Premieren des Saisonstarts 2026/27 im September im Schauspielhaus

Großes Fest für alle und viele Premieren in der neuen Spielzeit

Von Jo Achim Geschke |

Schauspielhaus Düsseldorf

Schauspielhaus Düsseldorf / Foto © Jo Geschke

Mit einem großen Fest vor und im Schauspielhaus eröffnet das D Haus die neue Spielzeit, die erste unter dem neuen Intendanten Andreas Karlaganis, am Samstag, 26. September. Aber die erste Premiere mit „Prinz Friedrich von Homburg“ hebt den Vorhang bereits am Freitag, 18. September im Großen Haus, gefolgt von „Fanny und Alexander“ im Kleinen Haus am 19. September.

Die Spielzeit wird feierlich eröffnet am 18. September im Großen Haus mit Heinrich von Kleists »Prinz Friedrich von Homburg« in der Regie von Ulrich Rasche. Bereits einen Tag später, am 19. September, folgt im Kleinen Haus Ingmar Bergmans »Fanny und Alexander« in der Inszenierung des isländischen Regisseurs Thorleifur Örn Arnarsson. Und bereits am 24. September 2026 folgt die dritte Schauspielpremiere mit Federico García Lorcas »Bernarda Albas Haus« der Schweizer Regisseurin Lucia Bihler im Großen Haus.

Junges Schauspiel

Das Junge Schauspiel und das Stadt:Kollektiv eröffnen die neue Spielzeit gemeinsam im Central am 25. September. Das Junge Schauspiel bringt »Samurai X« frei nach dem Film „Die sieben Samurai“ von Akira Kurosawa zur Premiere im Central 1. Regie führt Takao Baba. Im Central 2 folgt die Stadt:Kollektiv-Premiere »Paradise Lost All Over Again« in der Regie von Yesim Nela Keim Schaub und Lisa Pottstock. Im gesamten Haus gibt es zudem noch einen Parcours zu den sieben Todsünden.

 Das große Fest zur neuen Saison

Am 26. September startet schon am Nachmittag ein großes Theaterfest im und um das Schauspielhaus – an vielzähligen Stationen drinnen und draußen wird die kommende Theatersaison erlebbar. Theater, Lesungen, Musik, Gespräche und Begegnungen mit den Künstler:innen der Auftaktproduktionen und auf zahlreiche Aktionen für alle Altersgruppen. Zudem Blicke hinter die Kulissen, eine Kostümversteigerung, Kinderschminken, auf Hobbit-Führungen mit dem Jungen Schauspiel, auf den Garten der unerlaubten Wünsche des Stadt:Kollektiv und Effi Biest. Auf das Glücksrad, eine Shirt-Print- Station und vieles mehr.

Vor dem Schauspielhaus lädt Own It! Alle Altersgruppen und Erfahrungsstufen zum Skate-Festival ein (in Kooperation mit Titus).

Und um 20 Uhr heißt es im Großen Haus: Spielzeit! Das Ensemble präsentiert die neue Saison und gibt erste Einblicke in die kommenden Produktionen. Im Anschluss tanzen alle gemeinsam, auch bis in die frühen Morgenstunden.

Prinz Friedrich von Homburg

Kleists Drama

Bevor er mit den anderen aus vollem Hals „In Staub mit allen Feinden Brandenburgs“ schreit, hat der Prinz von Homburg in Kleists Drama seine Träume von Glück, seinen freien Willen, seine Autonomie und zuletzt auch noch seinen Wunsch zu überleben aufgegeben. Anfang und Ende des Krieges haben für Kleist nichts mit der ersten und der letzten Kugel zu tun, vielmehr liegt das entscheidende Schlachtfeld im Inneren des Einzelnen. Zum Beispiel des Prinzen, der sich über einen Befehl hinwegsetzt, die Schlacht gegen den Aggressor gewinnt, aber nicht für den Sieg gefeiert, sondern wegen Ungehorsams zum Tode verurteilt werden soll. Regisseur Ulrich Rasche hat sich mit Inszenierungen von großer bildnerischer Prägnanz, hoher Musikalität und sprachlicher Klarheit international einen Namen gemacht, so das Schauspielhaus.

Freitag, 18. 9. – 19 Uhr

 Mit Patrick Güldenberg, André Kaczmarczyk, Lucia Kotikova, Wael Kreiker, Christoph Luser, Yannik Stöbener, Theo Thun, Patricia Ziolkowska sowie Leo Domogalski, Florian Kreßer und Carlos Motolese-Trausan (Studierende der Folkwang-Universität) | Regie und Bühne Ulrich Rasche | Mitarbeit Bühne Lukas Kötz | Kostüm Angelos Mentis | Komposition und Electronics Andrea Belfi | Sounddesign und musikalische Assistenz Alfred Brooks | Dramaturgie Sebastian Huber.

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