28.08.2017
Wahlen 2017 – eine Kolumne

Von Nullen, Schäuble und der schwäbischen Hausfrau, und anderen Irrtümern

Die Sommerpause ist vorbei, und der Wahlkampf läuft zur blöderweise „heiß“ betitelten Endphase auf. Die Umfragen zu den Parteien werden wieder mal von vielen mit Prognosen (Vorhersagen) verwechselt. Und während die Kandidat_Innen von Haus zu Haus laufen und – jedenfalls einige - genauso nett lächelnd von den Plakaten schauen, meinen immer noch einige Wahlberechtigte, die Unterschiede bei den Parteien SPD, CDU, auch Grünen und Linken seien ja gar nicht ausschlaggebend. Welch ein Irrtum. Zwischen der „schwarzen NUll“ Herrn Schäuble und den Parteien jenseits der CDU-“Mutti“ könnten die Unterschiede kaum größer sein. Und wer gar nicht wählt, wählt AfD mit …
10.07.2017
G 20, Krawalle und Politik - Kommentar

G 20, die Nullen und wie Rechte Politiker jetzt Krawalle populistisch ausnutzen - Kommentar

Dieser sogenannte schwarze Block, das zuerst, waren Menschen, die ihre pubertierenden oder spätpubertierenden Gewaltphantasien auf Kosten anderer ausgelebt haben. Und diese Knalltüten haben aber_auch_gar_nichts mit Politik an der Kapuze oder gar mit linker Politik. 2.) Die unbändige Gewalt, die von denen ausging, war vorauszusehen. 3.) Auch wer gegen diese Gewaltexzesse ist (wie ich) und gegen Gewalt auf Demonstrationen, kann kritisch nachfragen, was da eigentlich schief gelaufen ist (so einiges!) und kann auch den gesamten Einsatz der Polizei und die Veranstaltung des G 20 in Hamburg kritisch hinterfragen. Und schließlich: Wenn rechte Politiker wie die Hardliner der CDU und jetzt auch noch Peter Altmeier rumpalavern, das seien „LINKS-Extreme“ gewesen, nutzt die Schäden und das Elend der normalen Leute in Hamburg (verbrannte Autos, kaputte und leere Geschäfte), um ein rechtes politischen und populistisches Süppchen zu kochen. Und dabei nach mehr Einschränkungen der bürgerlichen, vom Grundgesetz - noch - garantierten Freiheiten zu rufen.
10.07.2017
Lampedusa 361 – ein Kunstprojekt zur Flüchtlingskatastrophe

Lampedus 361 – Bilder erinnern an Tausende ertrunkene Flüchtlinge im Mittelmeer

An die Flüchtlingskatastrophe vor der Küste Siziliens erinnern 70 großformatige Fotomatten am Kö-Bogen: Mit der Kunstinstallation "Lampedusa 361" erinnern die Landeshauptstadt Düsseldorf gemeinsam mit dem Haus der Universität, der Organisation Friends of Dresden Deutschland e.V., und dem Verein Düsseldorf-Palermo e.V. vom 8. bis 13. Juli am Kö-Bogen/Westend an das Schicksal der im Mittelmeer ertrunkenen Flüchtlinge. Auf 70 Matten werden Fotos der Flüchtlingsgräber auf Sizilien zu sehen sein. Allein im vergangenen Jahr sind mehr als 5000 Geflüchtete im Mittelmeer ertrunken.
04.06.2017
AfD, die Neue Rechte und 50 Jahre 68er-Geschichte

Die AfD, die Neue Rechte, was die 68er damit zu tun haben - ein Hintergrundbericht

Nein, man muss Thilo Sarrazin nicht mehr reden lassen. Auch nicht mit ihm durch die Eller Straße gehen und dazu noch diskriminierend vom „Maghreb Viertel“ schreiben. Das ist zudem unchristlich, aber die betreffende Zeitung ist ja auch eher CDU-nah. Sarrazin ist Türöffner für die Neue Rechte, und die ist gefährlicher für die Demokratie als Sarrazin oder dumpfbrüllende, marodierende Nazis etwa bei Fußballspielen. Einer der Hauptfiguren der AfD, der Neue Rechte Jörg Meuthen, hat von den „moralisch verrotteten links-grün-versifften 68er“ gesprochen, und das wird immer wieder gern zitiert. Gerade jetzt in der ZEIT. Das hallt überall nach, weil ja am 2. Juni 1967, vor 50 Jahren, der Student Benno Ohnesorg getötet wurde. Was oft als Beginn der 68er-Proteste bezeichnet wird.
21.03.2017
March for Europe am Samstag

Ja zu Europa – Nein zum Nationalismus: der March for Europe als Aufruf zu mehr Beteiligung

„Das Projekt Europa lassen wir uns von Nationalismus nicht kaputt machen“, betont Nihat Ötztürk (IG Metall Bevollmächtigter). Vor 60 Jahren, am 25. März 1957, wurden die sogenannten Römischen Verträge in Rom unterzeichnet – und darin nicht nur die Wirtschaftsgemeinschaft der „EWG“ festgelegt: Die europäischen Staaten sollten auch eine gemeinsame parlamentarische Versammlung (jetzt Europäisches Parlament) und einen europäischen Gerichtshof bekommen. Mit dem“March for Europe“, zu dem am kommenden Samstag in vielen Städten aufgerufen wird, soll aber nicht nur an die Römischen Verträge erinnert werden: Mit dem Slogan „Ja zu Europa – Nein zum Nationalismus“ soll auch ein Zeichen gegen die Bedrohung durch wachsenden Nationalismus in etlichen Staaten gesetzt werden. Mit dabei am Samstag auf dem Burgplatz: Zwei Karnevals-Wagen von Jacques Tilly.
02.01.2017
Kölner Silvester und der Rechtsstaat

Köln und Silvester: Grundgesetz Artikel 3 gilt noch immer !

In Köln sind nun 1000de Sicherheitskräfte am Hauptbahnhof und am Dom zu Silvester im Einsatz gewesen. Sie haben erfolgreich für Sicherheit gesorgt, das ist gut so und dafür sei ihnen gedankt. Aber dass Menschen wegen ihrer Hautfarbe, wegen ihrer vermeintlichen Herkunft aus Nordafrikanischen Staaten anlasslos kontrolliert und damit, bei der Historie, unter Verdacht gestellt werden, ist nicht im Sinne unseres Rechtstaats. Niemand darf wegen „seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden.“ So steht es im Grundgesetz Artikel 3, (3). Wenn wir das beiseite schieben, gehen wir den Rassisten und Rechtspopulisten auf den Leim. Wenn nur „fremdländisch“ oder „südländisch“ oder sonstwie anders aussehende Menschen kontrolliert werden, aber nicht der weiße durchschnittliche Mitteleuropäer – dann stimmt was nicht im Staate … .