Besonders musikalisch fällt mein Versuch nicht aus. Trotzdem höre ich sofort: Robinie, Douglasie, Birke, Kiefer und Eiche klingen nicht gleich. Mal ist der Ton heller, mal dumpfer, manchmal überraschend hohl. Auf Papier lässt sich das nur unvollkommen wiedergeben. Man muss den Holzhammer wohl selbst in die Hand nehmen.
Die Klanghölzer gehören zu den interaktiven Stationen des Wald-Klima-Pfades im Aaper Wald. Bei seiner Eröffnung im Mai 2025 waren diese Spielelemente noch angekündigt. Bei unserem Spaziergang am Samstag, 25. Juli 2026, stehen sie am Wegesrand und laden zum Ausprobieren ein.
In den Wald, wenn die Stadt zu warm wird
Wir kommen regelmäßig hierher. Im Sommer ziehen uns vor allem der Schatten, die kühlere Luft und die Ruhe in den Aaper Wald. Diesmal beginnt die Runde allerdings weniger idyllisch als erwartet. Kurz hinter dem Parkplatz schlägt uns ein unangenehmer Geruch entgegen. Nicht der herbe Geruch eines Fuchses, den wir aus dem Wald kennen, sondern eine von der Sommerhitze verstärkte Mischung aus Hundekot und Plastik.
Die Abfalltonne ist mit Beuteln voller Hinterlassenschaften gut gefüllt; möglicherweise ist einer davon beschädigt. Besonders lange möchten wir der Ursache nicht nachgehen. Zum Glück bleibt der Geruch auf den Eingangsbereich beschränkt. Nach wenigen Minuten riecht der Wald wieder nach Wald, die Geräusche der Stadt werden leiser und unsere Schritte langsamer.




