28.04.2015
Vorläufiges Ende bei Dügida

Vorerst keine Montags-Demos mehr

Das Grüppchen von Dügida am Hauptbahnhof/ Foto NDOZ Archiv

Vorerst scheint der braune Montags-Spuk beendet: Die rechtsextremen Grüppchen von Dügida wollen in den kommenden vier Wochen keine Demonstrationen mehr in Düsseldorf starten. Offenbar finden sich nicht mehr genug Neonazis, um bei den Demos vom Hauptbahnhof aus mitzulaufen. Am gestrigen Montag waren weniger als 40 Neonazis vor dem Hauptbahnhof. Dass Dügida zumindest in den kommenden vier Wochen nicht mehr marschieren will, ist auch ein Verdienst der Gruppen in „Düsseldorf stellt sich quer“ und damit den rund 400 bis 500 Düsseldorfern, die sich seit November und Dezember 2014 regelmäßig den Neonazis entgegen stellten.

Nach bisherigen Informationen gibt es keine Anmeldungen bis zum Jahresende mehr, die rechten Demos waren nur bis gestern im Voraus angemeldet.  Die Demo am Montag war laut DSSQ von einer NPD-Frau aus dem Rhein-Sieg-Kreis anegmeldet. Über Twitter wurde verbreitet, dass eine Frau aus Köln von der rechtsextremen „German Defense League“ angekündigt hatte, es werde in den kommenden vier Wochen keine Dügida-Demos mehr geben. Offensichtlich findet sich aber kein Anmelder mehr für die rechten Demos, zu denen kaum Düsseldorfer, aber Neonazis und gewaltbereite Rechtsextreme, auch Hooligans aus anderen Städten, kamen. Der gestrige Zug der Rechten wurde wiederum von 400 bis 500 demokratischen Gegendemonstranten  begleitet. Unter den demokratischen Demonstranten gegen Dügida fanden sich immer auch Gewerkschafter (der DGB hatte sich DSSQ angeschlossen), SPD-Mitglieder und einige Grüne.

Das die Rechtsextremen kein Publikum in Düsseldorf fanden, ist den Gegenprotesten zu verdanken. Schon bei dem breiten Protest gegen Pegida vor dem Landtag am 25. Februar – zu dessen Initiatoren auch NDOZ.de gehörte – wurde klar, dass es in der Landeshauptstadt zumindest keinen  öffentlichen Zuspruch für rassistische, fremdenfeindliche Gruppen und deren Parolen gibt.

Das vorläufige Ende der Dügida-Demos bedeutet aber nicht, dass es mit der Neonazi-Gefahr vorbei ist: Auch weiterhin werden Neonazis durch die Stadt laufen und ausländerfeindliche Parolen an Wände schmieren und Ausländer beleidigen. Es heißt weiterhin, wachsam zu sein, den Anfängen zu wehren und auch rechtem, ausländerfeindlichen und rassistischen Auftritten und Parolen entgegen zu treten.

Am Freitag, 8. Mai, will die ausländerfeindliche Pro NRW in Kaiserswerth protestieren ...