17.12.2019
Wettbewerb zum Blaugrünen Ring, Preisträger benannt

Blaugrüner Ring Wettbewerb entschieden: OB Thomas Geisel zeichnet Preisträger aus, Ausstellung im Kunstpalast

Blaugrüner Ring, Perspektive des Siegerentwurfes / Grafik (c)Raumwerk GmbH , Stadt

Im Wettbewerb zum Blaugrünen Ring in Düsseldorf hat die Jury aus 16 Arbeiten das Siegerteam gekürt. Zum Sieger wurde der Entwurf des Teams Raumwerk GmbH, Frankfurt a. M., mit Seehof Gesellschaft für Kunst im urbanen Raum, Frankfurt a. M., gekürt. Ihr Konzept "Flow" basiert auf der Grundidee, mit dem Thema Wasser die unterschiedlichen Teilräume des Blaugrünen Rings miteinander zu vernetzen und den räumlichen und gestalterischen Zusammenhang erlebbar zu machen. Das Mobilitätskonzept sieht vor, dass der Kfz-Verkehr weitestgehend aus dem Blaugrünen Ring herausgehalten wird. Oberbürgermeister Thomas Geisel zeichnete die Sieger und weitere Preisträger am Montag, 16. Dezember, im Kunstpalast aus. Gleichzeitig erfolgte die Eröffnung der Ausstellung der 16 Arbeiten aus der zweiten Phase mit dem jeweiligen Votum der Jury. Die Ausstellung kann im zweiten Obergeschoss des Kunstpalastes vom 17. Dezember 2019 bis 5. Januar 2020 besucht werden.

Die Stadt möchte mit dem Projekt den Freiraum und die Kunst- und Kultureinrichtungen der Landeshauptstadt Düsseldorf zu einer erleb- und wahrnehmbaren Stadtlandschaft verbinden. Auf Initiative des Oberbürgermeisters Thomas Geisel lobte die Stadt den internationalen Wettbewerb für Stadtplaner, Landschaftsarchitekten, Architekten und Künstler aus.
Mit dem Wettbewerb zum Blaugrünen Ring hat sich die Landeshauptstadt Düsseldorf auf die Suche nach einem richtungsweisenden Konzept mit Blick in die Zukunft für die Düsseldorfer Innenstadt begeben.  "Mit diesen Entwürfen hat die Jury - unter Berücksichtigung der Anmerkungen unserer Bürgerinnen und Bürger - ganz hervorragende Pläne ausgewählt. Durch die Umsetzung wird der Innenstadtbereich stark gewinnen und die Ziele des Blaugrünen Rings werden erfüllt: nämlich die Freiräume sowie die Kunst- und Kultureinrichtungen in der Stadtlandschaft für jeden erlebbar zu machen", lobt Oberbürgermeister Thomas Geisel die Entscheidung der Jury und die gelungenen Entwürfe der Teilnehmer.
"Mit dieser Wettbewerbsentscheidung haben wir sowohl eine übergeordnete Vision als auch die Möglichkeit, in Etappen die einzelnen Teilräume in Angriff zu nehmen. Der Entwurf verfügt gleichermaßen über das Potenzial, der übergreifenden Idee Sichtbarkeit zu verleihen", dankt Cornelia Zuschke, Beigeordnete für Planen, Bauen, Mobilität und Grundstückswesen, den beteiligten Teams und allen Verantwortlichen für das Engagement und hofft auf eine ebenso qualitätvolle Umsetzung.

