Bürgerbühne: Neuer Name, neue Leitung

Bürgerbühne mit neuem Namen und neuer Leitung

Von Jo Achim Geschke

STADT:KOLLEKTIV, D'haus

Bassam Ghazi und Birgit Lengers / Foto (c) Lasse Scheiba, D'haus

Die beliebte Bürgerbühne am Schauspielhaus bekommt eine neue Leitung, einen neuen Namen und ein neues Programm. Nach fünf Spielzeiten übergibt der bisherige Künstlerische Leiter Christof Seeger-Zurmühlen an ein neues Leitungsteam – an den Regisseur und Künstlerischen Leiter des Import Export Kollektivs am Schauspiel Köln Bassam Ghazi, und an die Dramaturgin Birgit Lengers, aktuell Leiterin des „Jungen DT“ und „DT International“ am Deutschen Theater Berlin. Ihr Konzept hat den Titel „Radikal sozial“.

Die neue Doppelspitze wird ab der Spielzeit 2021/22 die Künstlerische Leitung des Stadt:Kollektiv übernehmen und auch das Konzept der bisherigen Bürgerbühne verändern. Geplant wird die Spielzeit bereits gemeinsam. Birgit Lengers ist noch eine Saison lang in Berlin, Bassam Ghazi wird ab Sommer in Düsseldorf sein. Christof Seeger-Zurmühlen ist auch weiterhin beim beliebten „Asphalt-Festival“ zu finden.

Ein Auszug aus dem Konzept des neuen „Stadt:Kollektivs“:

Das STADT:KOLLEKTIV verbindet gemeinsam mit dem Café Eden das D'haus und Düsseldorf auf besondere und integrative Weise, da es die Menschen der Stadt nicht nur als Publikum, sondern als Akteur:innen anspricht. Es bietet nicht nur Kunst für die Stadt, sondern entwickelt sie gemeinsam mit den Bürger:innen. Der Begriff Kollektiv geht zurück auf das lateinischen Verb colligere = zusammensuchen, zusammenbringen. Kollektive entwickeln aufgrund gemeinsamer Haltungen oder  Handlungen ein Gefühl der Zusammengehörigkeit – nicht aufgrund eines bestimmten sozialen Status der Mitglieder. Das STADT:KOLLEKTIV bildet Theaterbanden und bringt Menschen unabhängig von Herkunft, von Religion oder Weltanschauung zusammen. Menschen jeden Alters, aller sexuellen Identitäten, Menschen mit und ohne Behinderung, mit viel oder wenig Geld sind angesprochen. Das STADT:KOLLEKTIV verhandelt in seiner Arbeit postmigrantische, postkoloniale, intersektionale und diskriminierungskritische Perspektiven. Basis dieser Arbeit ist unbedingter Respekt und Solidarität – radikal sozial! …..

Das STADT:KOLLEKTIV geht in seinen Inszenierungen, Residenzen und Clubs selbstverständlich Synergien mit verwandten Kunstformen ein: Tanz, Performance, Bildende Kunst, Interventionen, Musik, Hörspiel, Video und digitale Medien. Neben den vier Repertoireinszenierungen entstehen aus den Clubs vielfältige theatrale Formate, in denen die Stadt zur Bühne wird: von Flashmobs und Interventionen auf öffentlichen Plätzen über Theater to go & Theater Mobil zu Installationen und Bespielungen der Foyers wie zu digitalen Projekten auf diversen Plattformen. Dabei sind die Grenzen zu sozialen Ereignissen wie Essen und Sport, Spielen, Diskussionen und Demonstrationen, Festen und Konzerten fließend.

D'haus : www.dhaus.de

Asphalt-Festival : https://www.asphalt-festival.de/