Gegendemo gegen Rechts

Demo für Toleranz und gegen Ausgrenzung

Von Jo Achim Geschke |

Collage mit Foto fb-Seite Gegendemo und Appell-Aufkleber

Gegen die islam- und ausländerfeindliche Demo mit extrem rechten Gruppen soll nun am Montag, 8. Dezember, eine friedliche und demokratische Gegendemonstration starten. Die Piratenpartei und Ratsherr Frank Grenda rufen dazu auf, Unterstützer sind laut Facebook-Seite bereits der Düsseldorfer Appell/ Respekt und Mut, die Flüchtlingsinitiative Stay, Fifty-Fifty, und der der Flüchtlingsrat, der DGB will sich ebenfalls anschließen. Wie vorige Woche berichtet, hat die rechte Gruppierung “DüGiDa – Düsseldorf gegen die Islamisierung des Abendlandes” für Montag, 8. Dezember, eine Demonstration unter dem Titel “NRW gegen Islamisierung“ auf dem Platz vor dem Landtag angemeldet.

Nach bisherigen Informationen wurde die Demo angemeldet vom Düsseldorfer Rechtsanwalt Alexander Heumann, der dem rechten Flügel der AfD zugerechnet wird. Die „DüGiDA“ entsprang der islamfeindlichen „Pegida“, („Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlands“), die in Dresden mit Tausenden rechten Anhängern demonstriert und dabei die ehemaligen Montags-Demonstrationen in der DDR ins Gegenteil verkehrt.  Die Veranstaltungen laufen unter dem Vorwand, gegen Salafisten und die sogenannte IS zu demonstrieren. Obwohl klar ist, dass es in Deutschland ohnehin keinen Raum für diese extremen Gruppierungen bzw. Terroristen gibt und niemlas geben kann,  nutzen die Veranstalter der "Montagsdemos" die diffusen Ängste von Bürgern für ihre ausländer- und fremdenfeindlichen Parolen aus.  

Laut der Internetseite „nrwrex“  (gegen Rechtsextreme) haben die Düsseldorfer Republikaner ihre Teilnahme in Düsseldorf bereits angekündigt. Auch mehrere Rechtsextreme haben  ihre  Teilnahme bereits zugesichert, unter anderen von „Die Rechte“ und der NPD.  Die Polizei geht zunächst von den 500 angemeldeten Teilnehmern aus, es sei aber nicht ausgeschlossen, das mehr kommen, darauf sei die Polizei vorbereitet, heißt es. Inzwischen haben aber weit mehr als 880  islamfeindliche Teilnehmer auf der Facebook Seite der Veranstalter Ihre Teilnahme zugesagt.

Die Facebook-Seite ist übrigens erstaunlich gut moderiert, offensichtlich rechte Hetzer werden von den Moderatoren recht schnell aussortiert bzw. in die Schranken verwiesen. Es wird auch mehrfach auf den friedlichen Charakter der Kundgebung hingewiesen und "integrierte Mitbürger mit Migrationshintergund" werden ausdrücklich eingeladen.

Diese moderate und recht intelligente Herangehensweise macht die Bewegung umso gefährlicher. Scheinbar geht hier nicht mehr der dumpfe rechte Schläger auf die Strasse sondern der "normale" besorgte Bürger. Am Ende sollte man sich davon jedoch nicht täuschen lassen. Es werden bewusst Ängste und Ressintiments geschürt und genutzt um politische Ziele zu erreichen. Und jeder weiss an sich nur zu gut, welche Ziele rechte Gruppierungen in der Regel verfolgen.

Die Gegendemo für Demokratie, Toleranz, gegen Ausländerfeindlichkeit und Rassismus soll am Montag, 8. Dezember, auf dem Johannes-Rau-Platz in der Nähe des Landtags ab 18 Uhr beginnen.

Infos auch auf der Facebookseite

www.facebook.com/events/1524580271137688/

Die Internetseite von „Respekt und Mut / Düsseldorfer Appell: www.respekt-und-mut.de/

Siehe dazu auch :Rechte islamfeindliche Demo in Düsseldorf

 

Update:

Laut Düsseldorfer Appell / Respekt und Mut um 16:30 Uhr unterstützen diesen Aufruf  bisher: Bündnis 90/Die Grünen Düsseldorf, Deutscher Gewerkschaftsbund Düsseldorf, Diakonie Düsseldorf, Evangelischer Kirchenkreis Düsseldorf, FDP Düsseldorf, Piratenpartei Düsseldorf, Respekt und Mut, SPD Unterbezirk Düsseldorf (weitere Unterstützer sind herzlich willkommen) - (Volker Neupert, Düsseldorfer Appell/Respekt und Mut)

www.respekt-und-mut.de/