09.10.2020
Die aktuellen Coronazahlen vom 9. Oktober und Warnung

Warnung wg Coronazahlen 9. Oktober mit 7-Tage Inzidenz von 42 – Maskenempfehlung auf Plätzen - die meisten Infizierten sind 30 bis 39 Jahre alt

Corona-Einsatz des Feuerwehr - Rettungsdienstes / Foto © Jo Achim Geschke

Weitere Schutzmaßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus SARS-CoV-2 werden aktiviert. Die Infektionszahlen steigen weiter an. Aktuell hat die sogenannte 7-Tages-Inzidenz – die Zahl der Neuinfektionen innerhalb von 7 Tagen bezogen auf 100.000 Einwohner*innen – in Düsseldorf einen Wert von 42,7 erreicht. Damit liegt die 7-Tages-Inzidenz über dem Schwellenwert von 35, ab dem weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus SARS-CoV-2 ergriffen werden müssen. Die Landeshauptstadt Düsseldorf wird nun gemeinsam mit dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS), dem Landeszentrum Gesundheit (LZG) sowie der zuständigen Bezirksregierung umgehend weitere konkrete Schutzmaßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehen abstimmen und einleiten.

Die für die Landeshauptstadt Düsseldorf vorgesehenen Maßnahmen für die Stufe 1 (35 Neuinfektionen/100.000 Einwohner) im Überblick: Ab sofort gilt eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in öffentlichen Gebäuden, Schulen und Kindertagesstätten.

In 12 hoch frequentierten Bereichen* im Stadtgebiet wird eine Empfehlung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ausgesprochen. Die zwölf Bereiche, in denen das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung empfohlen wird, im Überblick:

1. Kaiserswerth: Kaiserswerther Markt/Klemensplatz

2. Rath: Westfalenstraße/Westfalencenter
3. Gerresheim: Dreherstraße/Fußgängerzone
4. Düsseltal: Rethelstraße
5. Pempelfort: Nordstraße/Duisburger Straße
6. Stadtmitte: Der gesamte Bereich zwischen Altstadt im Westen, Graf-Adolf-Straße im Süden, Hauptbahnhof im Osten und Schadowstraße/Am Wehrhahn im Norden
7. Friedrichstadt/Unterbilk: Friedrichstraße, Düsseldorf-Arcaden, Bilk S-Bahnhof
8. Unterbilk: Bilker Allee, Bilker Kirche, Lorettostraße
9. Oberbilk: Kölner Straße
10. Eller: Gumbertstraße, Gertrudisplatz
11. Benrath: Innenstadt, Fußgängerzone
12. Garath: Stadtteilzentrum

Feierlichkeiten dürfen nur noch mit maximal 50 Gästen stattfinden, es sei denn, die Veranstaltung findet in einer Wohnung statt oder die zuständige Behörde lässt auf der Grundlage eines besonderen Hygiene- und Infektionsschutzkonzeptes eine Ausnahme zu.

Ziel der Maßnahmen ist es, die Bürger*innen detailliert und ausführlich über Themen wie Kontaktverbot, Abstandsgebot, die geltende Maskenpflicht sowie die allgemeinen Hygieneempfehlungen zu informieren und konsequent zu sensibilisieren. An erster Stelle steht dabei eine Kommunikationsstrategie.

"Wir beobachten und beurteilen das Infektionsgeschehen jeden Tag, und heute wurde hinsichtlich der 7-Tages-Inzidenz der Schwellenwert von 35 überschritten", erklärt Dr. Klaus Göbels, Leiter des Gesundheitsamtes und betont: "Nur gemeinsam können wir einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus entgegenwirken und somit zusätzliche Einschränkungen verhindern. Jeder kann und muss dazu aktiv beitragen. Die Schutzmaßnahmen – wie die Abstands- und Hygieneregeln sowie die Maskenpflicht – sind wichtige und wirksame Grundlagen, um sich selbst und seine Mitmenschen zu schützen."

"Mit dem Stufenplan soll vermieden werden, dass die Landeshauptstadt Düsseldorf von einer Infektionswelle überrollt wird. Daher ist auch ein tägliches Monitoring der Anzahl der Neuinfektionen für die Landeshauptstadt weiterhin notwendig. Erstes Ziel muss nun sein, dass die Zahlen der Neuinfektionen wieder zurückgehen. Wichtig ist, dass die Kontaktpersonennachverfolgung dabei weiterhin sichergestellt ist, was umso schwieriger wird, je höher die Zahl der Infektionen steigt. Die Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Pandemie müssen daher konsequent gesetzt werden", erklärt Oberbürgermeister Thomas Geisel.
Stufe 2: Weitere Einschränkungen bei einer 7-Tages-Inzidenz von 50 Sollten die Zahlen weiter steigen und mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner*innen in 7 Tagen verzeichnet werden, tritt die Stufe 2 in Kraft. Ab dieser Stufe sind gemeinsam mit dem MAGS zwingend zusätzliche Schutzmaßnahmen zur Reduktion von Neuinfektionen einzuleiten. Aus einem Maßnahmenkatalog werden geeignete Schritte aktiviert, die mithilfe weiterer Einschränkungen der Kontaktmöglichkeiten auch unerkannte Infektionsketten und besonders gefährdete Personengruppen schützen. An Festen dürften dann laut aktueller CoronaSchVO höchstens 25 Personen teilnehmen – es sei denn, die Veranstaltung findet in einer Wohnung statt oder die zuständige Behörde lässt auf der Basis eines besonderen Hygiene- und Infektionsschutzkonzeptes eine Ausnahme zu.

