Mehrere Köpfe stehen in einem abgedunkelten Raum. Die Augen sind geschlossen, die Gesichter langgezogen. Licht streift über Bronze, Marmor und unebene Oberflächen. Die Figuren schauen niemanden an. Gerade deshalb schaut man selbst genauer hin.
Fotograf Klaus von Jackelmann hat die Ausstellung „Invisible“ von Jaume Plensa im Museum Küppersmühle besucht. Seine Bilder zeigen keine Kunst, die sich mit einem schnellen Rundgang erledigt. Sie braucht Abstand, Nähe und Zeit.
Die Ausstellung beginnt vor der Museumstür
Noch vor dem Eingang steht „Flora“. Der weiße Kopf aus dem Jahr 2021 ragt zwischen den Backsteinfassaden der ehemaligen Küppersmühle auf. Geschlossene Augen, ein ruhiges Gesicht, mehr als sieben Meter hoch.
„Beeindruckend ist bereits die große weiße Figur vor dem Gebäude der Küppersmühle“, sagt Klaus. Für ihn begann die Begegnung mit Plensas Arbeiten deshalb nicht erst im Ausstellungsraum.
Das Weiß der Skulptur setzt sich deutlich von den alten Industriegebäuden ab. Gleichzeitig wirkt der Kopf nicht wie ein Fremdkörper. Er steht dort, als hätte man beim Bau der Mühle versehentlich Platz für ihn gelassen.