60 Teilnehmer sind Ende 2018 in den Wettbewerb gestartet. 16 Teams wurden für die zweite Wettbewerbsphase ausgewählt und haben im Oktober 2019 ihre finalen Konzepte eingereicht. Die Düsseldorfer Bürgerinnen und Bürger wurden intensiv am Wettbewerbsverfahren beteiligt. So konnten sie ab dem Sommer 2018 bis jetzt in mehreren Ausstellungen, Stadtrundgängen, Interviews und einem Symposium ihre Anregungen einbringen. Zuletzt waren die Arbeiten der Phase 2 sowohl online als auch im Kunstpalast ausgestellt. Die eingegangenen Anregungen zu den Wettbewerbsarbeiten sind in die Preisgerichtssitzung eingeflossen. Zudem begleiteten drei Bürgervertreter das Verfahren als Berater des Preisgerichts.
In einer zweitägigen Sitzung am 11. und 12. Dezember hat das Preisgericht unter Vorsitz des Stadtplaners Uli Hellweg die Preisträger ermittelt. Die mit Preisen und Anerkennungen ausgezeichneten Arbeiten bilden die Grundlage für den weiteren Planungsprozess bis zur Umsetzung.
Uli Hellweg, Vorsitzender des Preisgerichts: "Die eingereichten Arbeiten der zweiten Phase haben eine breite Vielfalt an Impulsen und Konzepten für die Vision des Blaugrünen Rings und die Entwicklung der Düsseldorfer Innenstadt in den kommenden 30 Jahren aufgezeigt. Die prämierten Entwürfe bieten der Stadt Düsseldorf nun eine gute Basis für eine innovative und zukunftsorientierte Stadtentwicklung unter Einbezug der aktuellen Fragen der Mobilitätswende und des Klimaschutzes."
Im Siegerentwurf "Flow" sollen zugleich Schwerpunkträume identifiziert, deren besondere Qualitäten herausgestellt, verstärkt und durch gestalterische Maßnahmen aufgewertet werden. Das Mobilitätskonzept sieht vor, dass der Kfz-Verkehr weitestgehend aus dem Blaugrünen Ring herausgehalten wird. Insgesamt bietet der Entwurf eine äußerst robuste Grundstruktur, die den Rahmen für eine langfristige qualitätsvolle Entwicklung schafft und eine schrittweise Realisierung ermöglicht.

Präsentierten die Preisträger zum Blaugrünen Ring (v.r.): OB Thomas Geisel, Planungsdezernentin Cornelia Zuschke, Umweltdezernentin Helga Stulgies und Kulturdezernent Hans-Georg Lohe,(c)Landeshauptstadt Düsseldorf/Ingo Lammert

Weitere Auszeichnungen für die Plätze 2 und 3
Den 2. Preis erhielt das Team Manfred Kerler (mk landschaft), München. Die tragende Idee des zweiten Preisträgers ist es, mit dem Ziel einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Stadtentwicklung die Mobilitätswende voranzutreiben. Hierbei steht die Begrünung der zukünftig verkehrsfreien Oberkasseler Brücke als Symbol für ein gesellschaftliches und verkehrspolitisches Umdenken vor dem Hintergrund des Klimawandels im Vordergrund.

Mit dem 3. Preis wurde das Team Prof. Fritschi, Prof. Stahl, Düsseldorf, ausgezeichnet. Die Verfasser der Arbeit "Allee-Allez!" machen den Titel zum Programm: durch ein System von neu geschaffenen Alleen wird der Blaugrüne Ring fußläufig erlebbar. Durch die Wegnahme von Fahrspuren wird der Verkehr reduziert und neuer Raum für Fußgänger und Radfahrer geschaffen sowie eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität erreicht.

Mit Anerkennungen ausgezeichnet wurden darüber hinaus die Teams
- TOPOTEK 1 GmbH, Berlin, Zürich
- Erasmus Eller, Düsseldorf mit Jörg Michel, Berlin
- 03 Architekten GmbH, München mit realgrün Landschaftsarchitekten GmbH, München
- Holzwarth Landschaftsarchitektur, Berlin mit Yellow Z, Berlin und Argus Stadt und Verkehr, Hamburg
- A24 Landschaft GmbH, Berlin mit Sandhaus Baukunst, Berlin.

Vom 17. Dezember 2019 bis 5. Januar 2020 sind alle Entwürfe der zweiten Phase noch einmal mit dem Protokoll der Wettbewerbsjury im Kunstpalast, Ehrenhof 4-5, im 2. Obergeschoss ausgestellt. Die Ausstellung ist täglich (außer montags) von 11 bis 18 Uhr (donnerstags bis 21 Uhr) kostenfrei zugänglich. An Heiligabend und Silvester bleibt die Ausstellung geschlossen. Am 1. und 2. Weihnachtstag sowie Neujahr wird der Kunstpalast von 13 bis 18 Uhr geöffnet sein. Ab 2020 startet dann die weitere Konkretisierung.