À table mit Alex – Keiner von uns hatte je eine echte Bouillabaisse gegessen. Das hat sich an einem Ostersonntag in Marseille geändert. Was bleibt: ein Rezept, eine Adresse und die Frage, was Düsseldorf damit anzufangen weiß.

Bouillabaisse in Marseille: Warum sich ein Abend bei Fonfon wirklich lohnt

Von Alexandra Scholz-Marcovich |

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Chez Fonfon, Marseille: die Fischpräsentation vor dem Kochen — das ist die Charta

Vor dem Kochen: die Fische des Tages, ganz und roh. Das ist kein Theater. Das ist die "Charta". / Foto: Alexandra Scholz-Marcovich, NDOZ

Bouillabaisse. Nicht am Vieux-Port, unter einem Viadukt in Marseille. Knapp 1000 Kilometer von Düsseldorf. Wir sind gefahren.

Ostersonntag in Marseille, mehr als 20 Grad, fünf hungrige Menschen. Keiner von uns hatte je eine echte Bouillabaisse gegessen. Nicht einmal ich als Französin.

 

Was ist eigentlich eine Bouillabaisse?

Ursprünglich ein Arme-Leute-Gericht. Was nach dem Fang in den Calanques übrig blieb - die kleinen, die unverkäuflichen, die beschädigten Fische - kam in den Topf. Mit Brot, Knoblauch, Meerwasser. Der Name kommt aus dem Provenzalischen: "quand ça bout, on abaisse": wenn es kocht, zieht man zurück. Eine Kochanweisung wurde zur Identität des Gerichts.

Die alten Griechen, Gründer Marseilles im 7. Jahrhundert v. Chr., kannten bereits eine ähnliche Fischsuppe. Und dann, 1980, ein Satz von Alphonse Mounier, Gründer von Fonfon, der alles auf den Punkt brachte:

"Eine Bouillabaisse für 32 Franc, mein Kleiner, ist ein Witz. Für 25 Franc ist es Betrug."

Dieser Satz erklärt, warum 17 Marseiller Restaurants im selben Jahr die Charte de la Bouillabaisse unterzeichneten. Sie schreibt seitdem vor: mindestens vier Fischarten aus dem Mittelmeer, Präsentation der rohen Fische vor dem Kochen, Service in zwei Gängen. Fonfon war Mitbegründer.

Was auf den Tisch kommt:
Bouillon aus Tomate, Safran, Olivenöl, Knoblauch und Fenchel - à volonté.
Rouille auf Croûtons. Fischstücke und Kartoffeln separat. Man gibt selbst rein.

Was sie nicht ist: eine Fischsuppe. Und nicht das, was man am Vieux-Port für 18 Euro bekommt.

Bouillabaisse — vom Produkt zum Teller

Ein Gericht, das man nicht bestellt — das man erlebt.

Charte de la Bouillabaisse · Marseille 1980 · mindestens 4 Fischarten aus dem Mittelmeer


Auf jeden Fisch klicken, um mehr zu erfahren

×Aquarell-Illustration einer Rascasse

Rascasse · Skorpionfisch

Scorpaena scrofa

Lebt im Mittelmeer und im Ostatlantik auf felsigen, algenbedeckten Gründen — bis zu 500 Meter tief. In Rotbraun und Marmor perfekt getarnt, bewegungslos auf Beute lauernd. Wird bis zu 50 cm lang, trägt giftige Stacheln auf dem Rücken: gefährlich anzufassen, unverzichtbar zu kochen. Ihre festen weißen Filets und ihr Kollagen geben der Bouillon ihre samtige Konsistenz und den tiefen Geschmack, an dem man eine echte Bouillabaisse erkennt.

Ohne Rascasse, keine Bouillabaisse — sagt die Charte de 1980. Sie ist der wichtigste Fisch der Liste. Bei Fonfon kommt sie ganz auf den Tisch, mit Kopf, mit Stacheln. So ist es richtig.

×Aquarell-Illustration eines Saint-Pierre

Saint-Pierre · Petersfisch

Zeus faber

Lebt im Mittelmeer und im Ostatlantik in Tiefen von fünf bis 200 Metern, meist als Einzelgänger nahe am Grund. Erkennbar an seinem hochrückigen, seitlich stark abgeflachten Körper und dem markanten schwarzen Fleck auf jeder Flanke — der Legende nach der Fingerabdruck des Apostels Petrus. Sein festes, mageres weißes Fleisch gilt als eines der edelsten unter den Mittelmeerfischen.

Die Charte de 1980 erlaubt ihn ausdrücklich als noble Beigabe — und bei den Marseiller Köchen ist er sehr geschätzt. Bei Fonfon ein stiller Höhepunkt zwischen den großen Namen.

