25.05.2016
Ehrung für Burkhard Hirsch an der FH - Lesung in der Erinnerungsstätte

Burkhard Hirsch Ehrenbürger der Hochschule Düsseldorf - Lesung in der Erinnerungsstätte Alter Schlachthof

Präsidentin, Prof. Dr. Brigitte Grass, überreicht dem ersten Ehrenbürger der Hochschule Düsseldorf, Dr. Dr. h.c. Burkhard Hirsch, die Urkunde. / Foto Hochschule Düsseldorf

Burkhard Hirsch, von 2008 bis 2013 Vorsitzender des Hochschulrates, erhielt jetzt als Ausdruck der Anerkennung für die langjährige Prägung des Hochschulrates und in Würdigung seiner herausragenden Verdienste zum Wohle der Hochschule Düsseldorf, vom Präsidium die Ehrenbürgerschaft der Hochschule Düsseldorf verliehen. Am Donnerstag, 2. Juni, liest Randi Crott aus dem Buch ihrer Familiengeschichte „Erzähl es niemandem“ in der Erinnerungsstätte Alter Schlachthof.

Aus Altersgründen scheidet Dr. Dr. h.c. Burkhard Hirsch Ende Mai aus dem Hochschulrat aus. Als Ausdruck der Anerkennung für die langjährige Prägung des Hochschulrates und in Würdigung seiner herausragenden Verdienste zum Wohle der Hochschule Düsseldorf verlieh ihm in Anschluss an die Hochschulratssitzung am 23. Mai das Präsidium die Ehrenbürgerschaft der Hochschule Düsseldorf. Die Verleihung der Ehrenbürgerwürde ist im Hochschulzukunftsgesetz NRW vom 16. September 2014 in Artikel 1 (Hochschulgesetz), § 9, Abs. 4 geregelt, so die Hochschule.

Der Hochschulrat der Hochschule Düsseldorf wählte zudem Herbert K. Meyer zum neuen Hochschulratsvorsitzenden. Der langjährige Geschäftsleiter der Siemens AG Deutschland Region West ist seit 2015 Mitglied des Hochschulrates. Der 59-jährige Ingenieur folgt damit Dr. Dr. h.c. Burkhard Hirsch, der von 2008 bis 2013 Vorsitzender des Hochschulrates war und seit September 2014 die Funktion des im Juli 2014 verstorbenen Vorsitzenden Dr. Hans-Jürgen Forst übernommen hatte.

Lesung in der Erinnerungsstätte Alter Schlachthof

Innerhalb der Veranstaltungsreihe „Erinnern heißt Handeln – Düsseldorfer Vorträge zu Nazismus und Rassismus“ des Erinnerungsortes Alter Schlachthof liest am Donnerstag, den 2. Juni, Randi Crott aus ihrem gemeinsam mit ihrer Mutter Lillian Crott Berthung geschriebenem Buch „Erzähl es niemanden“.

Die Geschichte: Die Jüdin Carola Crott aus Wuppertal musste sich am 17. September 1944 am Düsseldorfer Schlachthof ein­finden und wurde am nächsten Tag deportiert. 25 Jahre später erfährt ihre damals 18jährige Enkelin Randi Crott von ihrer Mutter Lillian, die mit Carolas Sohn Helmut verheiratet ist, die Geschichte ihrer jüdischen Großmutter und die Liebesgeschichte ihrer Eltern.

Als Randi Crott mehr als zwei Jahrzehnte nach dem Krieg erfährt, dass sie jüdische Wurzeln hat, bittet ihr Vater Helmut sie – ähnlich wie ihre Mutter 1942 – mit nieman­dem darüber zu sprechen. Bis zum Tode des Vaters bleibt seine Geschichte verborgen. Weggepackt in alten Briefen und Dokumenten. Jetzt erzählen Mutter und Tochter davon.

Randi Crott, geboren 1951 in Wuppertal, ist Journalistin und arbeitet für Radio und Fernse­hen. Ihre Mutter Lillian Crott Berthung wurde 1922 im ­norwegischen Harstad geboren und lebt seit 1947 in Deutschland, wo sie auch als Übersetzerin und Dolmet­scherin gearbeitet hat. 1989 veröffentlichte sie einen Gedichtband. Für die Tageszeitung Harstad Tidende schreibt sie Erzählungen.

Zu der Lesung sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Die Veranstaltung ist kostenlos. Um Anmeldung wird jedoch gebeten telefonisch unter: 0211-4351 9280 oder per E-Mail an: veranstaltung.bibliothek@hs-duesseldorf.de