08.09.2016

Stadtradeln: Düsseldorfer strampeln für mehr Radverkehr und Klimaschutz

Schülerinnen proben schon mal fürs Stadtradeln / Foto Stadt David Young

m bundesweiten Wettbewerb des Klima-Bündnis "Stadtradeln" werden vom 10. bis 30. September wieder Radkilometer für Düsseldorf gesammelt. Wenige Tage vor Beginn der aktiven Radel-Phase sind bereits 126 Teams mit 1226 Radlern für die Landeshauptstadt am Start. Düsseldorf ist dieses Jahr zum dritten Mal in Folge dabei. Stadtradeln ist eine deutschlandweite Kampagne des Klima-Bündnisses e.V. um Menschen zur Nutzung des Fahrrads im Alltag zu motivieren und die Themen Fahrradnutzung und Radverkehrsplanung verstärkt in die kommunalen Parlamente einzubringen lauten die Ziele. Kurz vor Beginn des Wettbewerbs trafen sich am Montag am Wettbewerb teilnehmende Düsseldorfer Schulteams zum Gruppenfoto auf dem Gelände des Lessing-Gymnasiums und -Berufskollegs in Oberbilk.

496 Städte, Gemeinden und Landkreise machen bei der Kampagne mit, das sind über 150 mehr als im Vorjahr. Stadtradeln ist eine deutschlandweite Kampagne des Klima-Bündnisses e.V. um Menschen zur Nutzung des Fahrrads im Alltag zu motivieren und die Themen Fahrradnutzung und Radverkehrsplanung verstärkt in die kommunalen Parlamente einzubringen.

Oberbürgermeister Thomas Geisel gehört wieder zu den wichtigsten Unterstützern des Wettbewerbs in Düsseldorf : "Mitmachen lohnt sich - für Sie, für Düsseldorf und den Klimaschutz. Schließlich ist das Rad nicht nur ein tolles Sportgerät, sondern in der Innenstadt zukünftig das Verkehrsmittel der Wahl".

Die Schüler und Lehrer von hiesigen Schulen wollen möglichst viele Menschen anspornen, am Stadtradeln teilzunehmen. Der Schulleiter des Lessing-Gymnasiums, Horst Langhoop, sagte dazu: "Wir sind in diesem Jahr erstmalig dabei, haben uns als Sportschule NRW für den Wettbewerb aber schon einiges vorgenommen". Mit dabei sind unter anderem das Leo-Statz-Berufskolleg, die Paulusschule, die Werner von Siemens Realschule, oder auch die Hulda-Pankok-Gesamtschule.

"Ziel ist, in einem Zeitraum von 21 Tagen möglichst viele Kilometer umwelt- und klimafreundlich mit dem Rad zurückzulegen", erläuterte Umweltdezernentin Helga Stulgies. Jeder, der beim Stadtradeln mitmachen will, kann sich unter www.stadtradeln.de/duesseldorf2016.html kostenlos registrieren. Voraussetzung ist, dass man entweder in Düsseldorf lebt, arbeitet, einem Verein angehört oder zur Schule/Hochschule geht. Die Teilnehmer können sich als Team (ab zwei Mitgliedern) anmelden, was den Zusammenhalt und die gegenseitige Unterstützung fördern soll. Innerhalb des Teams kann aber auch jeder für sich fahren. Die gefahrenen Kilometer werden dem Team gutgeschrieben.

Für überzeugte Einzelradler gibt es darüber hinaus das "Offene Team". Als Anreiz zum Mitmachen sind für die Stadtradeln-Teams attraktive Geld- und Sachpreise in sechs Kategorien ausgelobt: Gesamtwertung, Schulen, Unternehmen, Behörden, Vereine und Stadtteile. Zusätzlich gibt es nach dem Wettbewerb eine Verlosung, bei der auch kleinere Teams eine Chance haben zu gewinnen.

Das Umweltamt koordiniert die Kampagne Stadtradeln in Düsseldorf. Laut Amtsleiter Stefan Ferber stehen Imageförderung des Radverkehrs und Bewusstseinsbildung in Sachen Klimaschutz im Mittelpunkt: "Die Hälfte aller mit dem Auto zurückgelegten Wege ist kürzer als sechs Kilometer - eine ideale Entfernung zum Radfahren".

Faltblätter, Plakate sowie Stadtradeln-Wimpel sind beim Umweltamt der Stadt, Brinckmannstraße 7, kostenlos erhältlich. Bei Fragen hilft der Stadtradeln-Koordinator im Umweltamt, Ernst Schramm, E-Mail stadtradeln@duesseldorf.de und Telefon 0211-8925003.Einzelheiten zu Stadtradeln finden sich auch bei Facebook auf www.facebook.com/stadtradelnHintergrund: Klimaschutz per Rad: Etwa ein Fünftel der klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland entsteht im Verkehr: 161 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2), davon werden allein 149 Millionen im Straßenverkehr emittiert. Bereits 7,5 Millionen Tonnen CO2 ließen sich vermeiden, wenn 30 Prozent der Kurzstrecken bis sechs Kilometer in den Innenstädten mit dem Fahrrad statt mit dem Auto gefahren würden. Der Radverkehr zeichnet sich zudem durch einen erheblich geringeren Flächenbedarf als das Auto aus, Lärmbelastungen entstehen so gut wie gar nicht.