06.11.2018
Pogromnacht : Forschung zu den tatsächlichen Opfern

Pogromnacht : Mehr Opfer als bisher angenommen – Forschungsbericht vorgelegt

Die Novemberpogrome von 1938 jähren sich in diesem Jahr In diesem Jahr zum 80. Mal. Die Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf hat in einem Landesprojekt erstmals den Versuch unternommen, die Gesamtzahl und die Namen der Opfer zu eruieren, die im Gebiet des heutigen Bundeslandes Nordrhein-Westfalen im Kontext der Pogrome starben oder ermordet wurden.Nun stehen die Ergebnisse des Forschungsprojektes fest, die in der Mahn- und Gedenkstätte vorgestellt wurden: Mindestens 127 Menschen kamen während und kurz nach den Novemberpogromen auf dem Gebiet des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen ums Leben.
12.10.2018
Lehrer-Petzplattformen und Demokratie - KOMMENTAR

Lehrer-Petz-Plattform oder Wie die AfD die Demokratie mit Scheinargumenten aushöhlen will

Auf dem Dachfirst einer Schule versammeln sich allmorgendlich so 30 Rabenvögel, sitzen alle nebeneinander. Ich kann sie morgens sehen. Und denke sofort an einen Zeichentrickfilm, wie die Geier in Dschungelbuch: „Ha! Da hat wieder ein Lehrer gegen Diskriminierung und Rassismus gehetzt! Für Demokratie geworben, für Überprüfung von Quellen gegen Fake News. Das müssen wir denunzieren.“ Sagen die Vögel. Und die AfD. So ähnlich jedenfalls. Dass Lehrer in einer Plattform womöglich noch anonym wegen irgendwelcher Vergehen diffamiert werden sollen, wie es einige AfD-Mitglieder und Funktionsträger wollen, ist wie ein schlechter Zeichentrickfilm. Oder irgendwie Bananenrepublik. Diktatorische Bananenrepublik. Der Staat, hier also die Länder, hat aber eine Fürsorgepflicht gegenüber seinen Beamten. Er sollte also die Lehrer vor Denunziation schützen. Stellen wir uns nur einen Moment vor, es gäbe eine Plattform zur anonymen Denunziation von Polizisten – da wäre aber schwer was los an Protesten – bei der AfD….
18.08.2018
Film „Iuventa – Seenotrettung, ein Akt der Menschlichkeit“ vor 150 Zuschauer*innen

Film „Iuventa – Seenotrettung, ein Akt der Menschlichkeit“ bewegte 150 Zuschauer*innen

Der junge Schwarze steht an der Reling des Kutters „Iuventa“. Er war zum ersten Mal auf dem Meer. „Kannst Du schwimmen“, wird er gefragt. „Nein.“ Wie war es auf dem Schlauchboot? „Es war schrecklich“, alles Chaos, sagt der 14-Jährige Geflüchtete, noch immer geschockt. 17.000 Menschen sind im Mittelmeer seit 2014 ertrunken – Kinder, Säuglinge, schwangere Frauen ebenso wie Jugendliche, Mütter und Familienväter. Aber allein 14.000 Menschen haben junge Freiwillige aus Seenot und vor dem Ertrinken von 2016 bis 2017 gerettet, Kinder, Mütter mit Babys, Geflüchtete. Der Film „Iuventa – Seenotrettung, ein Akt der Menschlichkeit“ zeigt die Rettung auf dem Mittelmeer mit dem umgebauten Fischkutter „Iuventa“. Und wie der Kutter der NGO an die Kette gelegt wird. Es lässt die 150 Zuschauer*innen im Kino „Metropol“ teils traurig, teils wütend, immer aber erschüttert und bewegt am Abend aus dem Kino gehen.
10.08.2018
Film „Iuventa – Seenotrettung, ein Akt der Menschlichkeit“

Film „Iuventa – Seenotrettung, ein Akt der Menschlichkeit“ - Film und Diskussion am 16.8. im Metropol

„Seenotrettung, ein Akt der Menschlichkeit“ – unter diesem Untertitel dokumentiert ein Film den Einsatz eine Gruppe junger Menschen von „Jugend rettet e,V.“ , die auf einem umgebauten Fischkutter von 2016 bis August 2017 sich den NGOS zur Seenotrettung anschlossen. Nachdem rund 14.000 Menschen vor dem Ertrinken aus dem Mittelmeer gerettet wurden, kam das Aus durch italienische Behörden. Ihr umgebauter Fischkutter mit dem Namen „Iuventa“ wurde in Lampedusa an die Kette gelegt, durfte nicht mehr auslaufen. Dokumentarfilmer und Regisseur Michele Cinque hat die Gruppe mit der Kamera ein Jahr lang begleitet. Entstanden ist der Film „Iuventa – Seenotrettung, ein Akt der Menschlichkeit“, der am kommenden Donnerstag, 16. August, im „Metropol“ gezeigt wird. Anschließend berichten aktive Seenotretter*innen vom Kutter und diskutieren mit den Zuschauer*innen.
02.04.2018
Rechtsaußen zu Ostern und Strategie der Neurechten - Kolumne

Ostern ganz rechts, CDU-Hardliner im AfD-Modus oder auch „Geistiger Müll“ - Kolumne

Die Neu-Rechten und Rechtsaußen setzten vor Ostern Themen. Und diese Themen werden verbreitet, weil die vermeintliche Linke und auch die Jusos nicht mit ihren Themen durchdringen. Die CDU-Hardliner wie Christian Rütz oder MdB Sylvia Pantel dienen sich nicht den AfD-Wählern an – sie übernehmen die Argumentationsreihe der AfD. Und diese Neu-Rechten und Deutschnationalen im schwarzen Mantel der Konservativen sind auf dem Vormarsch. Der Unsinn einer Kritik an einem 15 Jahre gepflegten Festes vor einer Moschee oder scheinbar lächerliche Diskussionen über einen „Traditionshasen“ verdecken nur die ernste und gefährliche Entwicklung, dass rechtsnationales, fremdenfeindliches Denken und Reden weit in die Gesellschaft hinein wirken. Gerade die SPD kann sich nur durch eine klare Besinnung auf soziale Politik – ohne Hartz und modifiziertes Grundeinkommen – der rechtskonservativen Entwicklung entgegenstellen.
12.01.2018
Boot 2018 – Eröffnung am 20. Januar

Boot 2018 – ein sehr persönlicher Rückblick und eine Einladung, hinzugehen

Es wird meine 25. Boot, können auch mehr gewesen sein. Immer wieder bin ich auch auf Booten gewesen: Segelnd auf dem Ijsselmeer, früher, in den 70ern, auch auf Traditionsschiffen mit braunen Segeln von Harlingen aus. Dann mit meiner Frau auf Booten zum Beispiel auf der Müritz und den Friesischen Seen in den Niederlanden. Es sind ja nicht die glitzernen, strahlenden Superyachten, die immer wieder auf Fotos und Filmberichten von der Boot glänzen. Nein, gerade in der Halle mit den Charter-Angeboten oder mit den Klamotten (sehr zu empfehlen!) war es immer sehr voll auf der Boot. Es ist ja eine Messe für jene, die zu zigtausend in Düsseldorf und Umgebung immer wieder mal Urlaub auf dem Boot verbringen – ob mit oder ohne Boots-Führerschein.