29.04.2015
DSSQ ruft zur Feier auf

Düsseldorfer feiern Abgang von Dügidings

Mosaik e V Transparent auf Demo / Foto NDOZ.de Archiv

Wenn das mal kein Grund für eine Feier ist: Wie gestern berichtet, steht Dügida vor dem Aus, zumindest in den nächsten Wochen sollen keine Rechtsextremen mehr am Bahnhof aufmarschieren. Das ist unter anderem auch ein Verdienst des Bündnisses „Düsseldorf stellt sich quer“ (DSSQ), in dem mehrere Gruppen zusammen seit Monaten gegen die Rechtsextremen protestierten. Nun soll am kommenden Montag, wenn Dügida nicht mehr aufläuft, ein Zug vom DGB-Haus über die ehemalige Route der Rechten den Erfolg der Toleranz gegen Fremdenfeindlichkeit unterstreichen.

Entstanden ist die Idee in der Kommunikation auf facebook innerhalb der Gruppen, zu denen Piraten, Die Linke, Grüne, SPD-Mitglieder, DGB und nicht in Parteien organisierten Bürger gehören. Ohne das Engagement der rund 400 bis 500 Düsseldorfer, die sich Montag für Montag vor dem Hauptbahnhof und am Stresemannplatz versammelt hatten, wäre der Protest gegen Neonazis und Rechtsextreme nicht so deutlich geworden. Er hat unterstrichen, dass in Düsseldorf kein Nährboden für fremdenfeindliche  Ideologien ist. Auch wenn „Toleranz, Vielfalt und Humanität“, wie es auf den Transparenten der  Kulturinstitute und am Rathaus verkünden, sicherlich noch nicht auf allen gesellschaftlichen Ebenen angekommen ist.

Nun soll gefeiert werden: Am kommenden Montag ab 18 Uhr ruft DSSQ zu einem Treffen vor dem DGB-Haus auf. Von dort soll es auf der ehemaligen Route von Dügidings über Stresemannplatz, Scheurenstraße, Aderstraße, Mintropstraße und zurück gehen. Vor dem Hauptbahnhof soll nicht demonstriert werden, damit die Bahnen und Busse montags endlich mal wieder ungestört fahren können.

Ab  19.30 Uhr  soll dann die „antirassistische“ Demo der Demokraten mit Musik ausklingen.

Auch bei dieser Demo für Toleranz und Demokratie sollen Klobürsten, Handtaschen und Regenschirme mitgebracht werden.

Noch sind nicht alle Einzelheiten geklärt, auch die Anmeldung muss noch bei der Polizei erfolgen. Aber eine kleine Feier der demokratischen Düsseldorfer sollte wohl kein Problem darstellen.  

Lesen Sie dazu auch

Vorläufiges Ende bei Dügida

Kommentare (2)

  1. Petruschka am 30.04.2015
    Die SPD ist NICHT Teil des Bündnis DSSQ und hat nix zu dem Erfolg beigetragen! Und der Chefredakteur JoAchim Geschke müsste das als SPD-Mitglied und Initiator des SPD-lastigen Bündnis „Düsseldorf ist bunt“ auch wissen. Die SPD hat von Anfang an das Bündnis DSSQ in die Schmuddelecke gesteckt.

    Der Beitrag der SPD bestand darin, dass ein SPD-Polizeipräsident die friedlich demonstrierenden Teilnehmer von DSSQ oft massiv an ihrem Demorecht hinderte, rohe Polizeigewalt gegen DSSQ Teilnehmer angewandt wurde und friedliche Aktivisten mit Anzeigen überhäufte.
  2. jo geschke am 30.04.2015
    Antwort auf "Petruscha"s Kommentar :
    1) Ich bin nicht SPD-Mitglied und auch in keiner anderen Partei.
    2) Das Bündnis "Düsseldorf ist bunt" war keinesfalls SPD-lastig - es waren Piraten, Grüne, SPD-Mitglieder, Gewerkschafter, Linke und nicht-Parteimitglieder sowie Mitwirkende von DSSQ anwesend und alle haben zusammen gearbeitet!
    3) Auf den Demos waren SPD-Mitglieder und auch SPD-Ratsmitglieder anwesend, wenn auch nicht auf allen Demos an den Montagen. Das Verhalten des Polizeipräsidenten ist wohl kaum an der SPD als Partei fest zu machen.
    Ich bedaure zudem, dass hier ohne Kenntnis der Sachlage polemisch kommentiert wird.

Neuen Kommentar schreiben