×Aquarell-Illustration eines Grondin

Grondin · Knurrhahn

Chelidonichthys lucerna

Lebt im Mittelmeer und im Nordostatlantik auf sandigen und kiesigen Gründen, meist in 20 bis 300 Metern Tiefe. Bekannt für die knurrenden Geräusche, die er mit seiner Schwimmblase erzeugt — daher sein Name. Wird bis zu 70 cm lang, trägt einen gepanzerten Kopf und auffallend blaue Brustflossen. Sein festes weißes Fleisch zerfällt beim Kochen nicht und gibt dem Sud die nötige Tiefe.

Galinette nennt man ihn in der Provence. In der Bouillabaisse ein Klassiker, der erst kurz vor Ende der Kochzeit dazukommt — sonst wird er zu trocken.

×Aquarell-Illustration einer Vive

Vive · Petermännchen

Trachinus draco

Lebt im Mittelmeer und im Ostatlantik auf sandigen Böden, in die er sich tagsüber bis zu den Augen eingräbt. Trägt giftige Stacheln auf der Rückenflosse und auf den Kiemendeckeln — ein Stich verursacht stundenlange, manchmal tagelange Schmerzen. Wird bis zu 42 cm lang. Trotz seiner Gefährlichkeit gilt sein festes, fein-weißes Fleisch als eines der begehrtesten der mediterranen Küche.

Vor dem Kochen werden die giftigen Stacheln entfernt — danach ist sie völlig harmlos. Die Charte de 1980 nennt sie als unverzichtbaren Fisch. Bei Fonfon kommt sie ganz auf den Tisch, wie es das Ritual verlangt.

×Aquarell-Illustration eines Congre

Congre · Meeraal

Conger conger

Lebt im Mittelmeer und im Nordostatlantik in Felsspalten, Höhlen und alten Wracks, meist in fünf bis 500 Metern Tiefe. Ein nachtaktiver Lauerjäger, der bis zu drei Meter lang und über hundert Kilogramm schwer werden kann. Sein festes, leicht öliges Fleisch ist reich an Kollagen — ideal, um die Bouillon der Bouillabaisse zu binden und ihr den typischen Körper zu geben.

Fielas nennt man ihn in der Provence. Die Charte de 1980 nennt ihn als unverzichtbaren Fisch — neben der Rascasse die zweite Säule des Bouillons.

×Aquarell-Illustration eines Rouget de roche

Rouget de roche · Rotbarbe

Mullus surmuletus

Lebt im Mittelmeer und im Nordostatlantik in flachen Küstengewässern über Stein- und Sandgründen, meist in fünf bis 60 Metern Tiefe. Mit seinen zwei Barteln am Unterkiefer durchforstet er den Meeresboden nach Krebsen und Würmern. Wird etwa 25 cm lang, trägt eine rotbraune Färbung mit gelblichen Längsstreifen. Sein zart-rosa Fleisch und sein fein-süßer Geschmack machen ihn zu einem der teuersten Speisefische des Mittelmeers.

In Marseille wird der Rouget oft gegrillt serviert — in der Bouillabaisse hingegen kommt er ganz, mit Leber und allem, denn dort liegt sein voller Geschmack.

×Aquarell-Illustration einer Lotte

Lotte · Seeteufel

Lophius piscatorius

Lebt im Mittelmeer und im Nordostatlantik halb im Sediment vergraben, in zwanzig bis tausend Metern Tiefe. Mit seinem riesigen Maul und der angelartigen Antenne auf dem Kopf lockt er seine Beute an — daher auch der Name Anglerfisch. Wird bis zu zwei Meter lang. Sein festes, fast krustentier-artiges Fleisch ohne kleine Gräten gilt als eine der edelsten Zutaten der mediterranen Küche.

Baudroie sagen die Marseiller, Lotte sagt man in der Bouillabaisse. Die Charte de 1980 erlaubt sie ausdrücklich als noble Ergänzung — bei Fonfon kommt sie regelmäßig in den Topf.


Was auf den Tisch kommt

Bouillon

Safran · Tomate · Fenchel

Rouille

Knoblauch · Safran · Öl

Croûtons

geröstet · mit Knoblauch

Kartoffeln

mit den Fischen serviert


Das Ritual — unverzichtbar

Charte-Regel: Service in zwei Gängen — zwei Teller, eine Regel seit 1980

1

Rohe Fische

ganz · am Tisch gezeigt

vor dem Kochen

2

Die Bouillon

heiß serviert · à volonté

mit Rouille und Croûtons

3

Die Fische

mit Kartoffeln · auf dem Teller

Bouillon auf Wunsch nachschenken

Illustration: Alexandra Scholz-Marcovich

Nicht am Vieux-Port. Das sollte man vorher wissen.

