04.01.2016
Feuerwehr: Drei Brände zum Jahresbeginn

Ein Toter und Verletzte bei drei Bränden

Leiterwagen der Feuerwehr zum Einsatz / Foto Jo Achim Geschke

Die Feuerwehr musste zu Jahresbeginn zu drei Bränden in Oberbilk Flingern und Gerresheim ausrücken. Ein 55-Jähriger starb an den Folgen eines Zimmerbrands in Oberbilk. In Flingern wurden 15 Menschen und mehrere Hunde bei einem Brand einer Dachgeschosswohnung an der Hoffeldstraße von der Feuerwehr gerettet. Zwei junge Frauen hatten Glück im Unglück: Durch entzündetes heißes Fett wurde ihre Küche zerstört, die Frauen blieben unverletzt.

Auf der Markenstraße in Oberbilk kam es am Sonntagnachmittag zu
einem Zimmerbrand, bei dem der 55jährige Wohnungsinhaber schwer
verletzt wurde. Er starb nach dem Transport in eine Klinik. Passanten hatten bemerkt, dass aus Fenstern im zweiten Obergeschoss des fünfgeschossigen Wohnhauses Rauch drang, woraufhin die Feuerwehr alarmiert wurde. Unmittelbar nach ihrem Eintreffen drangen die Einsatzkräfte der Feuerwache Flingern in die brennende Wohnung ein und fanden dort den
Wohnungsinhaber bewusstlos mit schweren Brandverletzungen vor.

Während mehrere Feuerwehrleute, Rettungsdienstmitarbeiter sowie
zwei Notärzte Wiederbelebungsmaßnahmen durchführten, löschten die
anderen Einsatzkräfte den Brand und entrauchten den Treppenraum, um
Personen in den anderen Wohnungen zu schützen. So gelang es, den
eigentlichen Brand auf die betroffene Wohnung zu begrenzen.

Zur Ermittlung der Brandursache wurde die Kriminalpolizei eingeschaltet. Vom Einsatzleiter wird der Sachschaden auf 10.000 EUR geschätzt.

15 Personen und 5 Hunde gerettet

In der Nacht zum Sonntag brannte auf der Hoffeldstraße in Flingern
eine Dachgeschosswohnung. Der Wohnungsinhaber wurde dabei verletzt
und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Insgesamt rettete die
Feuerwehr 14 weitere Hausbewohner sowie fünf Hunde aus dem brennenden
Gebäude.

Für die anrückenden Feuerwehrleute der Wache Behrenstraße waren
schon auf der Anfahrt Flammen deutlich sichtbar, die aus einer
Dachgaube schlugen. Vor Ort trafen die Einsatzkräfte den verletzten
Wohnungsinhaber im Treppenraum an. Dort erfuhren sie auch, dass in
der Nachbarwohnung noch eine Familie mit Kind und Hund vom Rauch
eingeschlossen waren.

Während ein Einsatztrupp die brennende Wohnung löschte, wurde die
Nachbarwohnung von weiteren Trupps mit Atemschutzgeräten durchsucht,
wo die vermissten Personen schließlich aus dem Spitzboden oberhalb
der Brandwohnung gerettet werden konnten.

Nachrückende Feuerwehrkräfte räumten schließlich auch die übrigen
Wohnungen. Hierzu kamen auch zwei Drehleitern zum Einsatz. Der ca. 40
Jahre alte Wohnungsinhaber erlitt eine Rauchvergiftung sowie
leichtere Verletzungen und musste ins Krankenhaus gebracht werden.

Die Brandwohnung selbst sowie die Nachbarwohnung im Dachgeschoss
sind so stark betroffen, dass sie derzeit unbewohnbar sind. Der Sachschaden wird auf 20.000 EUR geschätzt. Zur Ermittlung der  Brandursache wurde die Kripo eingeschaltet.

Küchenbrand in Gerresheim

Weil sich heißes Fett entzündete, mussten zwei 25jährige Bewohnerinnen ihre Wohnung verlassen und die Feuerwehr alarmieren. Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte der Feuerwache  Flingern quoll dichter Rauch aus dem Küchenfenster im fünften Obergeschoss eines siebengeschossigen Wohnkomplexes an der Josef-Neuberger-Straße in Gerresheim.

In der Wohnung war allerdings durch das Feuer die Kücheneinrichtung zum Großteil zerstört und der Rauch hatte alle anderen Räume stark verunreinigt. Die beiden jungen Frauen wurden von Rettungsdienstkräften der Feuerwehr untersucht und betreut. Sie waren zwar zum Glück unverletzt geblieben und konnten anschließend wieder in ihre Wohnung zurück.