15.03.2018
Mipim – Düsseldorf mit Wohnen und Kultur

Düsseldorf in Cannes mit Kunst, Kultur und Wohnungsbau auf der Mipim

OB Thomas Geisel stellt in Cannes die Rheinpromenade vor / Foto Gstettenbauer, Stadt

Auf der weltgrößten Immobilienmesse, der Mipim in Cannes, ist es üblich, glänzende Projekte des Städtebaus vorzustellen. Aber der Unterschied zwischen Parteien und Personen wird schon deutlich, wenn OB Thomas Geisel (SPD) Projekte wie den Wohnungsbau hervorhebt oder von Düsseldorf als der Stadt der Kultur und Kunst spricht (übrigens in Englisch, Mipim ist ja eine internationale Messe). Der Unterschied zu den Präsentationen vor Jahren wird jedem deutlich, der früher dabei war. OB Geisel, begleitet u.a. von der Planungsdezernentin Cornelia Zuschke, hob zudem die 4,8 Millionen Übernachtungen im vorigen Jahr hervor und damit neben den Hotel-Neubauten auch die Beliebtheit der Stadt.

Wohnungsbau

"Düsseldorf – a dynamic destination, not just for investors", frei übersetzt "Düsseldorf ist ein dynamisches Ziel, nicht nur für Investoren" hieß die englischsprachige Präsentation auf der Mipim. Nur wenige Meter von den hochglanzpolierten Yachten am Kai neben dem Pavillon den Wohnungsbau vorzustellen, ist ein gutes Symbol: Eine wachsende Stadt , das heißt auch mehr Firmen, mehr Büros, und das ist das Ziel der Mipim: Investoren anzulocken. Der Immobilienmarkt Düsseldorf erzielte im vergangenen Jahr - zum wiederholten Male – Rekorde, so die Stadt: „Gewerbliche Immobilien im Wert von 3,1 Milliarden Euro wechselten den Besitzer. 65 Prozent der Investoren stammen aus dem Ausland, ein Beweis dafür, dass Düsseldorf in der ersten Liga spielt, wenn internationale Investoren renditestarke Anlageobjekte suchen.“

Aber die Mitarbeiter brauchen ebenso bezahlbare Wohnungen wie die Düsseldorfer, die nach solchen schon länger suchen.

Neben den Großprojekten hebt die Stadtverwaltung einige Wohnbauprojekte hervor: „An der Moltkestraße, auf dem ehemaligen Telekomgelände, sollen 230 neue Wohnungen entstehen, bei denen das Handlungskonzept Wohnen vollumfänglich zum Tragen kommt.

An der Benrode-/ Marbacherstraße werden durch die IDR/ Bahners&Schmitz Wohnungen (u.a. betreutes Wohnen), eine Senioreneinrichtung sowie eine Kita entstehen. Das Projekt trägt den Namen Ben & Mara. Für das Wohnen sind etwa 46.6000 Quadratmeter Bruttogrundfläche eingeplant, bei 4- bis 6-geschossiger Bauweise.

Das ehemaligen Gelände der WECO Optik in Eller an der Jägerstraße/ Festenbergstraße, früher bekannt für die Schleifmaschinenproduktion, soll durch Wohnbebauung wiederbelebt werden. Nach Plänen von RKW Architekten sollen dort 240 Wohnungen entstehen.

Das Wohnprojekt der METRO Group am Albertussee geht in eine weitere Runde, die dort soeben einen städtebaulichen Wettbewerb für ihr 40.000 Quadratmeter großes Areal beendet hat. Das aus dem Jahr 1990 stammende Gebäude, ursprünglich als Hauptverwaltung der Firma Horten konzipiert, könnte einer Wohnbebauung direkt am Wasser weichen.

Neben einem Hotelneubau entstehen auf dem Areal "Grand Central" - ehemalige Paketpost an der Erkrather Straße realisiert Investor Catella rund 1000 Wohnungen neben dem Prizeotel mit 220 Zimmern.

Auch für die sehr schöne und endlich mal originelle Idee für den Medienhafen der Ingenhoven Architekten an der Spitze der Kesselstraße ist bei dem Projekt „Pier One“ eine Erweiterung "auf Stelzen", mit einer Brücke verbunden, ist eine Hotelnutzung möglich.

Pier One - Visualisierung: Pier One ,(c)(c) ingenhoven architects

Grüne Kunst und Museumsmeile

Als „Paukenschlag“ am Ende seines Vortrages präsentierte OB Geisel seine städteplanerische Vision für die Kunst- und Museumsmeile am Hofgarten und entlang der Rheinuferpromenade. "Vielfältig, zentral, nah beieinander und durch einen einzigartigen urbanen Grüngürtel verbunden, so präsentieren sich unsere Kulturinstitute schon heute. Ich stelle mir mehr vor: Die Rheinuferpromenade wird nach Norden verlängert, doch es geht um mehr, nämlich wie die einzelnen Elemente dieses Bereichs - bestehend aus der verlängerten Rheinuferpromenade, Rheinterrasse, Victoriaplatz, Ehrenhof, Museum Kunstpalast, Kunstakademie – und der Grabbeplatz mit der Kunsthalle und der Kunstsammlung städtebaulich besser miteinander verbunden und so insgesamt aufgewertet werden können. Dazu bedarf es eines größeren Aufschlages in Form eines Wettbewerbes. In diese Überlegungen reiht sich auch die Oper ein, die im Zuge ihrer Sanierung zum Hofgarten hin geöffnet werden soll", so OB Geisel.

Die MIPIM:

In Cannes trifft sich vom 13. bis 16. März die internationale Immobilienbranche anlässlich der Weltleitmesse MIPIM (Marché International des Professionnels de l’immobilier). Düsseldorf ist in diesem Jahr bereits zum 20. Mal (Standnummer: R7.G12 in der Riviera Hall) vertreten. Der große Gemeinschaftsstand als public-private-partnership hat eine attraktive Terrasse zum Yachthafen von Cannes. Auf 136 Quadratmetern präsentiert sich die Landeshauptstadt gemeinsam mit 16 Standpartnern dem internationalen Publikum als attraktiver Immobilienmarkt und lohnenswerter Investitionsstandort.

Dazu : Stadtplanung mit Beteiligung aller Bürger_innen:

Zur Stadtplanung der Zukunft, an der sich erstmals alle Bürger_innen mit Ideen, Wünschen und Hinweisen auf Knackunkte im Viertel beteiligen können, verweisen wir nochmals auf das Projekt „Raumwerk D“:

http://www.neue-duesseldorfer-online-zeitung.de/politik/buerger-planen-mit-raumwerk-d-startet/

(Text Jo Achim Geschke mit Material der Stadt)

Eindruck von Cannes, Mipim 2012, vor dem Palais / Foto (C) Jo Geschke