10.02.2015
Kein Dügida zu Rosenmontag

Dittmers Dügida zieht Anmeldung zurück

Rechte Gruppe Graf-Adolf-Straße, Foto Archiv NDOZ

Melanie Dittmer hat die Anmeldung einer Demonstration der fremdenfeindlichen Dügida für Rosenmontag zurück gezogen. Begründung unter anderem : Linksextreme könnten gewalttätig werden. Dittmer hatte laut Polizei zunächst demonstrieren wollen. Nach der Ankündigung der Polizei, die Demo untersagen zu wollen, zog sie die Anmeldung zurück. Die bereits bestehenden Anmeldungen für die restlichen Montage bleiben laut der Anmelderin Dittmer bestehen.

Die fremdenfeindliche Anmelderin bleibt aber bei ihrer bisher schon veröffentlichten Ankündigung, dass die Mitmarschierer der Gruppe sich als „Salafisten“ oder „Mohammed“ verkleiden und „privat“ beim Karneval mitmachen könnten.

Dazu die Presse-Erklärung der Polizei von heute 15:35 Uhr : „Die zunächst für Rosenmontag angemeldete Demonstration der DÜGIDA wurde heute Nachmittag durch die verantwortliche Anmelderin zurückgezogen.

Die Anmelderin ließ sich heute per Email für das vorgeplante Kooperationsgespräch mit der Polizei entschuldigen. Gleichzeitig bekräftigte sie in ihrem Schreiben ihr Vorhaben, wie bereits angemeldet an Rosenmontag demonstrieren zu wollen. Nachdem das Polizeipräsidium ihr am frühen Nachmittag schriftlich seine Absicht mitgeteilt hatte, die Demonstration unter den gegebenen Umständen zu verbieten, wurde die Anmeldung von der Verantwortlichen per Email zurückgezogen“

Wie berichtet, hatten Rheinbahn, Einzelhandel und Wirte größte Bedenken gegen eine Demo am Rosenmontag angemeldet, auch OB Thomas Geisel hatte gehofft, dass die Demo am Rosenmontag nicht erlaubt wird. Wenn beim Höhepunkt des Karnevals Tausende Karnevalisten und auch Touristen zurück zum Bahnhof  streben und dort auf die fremdenfeindliche Gruppe – mit nachweißlich gewaltbereiten Rechtsextremen –  stoßen würde, sei die Sicherheit  beispielsweise der Fahrgäste der Rheinbahn und der Züge nicht mehr gewährleistet und die Fahrten müssten eingestellt werden.