Wer zum ersten Mal nach Fonfon fährt, sucht oft am falschen Ort. Das Restaurant liegt nicht am Vieux-Port, sondern im Vallon des Auffes, 7. Arrondissement, 140 rue du Vallon des Auffes, erreichbar über die Corniche Kennedy. In Marseille macht das einen Unterschied.

Der Vallon des Auffes ist ein winziger Hafen unter einem Viadukt. Fischerboote, Netze, enge Häuser, Felsen, Wasser. Eine dieser Ecken, die man nicht erfinden würde, wenn sie nicht längst da wäre. Man steigt von der Corniche über eine steile Treppe hinunter. Für Menschen mit eingeschränkter Mobilität ist das keine Kleinigkeit.

Parken ist schwierig. Wer kein Glück hat, läuft. Eine vernünftige Alternative: Parking du Pharo, von dort etwa 15 Minuten zu Fuß am Meer entlang. Nicht das schlechteste Ende des Abends.

Ein Hafen, in dem Marseille plötzlich langsamer wird

Wir waren zu früh. Nur eine Bar hatte auf. Wir bestellten Bier und Orangina, setzten uns auf die Stufen der Treppe (auf der Terrasse war kein Platz) und schauten auf die Boote.

Kurz hinter dem Viadukt: eine natürliche Badestelle in den Felsen. Nicht ausgeschildert, nicht bewacht. An Ostern voller Marseillais: Familien, Kinder, Hunde. Man ist hier kein Tourist. Man ist Gast in einem Stadtviertel, das seinen eigenen Rhythmus nicht aufgegeben hat.

Alphonse und Jean: zwei Brüder, ein Hafen

Chez Fonfon ist in Marseille keine beliebige Adresse. 1952 eröffnete Alphonse Mounier, genannt Fonfon, das Restaurant. Sein Bruder Jean, genannt Jeannot, machte gleich nebenan seine Pizzeria auf. Zwei Brüder, zwei Lokale, keine zwanzig Meter auseinander. Auf der Visitenkarte steht es noch heute: Alphonse & Jean.

Vier Generationen später ist das Haus immer noch in Familienhand und immer noch bei der Sache. Bevor der erste Teller auf den Tisch kommt, bringt der Service ein großes Tablett: die Fische des Tages, ganz, roh. Skorpionfisch, Knurrhahn, Petersfisch, Meeraal. Keine Dekoration, kein Kommentar. Die Botschaft ist klar: Das hier ist das Produkt. Daraus wird euer Abend.

Was wir dabei gelernt haben: Die berühmte Charte von 1980 haben genau 17 Marseiller Restaurateure unterschrieben. Nicht 170. Siebzehn. Wer sie nicht unterschrieben hat, darf trotzdem Bouillabaisse verkaufen. Das erklärt einiges. In Marseille. Und anderswo.

Der Tisch, der Wein, die Austern

Zweiter Stock, Fensterplatz mit Blick auf den Hafen. Keine Tischdecke. Das Holz der Tische ist sichtbar. Darauf Sets aus Vinyl, blau-weiß, mit stilisierten Fischen: Pôdevache, eine französische Marke, Made in France. Stoffservietten, gerollt in Papierringen mit dem Fonfon-Logo. Das Besteck liegt im klassischen französischen Service. Gabel links, Messer rechts mit der Klinge zum Teller. Blumen, ruhiger Service.

Marineblaue Wände, runde Bullaugen wie an einem Schiff, dunkles Holz, Samtsessel. Modernes Design, klassisches Gericht. Der Gegensatz ist Programm. Nichts ist aufgesetzt. Nichts ist zufällig.

Die Weinkarte öffnet mit einer ganzen Seite AOC Cassis. Die Appellation liegt zwanzig Kilometer entfernt. Wir haben den Blanc de Blancs der Domaine du Paternel gewählt. Biologisch, salinisch, floral, Zitrusnoten. Genau das, was man neben einem kräftigen Fischbouillon braucht. In Düsseldorf findet man ihn nicht. Gerade deshalb bleibt er im Kopf.

Vorweg Austern — Gilardeau, für den Tisch. Fleischig, jodhaltig, direkt. Wir hatten bewusst leicht angefangen. Wir wussten, was danach kommt.

Bouillabaisse oder Bourride?

Wir hatten zwei Bouillabaissen bestellt, eine Bourride de Fonfon, eine Assiette du Pêcheur und Steinbutt. Fünf Personen, fünf Teller, eine Frage: Was ist eigentlich der Unterschied?

