23.02.2015
Polizei beschränkt Dügida

Kein Aufmarsch vor Moscheen

Demontration gegen Dügida /Foto NDOZ Archiv

Der Aufmarsch der großenteils rechtsextremen Dügida darf nicht an der Moschee an der Adersstraße vorbeiführen. Die Polizei hat den Weg eingeschränkt, da in der Moschee um diese Zeit das regelmäßige Abendgebet stattfindet . Bei einer Kundgebung könnten Gläubige die Moschee nicht mehr erreichen. Damit ist die freie Religionsausübung nicht gewährleistet. Bahnen und Busse der Rheinbahn werden dennoch stark behindert.

Ursprünglich wollte die rassistische und islamfeindliche Gruppe vom Hauptbahnhof zum Mintropplatz und dann durch die Adersstaße und weiter ziehen. Jetzt soll die Gruppe allerdings bereits am Mintropplatz  wenden und durch die Harkortstraße wieder zurück zum Sammelpunkt am Hauptbahnhof / Friedrich-Ebertstraße laufen. Das bestätigte die Polizei NDOZ heute morgen.

Eine Verlegung der Dügida-Route über die Graf-Adolf-Straße ist auch kaum möglich, denn dort feiern, wie berichtet, das Türkeizentrum mit Anlegern aus der Straße ein buntes Volksfest.

Gegenkundgebungen sind dennoch geplant, siehe

Zwei rechte Aufmärsche diese Woche Proteste mit Musik und Kultur gegen rechts

Sowie

Fünf Demonstrationen für Toleranz und Vielfalt „Düsseldorf ist bunt - gegen Ausgrenzung und Rassismus“

 

 Dügida-Demonstrationen blockieren Rheinbahn

Die Dügida-Demonstrationen blockieren am Montag, 23. Februar, erneut den Betrieb der Rheinbahn an ihrem wichtigsten Knotenpunkt. Sie sorgen dafür, dass tausende Menschen betroffen sind und nicht wie gewohnt nach Hause oder in die Innenstadt kommen. Die Fahrgäste haben mit erheblichen Behinderungen zu kämpfen, denn alle Straßenbahnen und Busse werden den Hauptbahnhof ab 17 Uhr nicht mehr anfahren. Als Alternative bleibt nur die Möglichkeit, auf die U-Bahnen umzusteigen und die S-Bahnen der Deutschen Bahn zu nutzen. Wenn die Behinderungen wie angekündigt eintreten, plant die Rheinbahn folgende Änderungen:

 Die Linie 704 wird durch Busse ersetzt, die zwischen den Haltestellen
„Worringer Platz“ und „Merziger Straße“ pendeln.

Die Linie 707 wird zwischen „Dreieck“ und „Karolingerplatz“ über die
Strecke der Linie 701 umgeleitet, ebenso die Linie 708 zwischen „Bilk S/ Elisabethstraße“ und „Brehmplatz“.

Von Neuss kommend, fährt die Linie 709 ab der Haltestelle Graf-Adolf-Platz eine Umleitung über die Strecke der Linie 703 über Heinrich-Heine-Allee bis Engerstraße. In Gegenrichtung ab der Haltestelle „Flingern S“ über die Strecke der Linie 706 bis „Auf’m Hennekamp“ und dann über „Bilk S“ bis „Bilker Kirche“.

Die Linie 719 muss leider komplett entfallen.

Die Buslinien 721, 722, 725, 736, 737, 738, 752,754, 834 und SB55
halten statt am Hauptbahnhof am Worringer Platz und werden entsprechend umgeleitet.

 Die Demonstrationen dauern voraussichtlich bis gegen 22:30 Uhr. Wann genau Bahnen und Busse wieder ungehindert fahren können, entscheidet die Einsatzleitung von Polizei und Rheinbahn vor Ort.