01.12.2019
Rheinbahn mit neuer Interims- Finanzchefin

Rheinbahn mit neuer Interims- Finanzchefin Susanne Momberg

Susanne Momberg, Rheinbahn Interimschefin Finanzbereich/ Foto © Rheinbahn

Nachdem sich Rheinbahn-Vorstand und Aufsichtsrat von Sylvia Lier als Finanzvostand Mitte November getrennt hatten, wurde jetzt eine Interims- Finanzchefin dem Aufsichtsrat vorgeschlagen: Susanne Momberg soll am 2. Dezember (Montag) bereits ihre Arbeit aufnehmen. Das teilten Stadt und Rheinbahn am Samstag mit.

Die 61-jährige ist eine erfahrene Interimsmanagerin und ausgewiesene Branchenexpertin, heißt es. Unter anderem war sie als Finanzvorstand bei CCR Logistik AG und Finanzdirektor bei NETINERA Deutschland GmbH und Arriva Deutschland GmbH tätig. Klaus Klar, Vorstandsvorsitzender der Rheinbahn: „Wir freuen uns, dass Susanne Momberg uns so kurzfristig unterstützt. Mit ihrer ausgewiesenen kaufmännischen Expertise und Branchenkenntnis wird sie zur wirtschaftlichen Ausrichtung unserer Rheinbahn beitragen.“

Thomas Geisel, Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender der Rheinbahn, betont: „Wir freuen uns, dass wir mit Susanne Momberg so schnell eine hervorragende Interimslösung für den Finanzbereich der Rheinbahn gefunden haben. Um die Strategie der Rheinbahn konsequent umzusetzen und das Angebot weiter zu stärken, ist es erforderlich, dass Klaus Klar und Michael Richarz sich auf ihre Geschäftsbereiche fokussieren können. Bis eine dauerhafte Neubesetzung feststeht, sorgen wir daher auch in der Übergangszeit für die nötige Stabilität im kaufmännischen Bereich der Rheinbahn.“

Susanne Momberg wird ihre Tätigkeit am Montag, 2. Dezember, aufnehmen. Das erfolgt vorbehaltlich der Zustimmung des Aufsichtsrates in der nächsten Sitzung des Gremiums am Dienstag, 10. Dezember. Der Viererausschuss des Rheinbahn Aufsichtsrates hatte in seiner Sitzung am Freitag, 29. November, beschlossen dem AR zu empfehlen, Susanne Momberg bis auf Weiteres zum Finanzvorstand zu berufen.

Susanne Momberg erklärt: „Ich freue mich sehr darauf, diese wichtige Aufgabe bei der Rheinbahn vorübergehend zu übernehmen und gemeinsam mit meinen Kollegen im Vorstand und dem Team des Finanzbereichs den Wirtschaftsplan für 2020 bestmöglich zu verarbeiten und umzusetzen.“

Vorgeschichte

Mitte November hatte der Aufsichtsrat der Rheinbahn AG nach Anhörung von Frau Lier und intensiver Prüfung zwar festgestellt, dass Frau Lier keine juristisch vorwerfbaren Pflichtverletzungen begangen hat. Allerdings war nach einer als „Dienstwagen-Affäre“ von Medien betitelten Unstimmigkeit klar, dass Frau Lier nicht mehr bei der Rheinbahn beschäftigt sein konnte.

In der offiziellen Stellungnahme  von Stadt und Rheinbahn heißt es: „Frau Lier bedauert außerordentlich, dass sie durch ihr unsensibles, nicht den Gepflogenheiten der Rheinbahn AG entsprechendes Verhalten Anlass für eine solche Prüfung gegeben hat. Insbesondere bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Rheinbahn AG entschuldigt sich Frau Lier für die durch ihr Verhalten erlittenen Unannehmlichkeiten und das öffentliche Aufsehen. Dieses Aufsehen ist nicht zuletzt durch Indiskretionen innerhalb der Rheinbahn AG und die dadurch hervorgerufene Berichterstattung in der Presse entstanden. Der Aufsichtsrat und Frau Lier sind sich vor diesem Hintergrund bewusst, dass für eine weitere Tätigkeit von Frau Lier als Vorstand der Rheinbahn AG keine erfolgversprechende Perspektive gegeben ist. Daher beenden Frau Lier und die Rheinbahn AG das Vorstandsamt einvernehmlich mit sofortiger Wirkung. Der Aufsichtsratsvorsitzende Thomas Geisel dankte Frau Lier für ihre Tätigkeit.“