Düsseldorfer Museen dürfen wieder öffnen

Museen öffnen wieder, Besuch nach vorheriger Terminvereinbarung – alle Infos

Von Jo Achim Geschke

Museum Ausstellung / Archiv Foto © Jo Geschke
Museen öffnen wieder

Museum Ausstellung / Archiv Foto © Jo Geschke

Darauf haben viele gewartet: Endlich dürfen die Museen in der Landeshauptstadt Düsseldorf wieder ihre Türen für Besucherinnen und Besucher öffnen. Seit November 2020 mussten die Kultureinrichtungen coronabedingt geschlossen bleiben. Mit der neuen Coronaschutzverordnung des Landes ist nun eine eingeschränkte Öffnung möglich. Sehr zu empfehlen ist auch die Ausstellungen „Heinz Mack“ (bis 30. Mai 2021) und „Caspar David Friedrich und die Düsseldorfer Romantiker“ (bis 24. Mai 2021) im Kunstpalast, Ehrenhof.

Laut der Verordnung ist ein Besuch nur nach "vorheriger Terminbuchung und bei sichergestellter einfacher Rückverfolgbarkeit" zulässig. Darüber hinaus schreibt das Land NRW auch eine Besucheranzahl pro Quadratmeter vor. So heißt es in der Verordnung: "Die Anzahl von gleichzeitig anwesenden Besucherinnen und Besuchern darf in geschlossenen Räumen eine Person pro zwanzig Quadratmeter der für Besucher geöffneten Fläche nicht übersteigen." Während des Aufenthalts im Kulturinstitut besteht die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske.

Der Kunstpalast widmet Heinz Mack (*1931) zu seinem 90. Geburtstag eine Ausstellung, die vorwiegend sein Frühwerk aus den 1950er bis 1970er Jahren präsentiert. Die Schau des in Mönchengladbach und auf Ibiza lebenden und arbeitenden Künstlers zeigt die innovativen Neuerungen und verdeutlicht den revolutionären Geist des Bildhauers und Malers. Die Werkauswahl von etwa 100 teils raumgreifenden Arbeiten fokussiert zentrale Stationen seines Werdegangs, wie das Studium an der Düsseldorfer Kunstakademie, die ZERO-Zeit, Aufenthalte in Afrika und den USA bis hin zu seinen lichtkünstlerischen Environments und seinen Großprojekten in freier Natur.

„Caspar David Friedrich und die Düsseldorfer Romantiker“

Caspar David Friedrich (1774–1840) gilt heute als einer der bedeutendsten Maler des 19. Jahrhunderts und als wichtigster Vertreter der deutschen Romantik. Die rund 130 Werke umfassende Ausstellung im Kunstpalast, Düsseldorf, widmet sich dem sowohl von Kritik als auch von Anerkennung und Wesensverwandtschaft geprägten Verhältnis von Caspar David Friedrich und den Düsseldorfer Romantikern. Präsentiert wird der aufkommende Geschmackswandel von der Frühromantik bis zu den Anfängen des Realismus. Erstmals tritt die sächsische Landschaftsmalerei in einen Dialog mit den Arbeiten ihrer Düsseldorfer Kollegen.

Unter Berücksichtigung der Coronaschutzverordnung können folgende städtischen Kultureinrichtungen ab Mittwoch, 10. März, wieder öffnen:

Aquazoo Löbbecke Museum

Das Aquazoo Löbbecke Museum, Kaiserswerther Straße 380, läutet mit der Sonderausstellung "Muscheln, Schnecken, Pillendosen" das Jubiläumsjahr zu Theodor Löbbecke ein. Der Apotheker, Molluskensammler und Museumsgründer, dessen 200. Geburtstag auf den 4. März 2021 fiel, ist ebenso Thema der Ausstellung wie das Sammeln von Muscheln und Schnecken in der heutigen Zeit. Der gesamte Ausstellungsbereich wie auch die Dauerausstellung "Meer und Mensch" ist für die Gäste zugänglich.
Das Aquazoo Löbbecke Museum hat montags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet für Erwachsene 10 Euro, ermäßigt 6 Euro. Kinder bis sechs Jahre erhalten freien Eintritt.

Maximal 100 Besucherinnen und Besucher dürfen sich gleichzeitig unter Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln im Haus aufhalten. Der Besuch ist nur mit Online-Buchung eines Zeitfensters möglich.

