Nachlese: Ein Sonntagabend im MUSIKZIMMER zwischen Live-Electro, Dub Funk und Clublicht. Klaus Jackelmann war mit der Kamera vor Ort.

Polynation im WELTKUNSTZIMMER: Live-Electro und Dub Funk in Düsseldorf

Stijn Hosman von Polynation spielt Synthesizer im farbigen Bühnenlicht des MUSIKZIMMERS im WELTKUNSTZIMMER Düsseldorf.
Stijn Hosman von Polynation im WELTKUNSTZIMMER

Stijn Hosman von Polynation an den Synthesizern: Live-Electro, Clublicht und konzentrierte Bühnenatmosphäre im MUSIKZIMMER. Foto: Klaus von Jackelmann

Polynation spielte im MUSIKZIMMER des WELTKUNSTZIMMERS. Klaus Jackelmann war mit der Kamera vor Ort und hat den Konzertabend in Bildern festgehalten.

Etwas später als geplant öffnete das WELTKUNSTZIMMER am Sonntagabend seine Türen für Polynation. Der kleine Konzertsaal war mit knapp über 100 Gästen gemütlich gefüllt. Einige tanzten, andere hörten einfach zu. Es wurde ein entspannter Abend zwischen elektronischen Klangflächen, analogem Groove und Live-Performance.

Ralf Stritt als Auftakt

Den Anfang machte der Düsseldorfer Musiker Ralf Stritt mit seiner „Dub Funk Session“, gemeinsam mit Gregor Kerkmann an der Gitarre. Ralf Stritt spielte Bass, Kerkmann ergänzte den Sound an der Gitarre. Dazu kamen Synthesizer, Dub, Funk und experimentelle Strukturen. Ein lokaler Auftakt für einen Abend, der sich musikalisch zwischen Club und Konzert bewegte.

Wer ist Polynation?

Polynation ist ein niederländisches Duo aus Stijn Hosman und Hessel Stuut. Ihre Musik verbindet Electronica, Ambient, Pop, Minimalismus und Techno. Live kommen akustische Drums, analoge Synthesizer und weitere Instrumente zusammen. Der Sound bleibt elektronisch, wirkt aber nicht rein programmiert. Er entsteht sichtbar auf der Bühne.

Stijn Hosman spielt bei Polynation Synthesizer, Keys und Piano. Hessel Stuut ist an den Drums. Im WELTKUNSTZIMMER wurde der Sound zusätzlich durch Trompeter Romain erweitert. So entstand ein Konzertformat, das näher an einer Live-Band war als an einem klassischen DJ-Set.

 

Seit 2015 arbeiten Polynation mit dem Label Atomnation zusammen. Ihr Debütalbum „Igneous“ erschien dort ebenfalls. Mit mehr als 20 Millionen Streams und Auftritten auf internationalen Festivals bringen sie inzwischen ein Publikum mit, das elektronische Musik nicht nur als Clubsound versteht.

Clublicht, Live-Drums und ein kleiner Saal

Im MUSIKZIMMER funktionierte dieser Ansatz besonders gut. Der Raum ist klein genug, um nah an den Musikern zu bleiben. Gleichzeitig erlauben Licht, Nebel und Bühne eine Atmosphäre, die eher an Club als an klassischen Konzertsaal erinnert.

Das MUSIKZIMMER bleibt dran

Für das WELTKUNSTZIMMER ist der Abend Teil einer Reihe, die elektronische Musik, experimentelle Formate und Live-Performance zusammenbringt. Im Juni geht es weiter: Am 13. Juni steht das Art:walk Festival im MUSIKZIMMER auf dem Programm, unter anderem mit UNHEARD, Louretta & Dr. Schmitt, Ferment, Hackedepicciotto und einem DJ-Set des Get Over It Collective. Am 21. Juni folgt Moritz Simon Geist mit „Tripods“, einer Techno-Roboter-Live-Performance.

Damit bleibt das MUSIKZIMMER ein Ort für Formate, die in Düsseldorf nicht überall stattfinden: klein, direkt und offen für Klänge zwischen Bühne, Club und Experiment.

 

 

Mehr zu den Künstlern gibt es bei Polynation und Ralf Stritt. Das weitere Programm des Hauses findet sich beim WELTKUNSTZIMMER

Kurz & knapp

Was: Polynation im MUSIKZIMMER, mit Ralf Stritt „Dub Funk Session“ feat. Gregor Kerkmann
Wann: Sonntag, 17. Mai 2026
Wo: WELTKUNSTZIMMER, Ronsdorfer Straße 77a, 40233 Düsseldorf
Publikum: knapp über 100 Gäste
Fotos: Klaus von Jackelmann