Die Bouillabaisse kommt nicht als fertiger Teller. Zuerst der Bouillon: tiefrot, kräftig, Safran, Tomate, Knoblauch, Fenchel — heiß, à volonté. Dazu Croûtons, Rouille. Separat: die gegarten Fischstücke und Kartoffeln. Man gibt selbst rein, in der Reihenfolge, die man will. Jeder Bissen ist anders.

Stefan hatte die Bourride gewählt: dasselbe Ritual wie die Bouillabaisse, nur in Weiß. Bouillon mit Aïoli statt Tomate und Rouille. Croûtons, Fischstücke und Kartoffeln separat. Feiner, zurückhaltender. Er liebte genau das. Das Tomatenbouillon der Bouillabaisse wäre ihm zu wuchtig gewesen.

Ich wollte genau das Gegenteil. Das Rote, das Kräftige, dieses Gericht, das nicht vorgibt, elegant zu sein. Ich war nicht enttäuscht.

Zwei Versionen der Provence, an einem Tisch. Man muss nicht dasselbe bestellen, um denselben Abend zu haben.

Was man aber wissen sollte: Das ist kein leichtes Essen. Wir hatten extra nur die Austern vorweg genommen. Und trotzdem haben wir die Kartoffeln nicht geschafft. Der Bouillon, den man immer wieder nachschenkt, sättigt vollständig. Wer kommt, sollte hungrig kommen. Wirklich hungrig.

Was dieser Abend kostet

Drei Stunden am Tisch. Das ist Frankreich.

Auf jeden unterstrichenen Posten klicken, um das Gericht zu sehen

CHEZ FONFON
140 Rue du Vallon des Auffes
13007 Marseille
Tél : 04 91 52 14 38
2× Bouillabaisse130,00
1× Bourride de Fonfon 65,00
Steinbutt 59,00
1× Domaine du Paternel 55,00
   Badoit + Evian (1L) 13,00
TOTAL427,00 €
Service compris (Frankreich)
Trinkgeld freiwillig+ 28,00
Aufgerundet≈ 455,00 €
≈ 90 € pro Person

Das ist kein günstiger Abend. Aber man bezahlt hier nicht bloß einen Teller Fischsuppe. Man bezahlt Produkt, Ritual, Ort, Handwerk und Zeit.

Wer für 18 Euro am Vieux-Port eine „Bouillabaisse" bestellt, bekommt etwas anderes.

Konzept: Alexandra Scholz-Marcovich

Was hat das mit Düsseldorf zu tun?

Knapp 1000 Kilometer, je nach Route zwischen 12 und 13 Stunden Fahrt. Das war eine bewusste Entscheidung. Für die erste Bouillabaisse wollten wir das Original: Hafenblick, Mittelmeerfische, die Charte. Keine Kompromisse.

Was wir mitgenommen haben: den Blick dafür, was eine Bouillabaisse ist und was nicht. Und die Frage, was Düsseldorf damit anzufangen weiß. Wir haben uns umgesehen. Nicht getestet. Das wäre ein anderer Artikel.

Das Fischhausbietet eine "Fischhaus Bouillabaisse" für 7,70 Euro klein und 13,20 Euro groß. Als Suppe. Ohne weiteren Kommentar.

Im The Paris Clubim 25hours Hotel Das Tour kostet die Bouillabaisse 18 Euro, als Vorspeise, mit Sauce Rouille und Fenchelsalat. Marseille als Entrée. Warum nicht.

Das Café de Bretagnemacht es am ernsthaftesten: fünf Edelfische, filetiert, in zwei Gängen, mit Rouille und geröstetem Baguette. 39,50 Euro pro Person, ab zwei Personen. Drachenkopf, Seeteufel, Rotbarbe, St. Pierre. Das ist kein Zufall.

Und dann ist da La Bouillabaissein Oberkassel. Seit 2004 trägt dieses Restaurant seinen Namen, zuerst in der Altstadt, seit Herbst 2025 in Oberkassel. 27,50 Euro. Daneben auf der Karte eine Fischsuppe mit Safran für 12,50 Euro. Was der Unterschied ist, werden wir herausfinden. Stammgäste schätzen das Haus seit zwanzig Jahren. Das ist kein schlechtes Zeichen.

Wir werden alle vier testen. Und berichten. Versprochen.

Und dann ist da noch der 18. Mai. Im The Paris Club präsentiert TAKUMI franco-japanische Ramen-Kreationen, darunter eine Bouillabaisse-Ramen mit Meeresfrüchten. Marseille trifft Tokyo. Mitten in Düsseldorf. Ich werde dabei sein.