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Filmmuseum Düsseldorf

Im Film verbinden sich Mythos und Magie, Spaß und Spannung, Illusion und Idole, Träume und Tricks, Kult und Kultur. Im Düsseldorfer Filmmuseum kann die ganze Welt des Films entdeckt werden. An neu geschaffenen interaktiven Stationen können Besucherinnen und Besucher - unter Einhaltung Hygieneregeln - den Filmschnitt ausprobieren, Trickfilme herstellen, in einem Cabrio Triumph die Rückprojektion nachempfinden oder sich selbst als Slapstick-Akteurin/-Akteur inszenieren.

Besucherinnen und Besucher erfahren, wie Film entstanden ist, wer und was zu seiner Herstellung beiträgt und wie er vorgeführt wird. Zu bestaunen sind Filmprojektoren und Kameras, Set-Modelle, Dekorationen, Requisiten und Kostüme. Es gibt jede Menge Überraschungen und unter dem Dach – im Studio – ein Hauch von Hollywood.

Geöffnet ist das Filmmuseum dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr, der Eintritt beträgt 5 Euro, ermäßigt 2,50 Euro. Sonntags ist der Eintritt frei, ebenso für Jugendliche unter 18 Jahren.

Maximal 50 Besucherinnen und Besucher dürfen sich gleichzeitig unter Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln in dem Haus aufhalten. Eine vorherige telefonische Anmeldung ist unter +49 211 8992232 (11 bis 18 Uhr) notwendig.

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Heinrich-Heine-Institut

Das Heinrich-Heine-Institut, Bilker Straße 12-14, öffnet mit der Sonderausstellung "‘Paris, die schöne Zauberstadt…‘ Fotografien von André Kertész und Texte von Heinrich Heine". Die Schau ist zum ersten Mal für die Öffentlichkeit zu sehen und wird bis zum 22. August gezeigt. Darüber hinaus ist auch die Dauerausstellung "Romantik und Revolution" geöffnet.

Das Heinrich-Heine-Institut hat dienstags bis freitags von 11 bis 17 Uhr, samstags von 13 bis 17 Uhr und sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet für Erwachsene vier Euro, ermäßigt 2 Euro. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt. Ab 16 Uhr gibt es die Happy Hour mit kostenlosem Eintritt. Sonntags ist der Eintritt für alle Besucherinnen und Besucher frei.

Maximal zehn Besucherinnen und Besucher dürfen sich gleichzeitig unter Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln in dem Haus aufhalten. Eine vorherige Anmeldung und Terminvereinbarung ist unter +49 211 8995571 erforderlich.

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Hetjens – Deutsches Keramikmuseum

Das Hetjens-Museum, Schulstraße 4, empfängt seine Besucherinnen und Besucher mit zwei besonderen Ausstellungen: Die Porzellanschau "Schweizer Schoki, Weißes Gold – Süßes und Zerbrechliches vom Zürichsee" ist mit der Wiedereröffnung endlich erstmals für das Publikum zugänglich. In der Ausstellung "Göttliche Welten – Glaubensbilder aus 4000 Jahren" wird ein Blick hinter die religiöse Symbolik und deren Bedeutung geworfen (verlängert bis 1. August). Darüber hinaus wird ein frühlingshaft inszenierter "Tisch des Monats" mit dem Titel "Wie aus dem Ei gepellt!" auf das Osterfest einstimmen.

Das Hetjens hat dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr und mittwochs bis 21 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet für Erwachsene fünf Euro, ermäßigt 2,50 Euro. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt. Ab 16 Uhr (mittwochs ab 20 Uhr) gilt eine Happy Hour mit kostenlosem Eintritt. Sonntags ist der Eintritt für alle Besucherinnen und Besucher frei. Maximal 50 Besucherinnen und Besucher dürfen sich gleichzeitig unter Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln in dem Haus aufhalten. Eine vorherige Anmeldung und Terminvereinbarung ist unter +49 211 8994210 zu den Öffnungszeiten erforderlich.

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Mahn- und Gedenkstätte

Die Mahn- und Gedenkstätte, Mühlenstraße 29, öffnet mit der Sonderausstellung "Die Kommissare. Kriminalpolizei an Rhein und Ruhr 1920-1950". Die Schau feiert Premiere und ist ab dem 10. März zum ersten Mal für die Öffentlichkeit zu sehen. Darüber hinaus ist auch die Dauerausstellung "Düsseldorfer Kinder und Jugendliche in der NS-Zeit" geöffnet.

Die Mahn- und Gedenkstätte hat dienstags bis freitags von 11 bis 17 Uhr, samstags von 13 bis 17 Uhr und sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist für alle Besucherinnen und Besucher frei.

Maximal 15 Besucherinnen und Besucher dürfen sich gleichzeitig unter Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln in dem Haus aufhalten. Eine vorherige Anmeldung und Terminvereinbarung ist nur telefonisch unter +49 211 8996205 (8 bis 16 Uhr) möglich.

