16.12.2014
Flüchtlingsunterkünfte

Unternehmen stellt Wohnungen für 80 Flüchtlinge

Die Stadt wird rund 80 Asylsuchende in Wohnungen in Lierenfeld unterbringen. Wie das Unternehmen Rheinwohnungsbau bereits am 7. Dezember berichtete, habe man die Wohnungen der Stadt zur Verfügung gestellt. Die Wohnungen werden laut Stadtverwaltung voraussichtlich bis Weihnachten bezogen und bieten bis Ende nächsten Jahres eine Unterkunft.

„Mit unseren Mietern, die dort in den vier Häusern wohnen, die Anfang 2016 voraussichtlich abgerissen werden, sind wir in den Dialog getreten“, berichtete Thomas Hummelsbeck, Vorsitzender der Geschäftsführung der Rheinwohnungsbau, Anfang Dezember . „Die Reaktionen waren durchweg positiv“, freut sich Thomas Hummelsbeck. „Unsere Mieter zeigten Mitgefühl mit ihren „neuen Nachbarn“ und sprachen sich dafür aus, den Menschen, die meist eine Odyssee mit vielen schlimmen Ereignissen hinter sich haben, mit Rat und Tat zur Seite zu stehen und sie aktiv im Alltag zu unterstützen.“ (Hinter dem Unternehmen Rheinwohnungsbau, mit Sitz an der Gladbacher Straße, steht das Bistum Köln.)

. Die Stadt verfolgt das Ziel, die Menschen nicht zentral an einem Standort unterzubringen, sondern auf das gesamte Stadtgebiet zu verteilen. Die Landeshauptstadt ist nach einem festgelegten Verteilungsschlüssel verpflichtet, Menschen, die in der Bundesrepublik Deutschland Asyl beantragen, aufzunehmen und unterzubringen. Die hierfür notwendigen Kapazitäten sind entsprechend bedarfsorientiert bereit zu halten. Derzeit leben rund 1800 Flüchtlinge in der Landeshauptstadt. Es wird erwartet, dass ihre Zahl bis Ende 2015 auf rund 3000 ansteigen wird, so die Stadt.


Oberbürgermeister Thomas Geisel hat einen Runden Tisch Asyl initiiert, der das Ziel hat, alle Beteiligten zusammenzubringen und Lösungen zu aktuellen Problemfragen wie die Unterbringung und Betreuung zu erarbeiten und einer drohenden Unterversorgung schnellstmöglich entgegenzusteuern. Unter der Federführung von Sozialdezernent Burkhard Hintzsche arbeiten Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung, Politik, Kirche, Sport, Wohlfahrtsverbänden, Flüchtlingsinitiativen und der Arbeitsgemeinschaft Düsseldorfer Wohnungsunternehmen gemeinsam an diesem Ziel. So hat die Arbeitsgemeinschaft der Wohnungsunternehmen beispielsweise eine Zielvereinbarung zur Bereitstellung von zusätzlichem Wohnraum für Flüchtlinge angekündigt. Auch Verbesserungen in der Gesundheitsversorgung und der Betreuung wurden bereits umgesetzt. Das bürgerschaftliche Engagement bei der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe wird durch eine Vernetzung innerhalb der Liga der Wohlfahrtsverbände noch enger in die Flüchtlingsbetreuung eingebunden. Der bewährte Einsatz von Sprach- und Kulturmittlern soll ausgebaut werden.

Der nächste Runde Tisch Asyl tagt am 13. Januar 2015.