05.02.2016
Kongress der Rechstpopulisten im CCD

CCD spendet Einnahmen aus Kongress der Rechstpopulisten für Flüchtlinge

ei Logo der protestierenden Gruppen

Der Kongress der europäischen Rechtspopulisten EKR mit Teilnehmern der AfD am 13. Februar wird im Congress Center stattfinden. Auf einer außerordentliche Sitzung des Aufsichtsrats hieß es, die „Chancen, die Veranstaltung abzusagen nicht erfolgversprechend. Im Gegenteil ergeben sich Risiken wie erhebliche Schadensersatzforderungen und ein mögliches Einklagen des Veranstalters.“ Eine breite Mehrheit von Organisationen hat bereits zu einem Protest vor dem Congress Centrum CCD aufgerufen (NDOZ.de berichtete).

Weiter heißt es in der Erklärung des CCD-Aufsichtsgremiums: „Der Aufsichtsrat distanziert sich nachdrücklich von den rechtspopulistischen Inhalten der angekündigten Teilnehmer.

In Abstimmung mit dem Aufsichtsrat geht die Geschäftsführung einen anderen Weg: Düsseldorf Congress Sport & Event appelliert für Humanität, Respekt und Vielfalt. Das Unternehmen spendet die Veranstaltungseinnahmen an Flüchtlingseinrichtungen der Landeshauptstadt Düsseldorf, in denen sich zahlreiche Mitarbeitende ehrenamtlich engagieren.“ Die Rede ist von möglicherwiese 20.000 bis 40.000 Euro .

Das CCD Management hatte die Buchung für den Kongress von der Fraktion der Europäischen Konservativen und Reformisten im Europäischen Parlament angenommen. Das wird inzwischen bedauert. Man  will künftig genauer prüfen, welche Inhalte auf Veranstaltungen im CCD verbreitet werden sollen.

Angemeldet für das Podium für den 13. Februar der Veranstaltung  „Europäische Visionen“sind unter anderem die Bundesvorsitzende der AfD, Frauke Petry, der NRW-Landesvorsitzende  Marcus Pretzell, Vertreter der rechtspopulistischen österreichischen FPÖ und der slowakischen SaS.  Mitglied der "Europäischen Konservativen und Reformer" (EKR), die den „Kongress“ anmeldeten, ist zum Beispiel die polnische  Partei „PiS“, die durch Einschränkungen der Pressefreiheit und eine Art Gleichschaltung der Justiz jetzt sogar den Unwillen der EU-Kommission auf sich zog, die will Polen auf Rechtsstaatlichkeit überprüfen.  Mit dazu gehört auch die AfD und die separatistische Nieuw-Vlaamse Alliantie aus Belgien.

Gegen die Rechstpopulisten und die AfD  wollen Gewerkschaften wie der DGB und Verdi, die Gruppe „Düsseldorf ist bunt“, DSSQ Düsseldorf stellt sich quer, und der Düsseldorfer Appell protestieren. Unter dem Motto: „In Düsseldorf ist kein Platz für Rassismus!“, rufen der ,,Düsseldorfer Appell‘‘, ,,Düsseldorf stellt sich quer“, „Düsseldorf ist bunt“ und „Flüchtlinge willkommen in Düsseldorf“ gemeinsam zu Protesten auf.

Demonstration am Samstag, 13.2.2016, ab 14:00 Uhr - rund um das Messe Congress Center, Stockumer Kirchstr. 61.

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