04.01.2015 | Von: Jo Achim Geschke NDOZ
Fremdenfeindliche Demonstration

Dügida jetzt unter rechtsextremer Führung

Collage NDOZ

Die am 12. Januar angemeldete Demo der sogenannten „Dügida“ steht jetzt unter rechtsextremer Führung. Der Düsseldorfer Rechtsanwalt Alexander Heumann, Mitglied der AfD und dort in der „Patriotischen Plattform“, hat seine Anmeldung zurückgezogen. Ursache ist die Mitorganisatorin Melanie Dittmer, die in einem Interview des SPIEGEL sagte, der Holocaust sei für sie „völlig unerheblich“.

AfD-Mitglied Heumann distanziert sich mit seinem Rückzug keineswegs von der rechten Pegida. Distanziert sich allerdings von „rechtsextremen Holocaust-Relativierern“, so seine öffentliche Erklärung. Als Rechtsanwalt muss ihm klar sein, dass das Leugnen des Holocaust strafrechtlich verfolgt werden kann. Heumann und seine Frau Angela hatten die erste Demo der fremdenfeindlichen „Dügida“ angemeldet, bei der wie berichtet den 500 rechten Demonstranten mehr als1000 Düsseldorfer Bürger für Toleranz und Vielfalt entgegenstanden.

Melanie Dittmer und die rechte Gruppierung „Pro NRW“ haben jetzt offensichtlich die Führung der Demo am 12. Januar übernommen. Dittmer werden beste Kontakte zur rechtsextremen Szene nachgesagt.

Klar dürfte sein, dass damit eine weitere offene Radikalisierung der Pegida voranschreitet. Wer jetzt hinter den Sprüchen gegen eine phantasierte „Islamisierung“ hinterher rennt, muss sich klar den extrem Rechten zuordnen lassen.

„Der Düsseldorfer Appell ruft am Montag, den 12. Januar 2015,

ab 18:30 Uhr
zu einer friedlichen Versammlung am Johannes-Rau-Platz (neben der Rheinkniebrücke) auf!“, heißt es auf der Facebookseite.

Lesen Sie dazu Analyse und Bericht  vom 7. Dezember

http://www.neue-duesseldorfer-online-zeitung.de/politik/demo-gegen-rechts/

sowie

Analyse und Bericht unter

http://www.neue-duesseldorfer-online-zeitung.de/politik/gegendemo-gegen-rechts/

(Jo Achim Geschke)

 

Politiker bei der Demo für Vielfalt am 8. Dezember 2014: v.l. Andreas Rimkus (MdB SPD), Karl-Heinz Krems (Staatssekretär, SPD), OB Thomas Geisel (SPD), Stefan Engstfeld (MdL, Grüne), Sigrid Wolf, DGB Düsseldorf

 

Der Aufruf wird laut Düsseldorfer Appell/ Respekt und Mut unterstützt von“ Bündnis90/Die Grünen-Ratsfraktion Düsseldorf, Deutscher Gewerkschaftsbund Düsseldorf-Bergisch Land, Diakonie Düsseldorf, CDU-Ratsfraktion Düsseldorf, Evangelischer Kirchenkreis Düsseldorf, FDP-Ratsfraktion Düsseldorf, Jüdische Gemeinde Düsseldorf, IG Metall Düsseldorf-Neuss, Jugendring Düsseldorf, Katholische Kirche Düsseldorf, SPD-Ratsfraktion Düsseldorf

Bisherige Unterstützer: amnesty international Düsseldorf, ASG Bildungsforum Düsseldorf, AWO Düsseldorf e.V., Bündnis90/die Grünen Düsseldorf, Caritas Düsseldorf, CDU-Kreisverband Düsseldorf, DGB-Jugend Düsseldorf, Düsseldorfer Jonges, Düsseldorf Wegweiser e.V., Eine Welt Forum Düsseldorf e.V., Evangelische Studierenden-Gemeinde (ESG) Düsseldorf, EVG Düsseldorf, FDP Düsseldorf, Flingern mobil e.V., Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf, GdP und GEW Düsseldorf, IG BCE Bezirk Düsseldorf, IG Bau Düsseldorf-Bergisch Land, Interkulturelles MigrantInnenzentrum - IMAZ e.V., Junge Grüne Düsseldorf, Jugendzentrum PULS, KAB Düsseldorf, Katholikenrat Düsseldorf, Katholischer Kantorenkonvent Düsseldorf, KJA Düsseldorf e.V., Kinder-und Jugendrat, Menschen für den Frieden, Migrantinnenverein Düsseldorf e.V., Mosaik e.V., NGG Düsseldorf-Wuppertal, Piratenpartei Düsseldorf, Respekt und Mut, SKFM Düsseldorf e.V., SPD Unterbezirk Düsseldorf, ver.di Bezirk Düsseldorf, VVN Düsseldorf, Zakk