25.01.2016
Sondersitzung Riesenrad

Riesenrad bleibt – absurde Sondersitzung

Das Riesenrad heute am Corneliusplatz / Foto NDOZ.de

Das Riesenrad bleibt am Corneliusplatz. Was anderes war auch kaum zu erwarten. Nachdem das Verwaltungsgericht Düsseldorf gesprochen hatte, musste auf Antrag von Tierschutzpartei/ Freie Wähler der Rat am Montag um 16:30 Uhr zusammenkommen. Einziger Tagesordnungspunkt: Das Riesenrad am Corneliusplatz. Ergebnis der teuren (kurzen) Sitzung: Es bleibt dabei. Die Grünen spenden nun ihre Sitzungsgelder an Vereine des Tierschutzes – damit wenigstens etwas für den Tierschutz gemacht wird.

Wie mehrfach berichtet, forderten die angeblichen Tierschützer, das Riesenrad dürfe nicht zwischen Kö und Hofgarten (zur Feier der Eröffnung der Wehrhahnlinie) aufgestellt werden. Scheinargument der Parteien, die sonst kaum mit inhaltlicher Kommunalpolitik auffallen: Die Vögel sind gefährdet und durch das Licht gestört.

Die grünen Halsbandsittiche, meist auch Papageien genannt, die auf der Kö allabendlich ihr Zwitscherspektakel starten, sind das beste Beispiel für die Unsinnigkeit der Behauptungen: Sie fliegen in der Dämmerung blitzschnell hin und her und sind auch nicht durch das Licht der Kö beeinträchtigt.

Die Verwaltung hatte argumentiert, das Thema könne in den Ausschüssen debattiert werden. Aber nach der Gemeindeordnung muss auf Antrag einer Fraktion eine Sondersitzng des Rates einberufen werden. Worauf auch das Verwaltungsgericht bestand.

Zur Sondersitzung des Rates erklären Angela Hebeler und Norbert Czerwinski, Sprecher*innen der GRÜNEN Ratsfraktion: „Die Sondersitzung des Stadtrates hat dem Thema Tierschutz nicht gedient. Die Fraktion Tierschutzpartei / Freie Wähler ist dafür verantwortlich, dass das Thema in der öffentlichen Diskussion zunehmend ins Lächerliche gezogen wird. Damit die Aktion wenigstens etwas Positives für den Tierschutz hat, werden wir unsere Sitzungsgelder der Sondersitzung an Vereine spenden, die sich für das Tierwohl engagieren.“

Mehr lässt sich über diesen politische Absurdität und Unsinnigkeit der Freien Wähler/ Tierschutzpartei auch nicht sagen.

(Text Jo Achim Geschke)