03.06.2015
Diskussion zur Flughafenerweiterung

Grüne: Mehr Flieger, weniger Lärm ist ein Märchen

Fluglotse am Düsseldorfer Flughafen / Foto Archiv Jo Geschke

Die Grünen Düsseldorf und NRW laden zu einer Diskussion um die Erweiterung des Flughafens. Das Dilemma: Einerseits ist der Flughafen ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, auch mit den Frachtflügen, andererseits werden durch mehr Flugbewegungen, wie sie der Flughafen beantragt, mehr Lärm und Abgase die Menschen in den umliegenden Wohnvierteln belasten. Argumente von Meerbuschern und Ratingern, die gern preiswert in den Urlaub fliegen aber weniger Fluglärm fordern, sind dabei mit Skepsis zu betrachten, verdeutlichen aber einen Teil der bisherigen Diskussion.

Der Diskussionabend der Grünen am Donnerstag, 11. Juni, steht unter dem Titel „Mehr Flieger – weniger Lärm“, und „Neue Märchen aus Lohausen“. Ihre Position wollen der  Düsseldorfer Landtagsabgeordnete Stefan Engstfeld MdL, die Landesvorsitzende Mona Neubaur, Ratsfrau und stellvertretendes Mitglied der Fluglärmkommission Iris Bellstedt sowie der Sprecher im Stadtbezirk 5, Waldemar Fröhlich den Abend über zur Verfügung. Moderiert wird die Veranstaltung von den Sprecher*innen des Kreisverbandes Paula Elsholz und André Moser.

 Der Düsseldorfer Flughafen hat einen Antrag beim Land eingereicht mit dem Ziel, deutlich mehr Flugbewegungen durchführen zu können. Die Grünen befürchten dadurch mehr Lärm in den umliegenden Stadtteilen sowie eine Aufweichung des aktuellen Nachtflugverbotes. Sie  positionieren sich daher klar gegen eine Kapazitätserweiterung, die die Menschen im Düsseldorfer Norden und den benachbarten Städten entlang der Fluglinien noch stärker belasten würde.

 Stefan Engstfeld (MdL) betont: „Die Menschen in Lohausen leiden massiv unter dem Fluglärm. Das müssen wir sehr ernst nehmen. Die Wachstumsmöglichkeiten des Flughafens sind begrenzt.“

 Paula Elsholz und André Moser, Sprecherinnen der Düsseldorfer Grünen, ergänzen: „Wir stehen zum Angerlandvergleich. Ziel muss es sein eine tatsächliche Nachtruhe zwischen 22.00 Uhr und 6.00 Uhr zu erreichen und nicht eine Kapazitätserweiterung. Die Begründung, die Wirtschaft in NRW mit mehr Starts und Landungen zu stärken leuchtet ebenfalls nicht ein, denn faktisch sollen mehr Touristen günstig in die Sonne geflogen werden.“

 Termin:

Donnerstag, 11. Juni,  um 19:00 in der Jonakirche, Niederrheinstraße 128