und Tareq Rantisi (Percussion).

Beginn ist um 12 Uhr.

Der Teilnahmebeitrag liegt bei acht Euro, ermäßigt vier Euro.

Veranstalter ist das düsseldorf festival! Informationen erhalten Interessierte unter www.duesseldorf-festival.de.