Die öffentliche Kommunikation müsste dann Themen wie die beschlossenen Einschränkungen aufgrund der steigenden Neuinfektionen, Kontaktverbot, Abstandsgebot, die Maskenpflicht sowie die allgemeinen Hygieneempfehlungen umfassen. Mögliche Maßnahmen können dann Einschränkungen in Gastronomien, im Einzelhandel, bei Veranstaltungen sowie eine Verschärfung des Kontaktverbotes oder die Erweiterung der Mund-Nasen-Schutz-Pflicht in zu definierenden öffentlichen Bereichen sein.

Die Maßnahmen beider Stufen enden frühestens nach 14 Tagen, was einer Inkubationszeit entspricht – und nur dann, wenn der Schwellenwert wieder unterschritten wird.

Die aktuellen Coronazahlen vom 9. Oktober
Mit Stand Freitag, 9. Oktober (aktualisiert auf Stand: 15 Uhr), wurde - seit dem 3. März - bei insgesamt 3.571 (+106) Düsseldorferinnen und Düsseldorfern eine Infektion mit dem Coronavirus diagnostiziert. 262 (+36) Menschen sind aktuell noch infiziert. Von den Infizierten werden 41 (+6) in Krankenhäusern behandelt, davon 8 (+3) auf Intensivstationen. 3.257 (+69) Düsseldorferinnen und Düsseldorfer sind inzwischen genesen. 52 (+1) Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert waren und zumeist Vorerkrankungen hatten, sind bisher in Düsseldorf gestorben. 1.723 (+206) Menschen befinden sich derzeit in häuslicher Quarantäne. Die sogenannte 7-Tages-Inzidenz liegt nach den vorliegenden Zahlen derzeit in Düsseldorf bei 42,7 (vorherige Meldung: 33,6) - dieser Wert gibt die Zahl der Neuerkrankungen in den letzten 7 Tagen pro 100.000 Einwohner an.

Kindertagesstätten und Schulen
Bei der Sinti Kita Düsseldorf Caritasverband wurde eine Covid-19-Infektion unter den Betreuungspersonen bekannt. Die Kontakte werden an der Kita nachvollzogen.

An folgenden Schulen wurden jeweils eine Covid-19-Infektion
in der Schülerschaft festgestellt: Am Albert-Einstein-Gymnasium, Gemeinschaftsgrundschule Stoffeler Straße, Walter-Eucken-Berufskolleg, Elly-Heuss-Knapp-Schule, Theodor-Heuss-Schule und Humboldt Gymnasium. An dem Albrecht-Dürer-Berufskolleg, der Franc-Marc-Schule, der Hulda-Pankok-Gesamtschule, der Gemeinschaftsgrundschule Lennestraße und dem Freien Christlichen Gymnasium wurden jeweils eine Covid-19-Infektion aus Reihen des Betreuungspersonals gemeldet.
Die Schulen wurden zeitnah informiert, die Kontaktpersonen werden nachvollzogen.

Altenheime
Am Donnerstag, 8. Oktober, wurden insgesamt 3 weitere positiv auf Covid-19 getestete Bewohner*innen sowie 7 Mitarbeiter*innen, bei der eine Covid-19-Infektion vorliegt, aus dem Luisenheim gemeldet.

Abstrichzahlen
Am Donnerstag, 8. Oktober, wurden 77 Abstriche in der Diagnosepraxis vorgenommen. Im Drive-In-Testzentrum wurden insgesamt 286 Abstriche genommen. Dazu kommen 150 weitere Abstriche, die durch den mobilen Service vorgenommen wurden. Insgesamt wurden in den zwei Einrichtungen sowie durch den mobilen Service bisher 53.751 Abstriche genommen.

Altersverteilung der Infizierten und Verstorbenen
Waren es zu Beginn der Corona-Pandemie vornehmlich ältere Menschen, die sich mit Corona infiziert haben, sind es nun zunehmend auch jüngere Personen. Die Altersverteilung aller Infizierten stellt sich im Moment (Stand 9. Oktober) wie folgt dar: 88 Kinder im Alter von 0 bis einschließlich 4 Jahren; 88 Kinder von 5 bis einschließlich 9 Jahren;
82 Kinder von 10 bis 14 Jahren; 173 Jugendliche von 15 bis 19 Jahren; 292 junge Erwachsene von 20 bis 24 Jahren; 383 junge Menschen von 25 bis 29 Jahren; 688 Erwachsene von 30 bis 39 Jahren; 510 Erwachsene von 40 bis 49 Jahren; 554 Menschen im Alter von 50 bis 59 Jahren; 231 Menschen von 60 bis 69 Jahren; 376 Menschen waren 70 Jahre und älter.

Die Altersverteilung der mit Corona Verstorbenen stellt sich wie folgt dar: Im Alter von 0 bis 29 Jahren ist in Düsseldorf bisher niemand mit Corona verstorben. Mit 30 bis 39 Jahren und 40 bis 49 Jahren gab es jeweils einen Toten; vier Menschen waren zwischen 50 und 59 Jahre alt; neun Menschen zwischen 60 und 69 Jahren und 36 Menschen waren 70 Jahre alt und älter.

Für Fragen zum Thema "Coronavirus" hat die Landeshauptstadt ein Informationsportal eingerichtet unter der Adresse:

 www.duesseldorf.de/corona