Radwege nicht geräumt – Kritik an Awista

Radwege nicht geräumt – Awista: Rad mal stehen lassen - Kritik von SPD und Fahrrad-Verein

Von Jo Achim Geschke

Aktuelles Foto eines Radwegs in Friedrichstadt am 11. Februar / Foto © Jo Achim Geschke
Vereiste Radwege matschig – Kritik von SPD und ADFC

Aktuelles Foto eines Radwegs in Friedrichstadt am 11. Februar / Foto © Jo Achim Geschke

Das Fahrrad zu Hause lassen kann ja nun nicht die Lösung sein: ADFC und SPD kritisieren, dass die Radwege in Düsseldorf matschig sind, glatt und nicht geräumt. Der Weg zur Verkehrswende sieht anders aus, so der Tenor der Kritik. Das Foto zeigt einen Radweg am heutigen Donnerstagmorgen… Die Awista hatte dem ADFC auf Anfrage empfohlen, das Fahrrad einfach mal stehen zu lassen. Für eine Stadt, die 2025 fahrradfreundlichste Großstadt Deutschlands werden will (so OB Keller), nicht die beste Werbung, meinte auch der ADFC.

Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub ADFC hatte bereits am 8. Februar einen Brief an OB Stephan Keller und den Vorsitzenden des Verkehrsausschusses Norbert Czerwinski (Grüne) geschrieben, weil dem ADFC die Antwort der Awista nicht reichte. Zitat aus dem Brief des ADFC: "Mit solchen Ausführungen disqualifiziert sich der städtische Reinigungsbetrieb." Die AWISTA hatte zur Kritik des ADFC über nicht geräumte Radwege empfohlen, "das Fahrrad auch einfach mal stehen zu lassen."

"Wenn wir wirklich bis 2025 die fahrradfreundlichste Großstadt Deutschlands sein wollen, muss sich bei der Denkweise vieler und besonders der AWISTA noch viel verändern", so Jan-Philipp Holthoff. "Solange die Priorität bei der Schneeräumung für den Autoverkehr liegt, wird das nichts mit der Verkehrswende."

Einen Irrtum hat derer ADFC: Die Awista wurde von den Konservativen vor Jahren bereits privatisiert, inzwischen muss die Stadt Aufträge vergeben und bezahlen…

Auch die SPD/ Volt-Fraktion im Stadtrat meinte, so wird das nichts mit der Verkehrswende, und kritisiert süffisant: „Dass Fahrräder mittlerweile wichtige Verkehrsmittel sind, und nicht nur dazu dienen, bei sommerlichen Temperaturen am Rhein zu ‚lustwandeln‘, sollte sich auch bis zur AWISTA durchgesprochen haben. Der Hinweis, dass Düsseldorf nicht Island sei und daher über keine beheizten Radwege verfüge, passt vielleicht in die Karnevalszeit, wirkt allerdings eher zynisch. „Hier geht es um Grundsatzfragen der kommunalen Daseinsvorsorge. Deshalb ist OB Keller gefordert. Gerade ungeschützte Verkehrsbereiche wie die Rad- und Fußgängerwege bedürfen des besonderen Schutzes, vor allem im Winter“, erklärte Martin Volkenrath, verkehrspolitischer Sprecher der SPD/Volt-Ratsfraktion.