25.10.2016
Ampel erhöht Förderung um rund 300.000 Euro

Mehr Förderung für barrierefreien Ausbau von Wohnungen

Städtische Wohnungen in Flingern / Foto Jo Achim Geschke für NDOZ.de

Auf eine Erhöhung der Fördermittel für barrierefreies Wohnen von 912.000 auf 1.2 Millionen Euro hat sich die Ampel-Kooperation im Rathaus geeinigt. Dies soll haushaltsneutral durch eine Anpassung des Haushaltstitels für den Ankauf von Belegungsbindungen finanziert werden. Weil mehr bezahlbare Wohnungen gebaut würden, so die Ratsmitglieder der Ampel-Kooperation, werden für die Belegungsbindung weniger Fördermittel der Stadt abgerufen – dieses Geld soll also in die Förderung des barrierefreien Ausbaus fließen.

Dazu erläutert der wohnungs- und sozialpolitische Sprecher der FDP-Ratsfraktion, Ratsherr Rainer Matheisen: "Die Menschen werden älter, möchten aber gerne in ihren vertrauten vier Wänden bleiben. Die Erhöhung der Förderung um ein Drittel ist das richtige Signal, um Eigeninitiative beim Umbau zu unterstützen. Die Mittel können nämlich sowohl für selbstgenutztes Eigentum als auch für Mietwohnungen abgerufen werden", so der FDP-Politiker. Und im Sinne der FDP-Maximen fügt er hinzu : „Anreize statt bürokratischer Verordnungen: Wir sind auf dem richtigen Weg."

Wohnungspolitiker Burkhard Albes (SPD) dazu: "Weil in Düsseldorf nun viele neue Sozialwohnungen entstehen, wird das Ankaufsprogramm im Bestand immer weniger nachgefragt. Deshalb ist es richtig, die Weichen für die Zukunft neu zu setzen und im Bestand die Modernisierung für mehr Barrierefreiheit zu unterstützen. Und das Handwerk freut sich auch noch über neue Aufträge: Eine Win-win-Situation!"

Auch Harald Schwenk, Wohnungsexperte der Grünen, freut sich: "Trotz der angespannten Haushaltslage ist es uns gelungen, unser wohnungspolitisch nachhaltiges Förderprogramm für Barrierefreiheit im Bestand mit mehr Mitteln auszustatten. Wir können und wollen nicht hinnehmen, dass Menschen mit körperlichen Einschränkungen in unserer Stadt keinen Wohnraum finden. Niemand soll in Düsseldorf in schlechten und ungeeigneten Wohnverhältnissen leben müssen", so der Grüne Wohungspolitiker.