Wer die Zutaten für die eigene Bouillabaisse sucht: Fisch Pahlke am Carlsplatz und Poseidon in Oberbilk. Ich habe hier schon einmal darüber berichtet: Graved Lachs selber machen

Rezept

Bouillabaisse

nach der Methode von Fonfon

ca. 2 Stunden · 4 Personen
Bouillabaisse-Illustration: Aquarell mit Skorpionfisch, Petersfisch und Croûtons

So wie sie im Vallon des Auffes seit 1952 gemacht wird.


Zutaten

Für die Bouillon (wird passiert)

1 queueMeeraal (Fiélas)4 kleineRascasses (Skorpionfisch)2Zwiebeln2 bis 3 ZehenKnoblauch3Tomaten, gewürfelt200 gTomatenmark1 TLFenchelsamen200 mlWeißwein1 lFischfond1 PriseSafranSalz · Olivenöl

Diese Fische werden nach dem Passieren nicht mehr serviert.

Die Fische zum Servieren

ca. 700 g/P.gesamt · mind. 4 SortenSteinbutt (Turbot)Petermännchen (Vive)Meeraal in Scheiben (Fiélas)Skorpionfisch (Rascasse)Knurrhahn (Galinette)

Was dazu kommt

200 g/P.Kartoffeln (1 cm Scheiben)8 bis 10Croûtons, mit KnoblauchRouille · AïoliKnoblauchzehen zum Einreiben

Rouille: Knoblauch, Safran, Eigelb, Olivenöl. Wie eine Safran-Aïoli.

Zubereitung

1ca. 90 Minuten

Die Bouillon

  • Olivenöl in einem großen Topf erhitzen.
  • Zwiebeln und Knoblauch goldgelb anschwitzen.
  • Meeraal und Rascasses zugeben.
  • Salzen, 5 Minuten anschwitzen.
  • Tomatenmark einrühren, kurz anrösten.
  • Tomaten und Fenchelsamen zugeben.
  • Mit Weißwein ablöschen.
  • 6 bis 7 Minuten reduzieren.
  • Erneut mit Weißwein aufgießen, bis zur Hälfte reduzieren.
  • Mit Fischfond aufgießen, reduzieren.
  • Vorgang 4 bis 5 Mal wiederholen, mindestens 1,5 Stunden Kochzeit.
  • Durch ein feines Sieb passieren, gut ausdrücken.
  • Safran zugeben.
2ca. 15 Minuten

Die Fische pochieren

  • Bouillon aufkochen.
  • Kartoffeln in 1 cm Scheiben einlegen, 5 Minuten kochen.
  • Festere Fische zugeben (Meeraal, Steinbutt, Skorpionfisch, Petermännchen), 10 Minuten bei starker Hitze.
  • Knurrhahn zuletzt einlegen, noch 5 Minuten.
  • Nie länger kochen.
3ca. 5 Minuten

Das Ritual — unverzichtbar

  • Bouillon heiß in tiefe Schüsseln schöpfen, à volonté.
  • Fischstücke und Kartoffeln auf einer großen Platte.
  • Croûtons mit Knoblauch einreiben, mit Rouille oder Aïoli bestreichen, in den Bouillon tauchen.
  • Jeder gibt selbst rein. Jeder Bissen ist anders.

Alex„Wenn nur ein Schritt gelingen muss: die Bouillon. Alles andere folgt."

Rezept nach Les Nouvelles Gastronomiques · Chez Fonfon, Vallon des Auffes, Marseille · Illustration: Alexandra Scholz-Marcovich

KURZ & KNAPP

Chez Fonfon
140 rue du Vallon des Auffes, 13007 Marseille
+33 4 91 52 14 38 | chez-fonfon.com

  • Lage: 7. Arrondissement, nicht am Vieux-Port
  • Anreise: Corniche Kennedy
  • Parken: schwierig. Alternative: Parking du Pharo, ca. 15 Min. zu Fuß
  • Barrierefreiheit: steile Treppe, nicht barrierefrei
  • Reservierung: unbedingt empfehlenswert

Preise (April 2026)
Bouillabaisse 65 €/Person · Bourride de Fonfon 65 € · Assiette du Pêcheur 49 € · Steinbutt 59 €

Ab Düsseldorf

  • Mit dem Auto: 1077 km via Luxemburg/Frankreich · ca. 12–13 Stunden Fahrt
  • Mit dem Flugzeug: Eurowings DUS–MRS, Direktflug ca. 2 Stunden, ab 59,99 €. Marseille Provence Airport (MRS), 25 km vom Stadtzentrum.