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SchifffahrtMuseum im Schlossturm

Im SchifffahrtMuseum auf dem Burgplatz lassen sich wieder spannende Geschichten rund um den Rhein und die Schifffahrt entdecken. Junge Besucherinnen und Besucher können die interaktive Ausstellung mithilfe eines Rallyeheftes erkunden und erhalten zum Abschluss ihr kleines "Schifferpatent"

Das SchifffahrtMuseum hat dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet für Erwachsene drei Euro, ermäßigt 1,50 Euro. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt. Ab 17 Uhr gibt es die Happy Hour mit kostenlosem Eintritt. Sonntags ist der Eintritt für alle Besucherinnen und Besucher frei.

Maximal 15 Besucherinnen und Besucher dürfen sich gleichzeitig unter Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln in dem Haus aufhalten. Eine vorherige Anmeldung und Terminvereinbarung ist dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr unter +49 211 8994195 erforderlich.

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Stadtarchiv

Das Stadtarchiv ist ebenfalls ab Mittwoch, 10. März, nach schriftlicher Anmeldung wieder für Besucherinnen und Besucher zugänglich. Da nur ein begrenztes Platzangebot zur Verfügung steht, wird um eine Terminanfrage via E-Mail an stadtarchiv@duesseldorf.de gebeten.

Stadtmuseum Düsseldorf

Das Stadtmuseum Düsseldorf, Berger Allee 2, öffnet mit der Sonderausstellung "Bert Gerresheim. Geschichten", die noch bis zum 25. Juli zu sehen ist. Darüber hinaus sind auch die Sammlungspräsention zur Stadtgeschichte sowie die aktuellen Ausstellungsprojekte "Chris Reinecke. Partizipation von ich und wir. Leben und Wohnen und Arbeiten in der Stadt. Düsseldorf 1967-1971" (bis zum 28. März), "Architekturpreis Düsseldorf 2020" (bis zum 11. April), "Soroptimist Interntional Düsseldorf. Isolde Strauß, Fotografie - Ulrike Arnold, Malerei" (bis zum 25. April), "Unsere Straßen - unsere Künstler" (bis zum 29. April) und "Düsseldorf und Düsseldorfer*innen. Johannes Galert, Sergej Lepke – Pressefotografie"(bis zum 29. April) zu sehen.

Das Stadtmuseum hat dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet für Erwachsene vier Euro, ermäßigt 2 Euro. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt. Ab 17 Uhr gibt es die Happy Hour mit kostenlosem Eintritt. Sonntags ist der Eintritt für alle Besucherinnen und Besucher frei.
Maximal 50 Besucherinnen und Besucher dürfen sich gleichzeitig unter Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln in dem Haus aufhalten. Eine vorherige telefonische Anmeldung und Terminvereinbarung ist unter +49 211 8996170 erforderlich.

Theatermuseum/Dumont-Lindemann-Archiv

Im Hofgärtnerhaus, Jägerhofstraße 1, lädt das Theatermuseum zu seiner verlängerten Sonderausstellung "Fünfzig. Vom Düsseldorfer Schauspielhaus zum D’haus" ein. Die Ausstellung, die nur noch bis 2. Mai zu sehen sein wird, erzählt die wechselvolle Entstehungsgeschichte des Gebäudes und lässt anhand von Shakespeares "Sommernachtstraum" Inszenierungen und Darstellerinnen und Darsteller der vergangenen fünf Jahrzehnte Revue passieren.

Das Theatermuseum hat dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet für Erwachsene vier Euro, ermäßigt 2 Euro. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt. Ab 16 Uhr gibt es die Happy Hour mit kostenlosem Eintritt. Sonntags ist der Eintritt für alle Besucherinnen und Besucher frei.

Maximal 8 Besucherinnen und Besucher dürfen sich gleichzeitig unter Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln in dem Haus aufhalten. Eine vorherige Anmeldung und Terminvereinbarung ist unter der Rufnummer +49 211 8996130 oder per E-Mail unter kasse_theatermuseum@duesseldorf.de erforderlich.

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Goethe-Museum öffnet im April

Aufgrund derzeit noch laufenden Baumaßnahmen im Goethe-Museum kann das Haus aktuell noch nicht für Besucherinnen und Besucher geöffnet werden. Eine Öffnung des Instituts ist für April geplant. Das Goethe-Museum soll dann ab dem 18. April mit der Wiederaufnahme der Ausstellung "'Orient und Okzident sind nicht mehr zu trennen'. Uecker – Hafis – Goethe." öffnen.