Karneval | Wir zeigen die Wagen, wie sie heute wirklich rollen: 9 eigene Fotos aus dem Zoch – ergänzt durch offizielle CDC-Entwürfe. Im Hintergrund steht das Strafverfahren gegen Tilly in Russland.

Rosenmontag Düsseldorf 2026: Das sind Jacques Tillys Mottowagen – in Bildern

Jacques Tilly steht beim Rosenmontagszug 2026 in Düsseldorf vor dem Mottowagen „Putin vs. Narr (Satire)“
Jacques Tilly vor dem Mottowagen „Putin vs. Narr (Satire)“ (Rosenmontag 2026)

Rosenmontagszug Düsseldorf 2026: Jacques Tilly vor dem Mottowagen „Putin vs. Narr (Satire)“. Das Motiv zeigt den Machtkampf zwischen Repression und Narrenfreiheit – Satire als Gegenwehr. / Foto: Jo Achim Geschke, NDOZ

Putin, Ukraine, AfD, Trump, Iran, Afghanistan – und Düsseldorf-Themen wie Mieten und Senf: Jacques Tillys Mottowagen prägen den Rosenmontag 2026. NDOZ zeigt die Motive als echte Wagenfotos, ergänzt durch offizielle Entwürfe.

Düsseldorf am Rosenmontag: Du stehst am Rand, irgendwo fliegen Kamelle – und dann kommt ein Wagen um die Ecke, der mehr sagt als zehn Schlagzeilen. Jacques Tillys Mottowagen sind auch 2026 genau diese Bilder. Hier sind die Motive, die wir heute im Zug gesehen haben.

Bei durchwachsenem Wetter setzte sich der Rosenmontagszug 2026 in Bewegung – die Session steht unter dem Motto „Mer bliewe bunt – ejal wat kütt!“. Zuvor begrüßte Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller im Rathaus das Prinzenpaar Prinz Marcus I. und Venetia Nicole. Der Zug startete gegen 12.24 Uhr an der Corneliustraße/Ecke Herzogstraße; gegen 13.30 Uhr fuhr der erste Wagen am Marktplatz vor die Zuschauertribüne. Offiziell waren rund 11.000 Jecken Teil des Zugs – mit 124 Wagen und 116 Fußgruppen, begleitet von 21 Musikkapellen und sechs Musikwagen. Und mittendrin: die Mottowagen, über die heute alle reden.

Unsere Fotos aus dem Zoch (Rosenmontag 2026)

(Fotos: Jo Achim Geschke, NDOZ – Düsseldorf, 16.02.2026)

Fotos: Jo Achim Geschke / NDOZ (16.02.2026). Entwürfe: Jacques Tilly / Comitee Düsseldorfer Carneval.

 

Warum diese Wagen 2026 besonders diskutiert werden

Hinter den Motiven steht in diesem Jahr auch ein politischer Hintergrund: Gegen Jacques Tilly läuft in Russland ein Strafverfahren, in dem ihm vorgeworfen wird, „Falschinformationen über die russische Armee“ verbreitet und staatliche Organe verunglimpft zu haben – nach russischem Recht drohen Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren. In Düsseldorf wurde das öffentlich als Angriff auf Meinungs- und Kunstfreiheit eingeordnet: Das Comitee Düsseldorfer Carneval und Teile der Stadtgesellschaft verweisen dabei ausdrücklich auf Artikel 5 des Grundgesetzes. Zusätzlich kommt Rückendeckung aus der Kulturszene: Die Tonhalle Düsseldorf kündigte für Ende März einen Solidaritätspreis für Tilly an – als Zeichen gegen die Verfolgung von Kunst und Satire.