Bilk, Oberbilk, Unterbilk, Friedrichstadt, Flehe, Hamm, Volmerswerth

Erweiterung von „hallo nachbar!“ im Stadtbezirk 3

Projektleitern Stadtbezirk 3 Marieke Schmale und Bruder Peter Amendt, Leiter des Trägers vision:teilen e.V. / Foto @ vision:teilen

Projektleitern Stadtbezirk 3 Marieke Schmale und Bruder Peter Amendt, Leiter des Trägers vision:teilen e.V. / Foto @ vision:teilen

Die Initiative „hallo nachbar!“ des gemeinnützigen Vereins vision:teilen kümmert sich seit 2013 in Düsseldorf um Menschen, die sich vereinsamt fühlen und aufgrund von Erkrankung, Armut oder Alter kaum mehr am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Die Corona-Pandemie hat die Lage vieler Menschen noch einmal verschärft: Veranstaltungen finden nicht statt, Beratungen werden oft nur telefonisch geführt und viele Anlaufstellen können nicht mehr oder nur eingeschränkt aufgesucht werden.

Bei „hallo nachbar“ setzen sich ca. 130 Ehrenamtliche in verschiedenen Stadtteilen für Menschen ein, die sich einsam und abgehängt fühlen.

Sie sind ehrenamtliche Lebensmitteleinkäufer, Zum-Arzt-Begleiter, Gesprächspartner, Ratgeber, Gemeinsam-Kaffeetrinker, Rollstuhlschieber, Türöffner, helfende Hände, sehende Augen und vieles mehr und bereichern so das Leben der NachbarInnen, wie die Hilfesuchenden genannt werden. Dabei werden die Ehrenamtlichen engmaschig von SozialarbeiterInnen begleitet.

Vermehrt gab es in den letzten zwei Jahren Hilfegesuche im Stadtbereich 3 (Bilk, Oberbilk, Unterbilk, Friedrichstadt, Flehe, Hamm, Volmerswerth).

Um dort zukünftig noch mehr nachbarschaftliche Hilfe organisieren zu können, hat der Verein vision:teilen mit der Unterstützung der Paul- und Mia-Herzog-Stiftung und der Pierburg-Stiftung eine neue Sozialarbeiterstelle geschaffen. Sie soll Ehrenamtliche und hilfesuchende NachbarInnen passgenau zusammenbringen.

Außerdem unterstützt sie eine Gruppe von Ehrenamtlichen bei der Durchführung eines Nachbarschaftscafés. Regelmäßig schult sie die Ehrenamtlichen für ihren Einsatz, gerade auch im Hinblick auf die Lebenslage und Einschränkungen wie körperliche und seelische Behinderungen der NachbarInnen.

Dazu wird vor Ort mit vielen anderen Akteuren, vor allem aus dem Bereich der Senioren- und Behindertenarbeit, zusammengearbeitet.

Ansprechpartnerin im Projekt für alle Hilfsanfragen, Ehrenamtsinteressenten und Netzwerkkontakte ist dabei Sozialarbeiterin Marieke Schmale. Sie möchte Menschen ermutigen sich einzubringen:

„Anderen Menschen zu helfen ist kein Hexenwerk. Oft helfen kleine Dinge, die für einen selbst selbstverständlich sind, die für andere aber aufgrund ihrer Lebenssituation nicht machbar sind. So ist es zum Beispiel für Sehbehinderte schwierig, alleine ein Behördenformular auszufüllen; für Gehbehinderte ist es schwierig auf einen Stuhl zu klettern und eine Glühbirne zu wechseln; Menschen mit seelischer Behinderung wie einer Depression brauchen einen Ansporn für Spaziergänge. All das sind Dinge, bei denen Ehrenamtliche helfen können, und die den NachbarInnen am Ende oft mehr bedeuten, als nur die reine Tätigkeit. Oft entstehen dabei schöne Momente mit wertvollen Gesprächen.“

„hallo nachbar!“

Ansprechpartnerin für den Stadtbezirk 3: Marieke Schmale
Schirmerstrasse 27
40211 Düsseldorf

Erreichbarkeit:
Montag - Donnerstag: 11-15 Uhr Telefon: 0176/34354666
Email: marieke.schmale@vision-teilen.org

info(at)vision-teilen.org

Weitere Informationen unter: www.hallo-nachbar.org

https://vision-teilen.org/duesseldorf