Der Uniper Düsseldorf Marathon 2026 brachte am 26. April eine Überraschung im Elitefeld — und einen Doppelsieg, der die Stadt besonders freuen dürfte.

Uniper Düsseldorf Marathon 2026: Russischer Landesrekord, Pfeiffer-Doppel und 24.000 am Rhein

Zuschauerin hält Schild „Läuft bei dir du Maschine!" beim Uniper Düsseldorf Marathon 2026 am Rheinufer mit Oberkasseler Brücke im Hintergrund
„Läuft bei dir du Maschine!" — Zuschauer am Rheinufer

Publikumsstimmung am Rheinufer — die Düsseldorfer hatten heute ihre eigene Botschaft dabei. / Foto: Klaus von Jackelmann

Ein Russe bricht einen 19 Jahre alten Rekord. Ein Düsseldorfer gewinnt zu Hause. 24.000 Läuferinnen und Läufer. Das war der Marathon 2026

Wer heute Mittag durch die Düsseldorfer Innenstadt wollte, musste einen anderen Weg nehmen. Rheinufer gesperrt, Königsallee in Laufrichtung, Altstadt abgeriegelt — der Uniper Düsseldorf Marathon hatte die Stadt fest im Griff. Rund 24.000 Läuferinnen und Läufer waren angemeldet, ausverkauft, Rekord. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es rund 17.000. Für NDOZ war Klaus von Jackelmann vor Ort.

Der Lauf selbst hielt, was die Zahlen versprachen — und lieferte im Elitefeld eine handfeste Überraschung.

Nedelin bricht einen 19 Jahre alten Rekord

Dmitrii Nedelin hat den Marathon gewonnen — und dabei eine Bestmarke gebrochen, die seit 2007 Bestand hatte. Der 34-jährige Russe lief die 42,195 Kilometer in 2:08:54 Stunden und verbesserte damit den russischen Landesrekord von Alexei Sokolow, der beim Dublin-Marathon 2:09:07 Stunden gelaufen war. Zweiter wurde der Kenianer Samuel Kiplimo Naibei in 2:11:45 Stunden, Dritter sein Landsmann Geoffrey Kimutai Koech in 2:12:01 Stunden.

Als bester Deutscher kam Kevin Kranz aus Düsseldorf als 14. ins Ziel — in 2:25:06 Stunden.

Bei den Frauen gewann die Kenianerin Tecla Jelimo Kibet in 2:25:15 Stunden — bei ihrem ersten Rennen auf europäischem Boden. Als beste Deutsche lief Nina Reuter von Frankfurt Athletics in persönlicher Bestzeit von 2:29:30 auf Platz fünf.

Die vollständigen Ergebnisse sind auf datasport.de abrufbar.

Heimspiel für die Pfeiffers

Die vielleicht schönste Geschichte des Tages spielte sich im Halbmarathon ab. Der gebürtige Düsseldorfer Hendrik Pfeiffer lief bei seinem Heimspiel — nur sechs Tage nach seiner persönlichen Bestzeit beim Marathon in Boston — über die 21,0975 Kilometer in 64:07 Minuten als Sieger ins Ziel. Seine Frau Esther Pfeiffer triumphierte kurz darauf in 68:41 Minuten bei den Frauen. Ein Familien-Doppelsieg, in dieser Stadt, an diesem Tag.

Run to the Beat — und 24.000 Gründe

Zum zweiten Mal lief der Marathon unter dem Motto „Run to the Beat". 39 DJs verteilten sich entlang der gesamten Strecke — vom Joseph-Beuys-Ufer bis zur Unteren Rheinwerft, durch Oberkassel, über die Königsallee, in die Altstadt. Die Strecke war Laufparcours und Konzertbühne zugleich.

Ob Düsseldorf diesen Schwung in den nächsten Jahren halten kann — und wann der erste Streckenrekord fällt — wird man sehen. Heute jedenfalls hat die Stadt geliefert.