07.02.2020
Technisches Rathaus Neubau an Moskauer Straße

Neues Technisches Rathaus soll an die Moskauer Straße

Das Gelände an der Moskauer Straße für den Neubau Technisches Rathaus. / Foto ,(c)Landeshauptstadt Düsseldorf/ Melanie Zanin

Der Neubau des Technischen Rathauses soll an der Moskauer Straße gebaut werden, das hat der Stadtrat am gestrigen Donnerstag beschlossen. Das alte Verwaltungs-Rathaus an der Brinckmannstraße aus den 70er Jahren kann nicht mehr wirtschaftlich saniert werden. Die Verwaltung wird nun einen Architekten- und Ingenieur- Wettbewerb vorbereiten. Erste Skizzen zeigen ein Hochhaus mit angeschlossenem Bau, das Haus für geschätzte 260 Millionen Euro soll nach den weitere Planungs- und Bauaufgaben beim städtischen Tochterunternehmen IPM nach neuen ökologischen und arbeitstechnischen Standards errichtet werden. Ein Vorbild ist das Rathaus in Venlo.

Die Verwaltung hatte bereits in der ursprünglichen Beschlussvorlage den Standort Moskauer Straße empfohlen, aber auch den Standort "Auf'm Tetelberg" als geeignete Alternative aufgezeigt. Der Rat hatte infolgedessen im November 2019 die Verwaltung aufgefordert, die Ergebnisse der Standortanalyse nochmals dezidiert aufzubereiten, und ein Treffen mit Vertreterinnen und Vertretern der Fraktionen, der Verwaltung und des Personalrats zu organisieren.

Für den Neubau an der Moskauer Straße spricht, dass es bereits eine gute Anbindung mit der U-Bahn am Oberbilker Markt gibt, außerdem gehört das Grundstück bereits der Stadt, darauf wiesen Befürworter wie Markus Raub (SPD) hin. Grüne und FDP votierten für den Tetelberg, allerdings gehören dort nicht alles Grundstücke der Stadt, und eine von den Grünen geforderte Bahnanbindung müsste erst geplant und Baurechtlich (langwierig) vorbereitet werden.

Ein bedeutendes Düsseldorfer Projekt geht damit in die nächste Phase. Perspektivisch werden die Gebäude des Altstandortes des Technischen Rathauses, die in die Jahre gekommen sind und deren Sanierung als nicht wirtschaftlich gilt, abgelöst. Mit dem Beschluss zum Neubau wird auch ein von der Digitalisierung der Verwaltung flankierter Veränderungsprozess angeschoben, von dem sich Politik und Stadtspitze die Sicherung einer effektiven, modernen und zukunftsfähigen Verwaltung versprechen.

IPM mit den weiteren Planungs- und Bauaufgaben betraut
Der beschlossene Antrag beinhaltet neben der Festlegung auf den Standort auch die Übertragung der weiteren Planungs- und Bauaufgaben an das städtische Tochterunternehmen IPM. So können die Erfahrungen und Kompetenzen optimal gebündelt werden. Weitere Bestandteile des Beschlusses sind die Durchführung eines Change-Prozesses für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Erstellung einer Musterfläche im Rahmen dieses Change-Prozesses, Planungen für das Projekt "Einrichtung eines Zentralen Aktendepots" sowie für eine sechsgruppige Betriebskindertagesstätte mit dazugehöriger Kostenberechnung und das Nachnutzungskonzept für den Altstandort des jetzigen Technischen Rathauses zu vertiefen.

Der Neubau des Technischen Rathauses ist eine große Herausforderung und Chance, der ein modernes Arbeitsumfeld für rund 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bieten und dabei den Bürgerinnen und Bürgern optimale Serviceleistungen anbieten soll.

"Wir haben heute mit der Festlegung auf den Standort einen weiteren großen Schritt gemacht in Richtung neues Technisches Verwaltungsgebäude", sagte Oberbürgermeister Thomas Geisel. "Ich bin mir sicher, dass der neue Standort sowohl unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch die Düsseldorfer Bürgerinnen und Bürger erfreuen wird: Die zentrale Lage mit Anbindung an das U-Bahn-Netz und die Nähe zum Hauptbahnhof ist optimal für dieses Projekt." Stadtkämmerin Dorothée Schneider: "Wir nehmen den Beschluss als große Chance und Herausforderung an, für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und auch Bürgerinnen und Bürger einen ökologisch nachhaltigen und sowohl architektonisch als auch städtebaulich ansprechenden und zukunftsfähigen Neubau zu realisieren."