Er kann Rheinland!

Kulturmanager aus Bremen wird neuer Geschäftsführer des Kulturzentrums zakk

Von Heike Billhardt-Precht |

zakk Düsseldorf, Fichtenstraße, Außenansicht, © C. Wolff

zakk Düsseldorf, Fichtenstraße, Außenansicht, © C. Wolff

Till Krägeloh, 39, tritt am 1. April 2021 die Nachfolge von Geschäftsführer Jochen Molck im zakk an. Der studierte Wirtschaftswissenschaftler und Kulturmanager ist seit 2015 Marketingleiter der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. Zudem ist er dort zurzeit für das Zukunftslabor verantwortlich, ein gemeinsames Projekt des Orchesters mit einer Schule in einem Bremer Brennpunktstadtteil. Im Jahr 2014 hob Krägeloh außerdem das bereits mehrfach ausgezeichnete Festival "Watt En Schlick Fest" im Nordseebad Dangast aus der Taufe, dessen Geschäftsführer und künstlerischer Leiter er bis heute ist.

"Bei allen meinen Tätigkeiten habe ich immer wieder festgestellt, wie sehr es mich begeistert, verschiedene kulturelle Sparten zu verbinden und mit den unterschiedlichsten Menschen gemeinsam ein Projekt zu stemmen," beschreibt sich Krägeloh selber und freut sich nach fünfjähriger Tätigkeit für die Kammerphilharmonie auf die Herausforderungen eines soziokulturellen Zentrums. "Die Vorstellung, mich hier einzubringen und das zakk zusammen mit dem Team weiterzuentwickeln, ist für mich absolut faszinierend. Ich liebe es, kreative Köpfe zusammenzubringen und Ideen anzustoßen. Ich bin der Meinung, gerade in Zeiten wie diesen ist mutiges Handeln ein guter Ansatz, um Dinge in Bewegung zu bringen." Das Rheinland ist dem gebürtigen Marburger durchaus vertraut, er hat Kindheit und Jugend in Kleve und Moers verbracht. "Das zakk kenne ich bereits seit meiner Jugend, denn hier habe ich mein erstes großes Konzert erlebt: die 'Absoluten Beginner'."

In dem mehrstufigen Verfahren mit über 20 eingegangenen Bewerbungen hatte sich Krägeloh schließlich durchgesetzt und wurde vom Vorstand des zakk Vereins einstimmig zum neuen Geschäftsführer bestellt. Noch-Geschäftsführer Jochen Molck. "Ich erlebe Till als einen sehr engagierten Kulturmanager, der viel Herzblut und Expertise einbringt. Seine Finanzkompetenz ist natürlich ebenfalls sehr wichtig, gerade jetzt, wo es das Zentrum weiter gut durch die Pandemie zu steuern gilt". Und ergänzt augenzwinkernd: "Was ich in meinen bisherigen Gesprächen auch mitbekommen habe: Er kann Rheinland!".
 
Zur Einarbeitung ab 1. April wird Molck die ersten sechs Monate Krägeloh beratend und begleitend zur Seite stehen und sich danach vollständig seinem neuen Job als Dozent für Kulturmanagement an der Hochschule Düsseldorf widmen. Auf Krägeloh aber kommt schon jetzt die erste große Herausforderung zu: "Wir suchen eine Wohnung in Düsseldorf für unsere vierköpfige Familie."